Facebook-Videochat: Mit Skype gegen Google+

Flavio Trillo
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Google+, der neueste Ansatz des Suchmaschinen-Giganten, sich in sozialen Netzwerken zu versuchen, sieht vielversprechend aus. Vergessen scheinen die Flops namens Orkut, Buzz und Wave – in Mountain View hat man dazugelernt. Facebook sah sich als offensichtliches Ziel des neuen Dienstes in Zugzwang und präsentierte eine neue Video-Chat-Kooperation mit Skype.

Viele glaubten bei der angekündigten Pressekonferenz, die lang ersehnte iPad-App für Facebook würde endlich vorgestellt. Möglich erschien auch die Demonstration eines neuen HTML5-App-Stores. Statt dessen beschränkten Zuckerberg und Kollegen sich 9to5mac.com zufolge darauf, die immense Bedeutung der Weitergabe von Inhalten in sozialen Netzwerken zu betonen.

Im Durchschnitt geben die User jeden Tag etwa 4 Milliarden Dinge über Facbeook weiter – der “Share”-Button erfreut sich also reger Beliebtheit. Apps seien darüber hinaus in Zukunft sehr wichtig, so der Facebook-CEO. An zweiter und dritter Stelle stehen der mobile Sektor sowie die Möglichkeit, Dinge in Gruppen einzuteilen.

Zu diesem Zweck zeigte das Unternehmen die neu aufgelegte Gruppen-Funktion. Damit ist es auch möglich, schnell “Ad-hoc-Gruppen” über die Chat-Funktion zu erstellen. Ebenfalls neu: Video-Chat über Facebook. Dank einer Kooperation mit Skype und nach der Installation eines kleinen Plug-Ins funktioniert die Videotelefonie direkt über den Browser.

Skype selbst wird für die neue Funktion nicht gebraucht, ebenso wenig wie eine zusätzliche Anmeldung bei dem Chat-Dienst. Die einfache Bedienung und Installation habe zur Folge, dass selbst technisch begrenzt Bewanderte keine Probleme mit dem Facebook-Videochat haben dürften.

Mobile Versionen der Facebook-App für Android oder iOS, die ebenfalls bewegte Bilder und Ton übertragen, scheinen aktuell nicht vorgesehen. Zudem wird die Linux-Plattform nicht unterstützt, Anwendern dieses Betriebssystems wird lediglich eine EXE-Datei für die Plug-In-Installation angeboten.

Einen Kommentar direkt zur Konkurrenz von Google+ wollte Zuckerberg sich nicht entlocken lassen.

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