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TorchFS: Alten Kram aus dem Finder filtern

Thomas J. Weiss
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Regelmäßig stellen macnews.de-Autoren ihre persönliche Lieblingssoftware vor. Heute hat sich Thomas J. Weiss das neue TorchFS vorgenommen, eine kostenlose Erweiterung für den Finder. Bei der Anzeige von Dateien vereint sie das Beste aus zwei Welten: die klassische Ordnerstruktur des Dateisystems und die nützliche Spotlight-Suche am Mac.

Erst heute bin ich auf TorchFS gestoßen. Die kostenlose Software befindet sich noch im Betastatus, ist bislang also noch mit Vorsicht zu genießen. Ich habe allerdings auf so eine Lösung gewartet, scheint mir, und so möchte ich sie in dieser neue Rubrik auf macnews.de auch gleich vorstellen.

Im Finder filtern

Grob erklärt: TorchFS hilft dem Anwender, einzelne Dateien im Finder auszublenden. Beispielsweise kann ich einen Ordner im Finder anlegen, der alle Fotos aus dem Jahr 2010 enthält. Die alten Sachen interessieren mich nicht mehr und behindern mich nur beim Finden. Wichtig ist der Unterschied zu einer Spotlight-Suche, ich kann das Ergebnis nach Verzeichnissen und Unterverzeichnissen geordnet sehen.

Gegen das Chaos auf der Platte

Je mehr Dateien sich ansammeln, um so schwerer fällt mit die Übersicht.
Eine Lösung gegen das Chaos ist das Einsortieren in Ordner und Unterordner, das bei mir manchmal besser und manchmal schlechter funktioniert.

Die moderne Alternative dazu benutze ich zu wenig, obwohl sie in Mac OS X und zahlreiche Apple-Software bereits eingebaut ist: Intelligente Ordner oder Wiedergabelisten zeigen Dateien nach festgelegten Kriterien gefiltert an, die Datenbank der Spotlight-Suche sorgt für den technischen Unterbau.

TorchFS vereint nun die Vorteile beider Lösungen: Die kostenlose Erweiterung sorgt dafür, dass sich Spotlight-Suchen so abspeichern und anzeigen lassen, dass die Ordnerstruktur nicht verloren geht. Ich werde weder mit Massen von Dateien überschwemmt noch muss ich erst nach dem Unterordner suchen, um sie einem Kontext zuzuordnen.

So geht’s

TorchFS setzt zunächst MacFuse voraus, eine Erweiterung für Mac OS X, die zusätzliche Dateisysteme einbindet. Sie lässt sich kostenlos herunterladen, VMware-Anwender haben sie vielleicht bereits installiert.

Auf die Installation von MacFuse folgt der Download von TorchFS. Das Programm verschiebt man in den Programme-Ordner. Beim Start der Software öffnet sich ein Image-File, das eine Reihe von Standard-Suchen sowie alle im Finder unter Suche aufgelisteten anzeigt. Sie lassen sich mit der Maus auch unter Orte ablegen.

Wer neue TorchFS-Ordner anlegen will, ruft zunächst das Ablage-Menü des Finders auf und wählt dort den Eintrag Neuer intelligenter Ordner. Sodann gibt er die gewünschten Suchkriterien ein – neue lassen sich mit dem Plus-Zeichen am rechten Leistenrand hinzufügen. Nach dem Speichern der Suche öffnet man TorchFS, fertig.

Fazit

Ein abschließendes Urteil möchte ich bei dieser Software noch nicht wagen, dafür habe ich sie noch nicht lange genug im Einsatz. Mein Bauch allerdings sagt mir, dass ich die intelligenten Ordner in Mac OS X bislang kaum benutzt habe, weil mir die Unterordner fehlten. Vielleicht habe ich ja nur auf TorchFS gewartet.

Rund 250 Kilobyte Download – mindestens Mac OS 10.5 – englisch – kostenlos.

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