Was ist VoIP? – Einfach erklärt!

Thomas Kolkmann

Die Abkürzung „VoIP“ ist den meisten Chat- und Messenger-Nutzern schon eine geraume Zeit bekannt, diejenigen, die noch einen Festnetzanschluss besitzen, sehen sich ebenso mit dem Akronym konfrontiert. Aber was genau bedeutet VoIP?

Was bedeutet VoIP?

VoIP steht für die englische Abkürzung Voice over Internet Protocol und bedeutet wörtlich übersetzt „Sprache über Internetprotokoll“. Die Begriffe Internettelefonie oder IP-Telefonie werden synonym für VoIP beziehungsweise Voice over IP verwendet.

Vielen ist die Abkürzung VoIP bereits von Chat-Programmen wie Skype, Yahoo Messenger oder Telephone und von Smartphone-Messengern wie WhatsApp, Viber oder Signal bekannt. VoIP bedeutet hierbei einfach nur die Sprachübermittlung über die Internetverbindung.

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Verbreitung von VoIP

Mit dem Breitbandausbau und der immer flächendeckenderen Versorgung mit DSL-Anschlüssen, ist VoIP seit 2015 die häufigste Form des Telefonanschlusses in Deutschland. Wie die Bundesnetzagentur im Jahresbericht 2015 (PDF) zusammengefasst hat, besaßen 2014 noch 53,8 Prozent aller Personen mit einem Telefonzugang einen analogen beziehungsweise ISDN-Telefonanschluss – 2015 waren es nur noch 42 Prozent.

Deutschland war in puncto Digitalisierung der ehemaligen analogen Telefonanschlüsse ein Vorreiter. Bereits 1995 war ISDN flächendeckend verfügbar, jedoch ist dies bei der heutigen Verbreitung von Breitband-Internetzugängen trotzdem eine weitere Leitung, die instand gehalten werden muss und Kosten erzeugt. Da Telefongespräche heutzutage aber auch problemlos über die Internetleitung geführt werden können und dazu keine zusätzliche Vermittlungsnetz benötigen, können Telefonanschlüsse per VoIP günstiger unterhalten werden, was sich auch positiv auf die Kosten des Endverbrauchers auswirkt.

Die Deutsche Telekom will alle ISDN-Anschlüsse bis 2018 auf VoIP umgestellt haben, Vodafone will den Ferstnetzbetrieb über ISDN für seine Bestandskunden noch bis 2022 aufrecht erhalten.

Wie funktioniert VoIP?

Für den Verbraucher bedeutet VoIP keine Umstellung. Der typische Ablauf bleibt derselbe: Man wählt eine Telefonnummer, baut dadurch eine Verbindung auf, wenn der Angerufene abnimmt, beginnt die Gesprächsübertragung und sobald einer auflegt, wir die Verbindung unterbrochen.

Die Gespräche laufen jedoch nicht über eine eigene Telefonleitung ab, sondern werden digitalisiert und als Daten-Pakete über das Internet transportiert. Das Gesagte (Analog) wird also im Telefon zu einer digitalen Tondatei umgewandelt, kodiert und über das Internetprotokoll an den Empfänger gesendet. Bei diesem kommt die Sprachdatei an und wird von dessen Telefon wieder in ein analoges Signal umgewandelt.

Dabei ist – wie von Account-Namen bei VoIP-Software bereits bekannt – eine Telefonnummer nicht zwingend notwendig. Diese dient bei IP-basierten Netzen, ganz ähnlich wie beim Mobilfunknetz, lediglich als Authentifizierungsmethode.

Quelle: Bundesnetzagentur

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