Skype Virus: So entfernen Sie den hartnäckigen Virus

Marvin Basse
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Im Moment treibt ein Virus innerhalb des Messenger-Netzwerks Skype sein Unwesen. Präzise ausgedrückt handelt es sich um einen Trojaner, der über vermeintliche Nachrichten von Skype-Kontakten dazu verleiten will, einen Wurm herunterzuladen.

Die Locknachrichten variieren dabei etwas, beziehen sich aber stets auf vermeintliche Bilder, die der jeweilige Skype-Kontakt angeblich gefunden hat. Klickt man auf den zugesandten Link, findet man aber keine Fotos, sondern lädt sich eben diesen Skype Wurm herunter. Dieser spammt dann sogleich die eigenen Skype-Kontakte mit derselben Locknachricht voll und verbreitet sich so über das Netzwerk. Zwar ist dies zurzeit auch noch alles, was der Wurm tut, er richtet also keinen weiteren Schaden an. Jedoch kann sich das jederzeit ändern, da die Malware in der Lage ist, weitere Schadprogramme aus dem Internet nachzuladen. Deshalb ist es in jedem Fall empfehlenswert, den Skype Virus zu entfernen, falls man ihn sich denn eingefangen hat.

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Skype Virus: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Die beste Art, dies zu vermeiden, ist natürlich, den mit der Locknachricht versandten Link gar nicht erst anzuklicken. Hat man dies aber doch getan, sollte man zunächst einmal tunlichst Skype beenden, damit die eigenen Kontakte nicht zugespammt werden. Es gibt auch eine Anleitung von Skype, nach der man sein Passwort ändern und unter den Optionen des Messengers unbekannten Dateien den Zugriff verweigern soll. Mag sein, dass dann auch bei gestartetem Skype-Client keine Spam-Nachrichten mehr verschickt werden, der Wurm befindet sich aber weiterhin auf dem eigenen Rechner, was aus o.g. Gründen zum Problem werden kann.

Der übliche Weg, um Malware zu entfernen ist, dies ein Antivirenprogramm erledigen zu lassen. Zwar erkennen mittlerweile eigentlich alle Antiviren-Programme wie z.B. Malwarebytes Anti-Malware den Skype-Wurm (deshalb in jedem Fall das Programm vor dem Suchlauf updaten!), aber auch wenn diese ihn finden und entfernen, ist es nicht absolut sicher, dass das System auch wirklich nicht mehr betroffen ist. Der Wurm besitzt nämlich die Fähigkeit, sich vor dem Löschen durch ein Antivirenprogramm zu updaten, wodurch es zwischen selbigem und der Malware zu einer Art Katz-und-Maus-Spiel kommen kann, in dem der Wurm dem Antivirenprogramm stets einen Schritt voraus ist. Deshalb sollte man, will man absolut sicher gehen, den Skype-Wurm manuell löschen:

Den Skype Virus restlos entfernen: Schritt für Schritt

  • Hierfür meldet man sich zunächst von Windows ab und startet das System im abgesicherten Modus neu (F8-Taste während das Startvorgangs betätigen).
  • Ist das System neu gestartet, ruft man die Eingabeaufforderung auf (Win + R betätigen und dann „cmd“eingeben)

Skype Virus Screenshot 1

  • In der Eingabeaufforderung gibt man den Befehl „cd c:\Users\Username\AppData\Roaming” ein, wobei „Username“ natürlich durch den persönlichen Benutzernamen zu ersetzen ist.

Skype Virus Screenshot 2

  • Jetzt gibt man den Befehl „del *.exe“ ein, wodurch die ausführbaren Dateien des Skype Wurms gelöscht werden.
  • Nun müssen abschließend noch die vom Wurm angelegten Autostart-Einträge entfernt werden, wozu man, wieder über die Tastenkombination Win + R, mit „msconfig“ das Windows-Systemkonfigurationsprogramm aufruft.

Skype Virus Screenshot 3

  • Leider kann man nicht genau sagen, wie die infizierten Einträge heißen, da dies von Infektion zu Infektion variiert. Deshalb löscht man unter der Registerkarte „Systemstart“ alle diejenigen Einträge, die sich unter „Befehl“ im o.g. Pfad befinden. Dort gibt es nämlich normalerweise keine ausführbaren Dateien, weswegen zuvor auch bedenkenlos alle EXE-Dateien in diesem gelöscht werden konnten.
  • Jetzt muss der Computer abschließend noch neu gestartet werden, um die Änderungen an der Systemkonfiguration zu übernehmen, und der lästige Skype-Wurm ist entfernt.

Skype Virus Screenshot 4

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