Skype-Gründer will mit FreedomPop kostenloses mobiles Internet anbieten

Hüseyin Öztürk

Das neueste Projekt von Skype-Mitbegründer Niklas Zennstörm soll noch in diesem Jahr starten und einen kostenlosen Zugang zum mobilen Internet ermöglichen. Bisher waren nicht viele Details zu dem ambitionierten Vorhaben bekannt geworden. Nun gibt es ein paar weitere Informationen.

Skype-Gründer will mit FreedomPop kostenloses mobiles Internet anbieten

 In einem Interview mit Forbes lieferte Tony Miller, Chef der Marketing und Presse-Abteilung bei FreedomPop, einige neue Details. Die Grundidee hinter dem Projekt ist nicht neu, hat sich aber bisher nur in anderen Bereichen bewährt. FreedomPop möchte mobiles Internet kostenlos anbieten, indem es sich über Premium-Kunden finanziert. Ähnlich wie bei anderen Diensten auch, unter anderem Dropbox, haben Nutzer die Möglichkeit, gegen Bezahlung zusätzliche Features zu nutzen. Man rechnet damit, dass rund 10 -15 Prozent der Nutzer die Premium-Angebote in Anspruch nehmen werden. Zusätzlich soll auch mit Werbung Geld verdient werden, aber es wird nicht die Haupteinnahmequelle von FreedomPop sein. Wie und auf welche Art die Werbung genutzt wird, ist noch nicht klar.

Da das Unternehmen einen Mobilfunkanbieter als Partner benötigt, hat man sich anfangs für das US-Unternehmen Lightsquared entschieden. Da sie bisher von der FCC keine Betriebserlaubnis erhalten haben, wird man nun mit Clearwire zusammenarbeiten. Der Mobilfunkanbieter ist bereits auf dem US-amerikanischen Markt aktiv und soll von FreedomPop eine Gebühr in bisher nicht genannter Höhe erhalten. Das Angebot soll frühestens im Juni an den Start gehen und in den gesamten (zumindest annähernd) Vereinigten Staaten zur Verfügung stehen.

Ganz kostenlos ist der Zugang zum mobilen Internet dann doch nicht. Ähnlich wie bei vielen Internet Providern (Set-Top Boxen, Modems etc.) muss zuvor noch eine gewisse Summe für ein passendes Gerät von FreedomPop hinterlegt werden, um den Dienst auch nutzen zu können. Laut Tony Miller wird man dafür drei Geräte anbieten. Einen USB-Stick (Dongle), einen MiFi-Router (mobiler Hotspot) und ein mysteriöses Gerät, auf das Miller nicht näher einging, das er aber als innovativ bezeichnete. Bisher wurden Preise in Höhe von 49 US-Dollar genannt, aber man versuche die Summe auf 29 US-Dollar zu senken.

Mal sehen, ob FreedomPop es im Sommer wirklich schafft, allen Menschen in den USA einen kostenlosen Internet Zugang zu ermöglichen. Falls es klappen sollte, und das werden sich sicherlich viele Nutzer wünschen, wäre solch ein Projekt auch bei uns gerne willkommen.

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