Nach Microsoft-Übernahme: Skype auch weiterhin für Mac OS X und iOS

Florian Matthey
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Gestern machte die Nachricht über die geplante Übernahme von Skype durch Microsoft die Runde – für 8,5 Milliarden US-Dollar will sich der Software-Riese aus Redmond den Voice-over-IP-Anbieter einverleiben, die größte Übernahme in der Geschichte des Unternehmens. Was auf den ersten Blick für Mac- und iOS-Benutzer nicht so relevant ist, wirft für sie auf den zweiten Blick eine Frage auf: Wird es Skype dann nur noch für Windows und Windows Phone geben? Microsofts CEO Steve Ballmer beschwichtigt: Nein, Skype werde weiterhin auch andere Plattformen unterstützen.

Auf der Pressekonferenz, auf der Steve Ballmer zusammen mit Skypes CEO Tony Bates die Übernahmepläne verkündete, versicherte Ballmer, dass sein Unternehmen in Skype auf anderen als Microsoft-Plattformen investieren werde. Auf eine Nachfrage wurde Ballmer noch deutlicher: “Punkt A, ich habe es gesagt, und ich habe es auch so gemeint. Punkt B, wir sind eines der wenigen Unternehmen, das das auch in der Vergangenheit so gemacht hat”, so der Microsoft-CEO, der im Zuge dessen das Engagement des Unternehmens für den Mac in Form von Microsoft Office hervorhebt.

Skype gibt es bisher unter anderem auch für die Microsoft-Konkurrenz-Betriebssysteme Mac OS X, iOS, Linux, Googles Android, das BlackBerry OS und Nokias Symbian OS. Eine Einstellung des Engagements wäre wirtschaftlich wohl ohnehin nicht sehr sinnvoll: Der ABI-Research-Analyst Aapo Markkanen hebt hervor, dass Microsoft dann nennenswerte Teile der Skype-Kundschaft verlieren würde. Letztendlich wolle Skype vor allem für die 170 Millionen Benutzer des Voice-over-IP-Dienstes übernehmen – die Marke selbst sei bereits zweitrangig. Von daher hat Microsoft ein Interesse daran, so viele Kunden wie möglich zu behalten – egal, ob diese mit Windows oder anderen Betriebssystemen arbeiten.

Weitere Themen: iOS, Mac OS X, Mac, Microsoft

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