Dateien suchen auf dem Mac: Tembo wird deutsch

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Es ist ja doch nicht immer alles sorgfältig aufgeräumt, auf dem Mac. Wo ist nochmal das PDF mit der Anleitung zur Fotokamera? Im Bilder-Ordner, bei den Dokumenten oder gar in einem Mailanhang? Ein schneller Weg für das Finden von Dateien läuft häufig über die OS X-Suchfunktion Spotlight. Tembo will diese übertreffen – wir haben es ausprobiert.

* spricht nun deutsch. Das Update in dieser Woche brachte nicht viel Neuerungen, aber diesen zentralen Punkt.

Das Suchprogramm will die Funktionen des Mac-Betriebssystems übertreffen, in dem es möglichst schnell zu der gesuchten Datei leitet. Wie soll das gehen? “Ein wichtiges Tool hierbei sind die Gruppen. Diese strukturieren die Suchresultate.”, erklärt mir Pierre Bernard von Houdah Software s.à r.l. “Der Seitenbalken stellt ein paar einfache, aber sehr effektive Optionen so dar, dass nur wenige Klicks nötig sind, um eine Suche zu konfigurieren.”

Die Entwickler unterteilten die Suche dafür in zwei Stufen:

  1. Grobe Suche nach Dateiname oder Inhalt.
  2. Verfeinern der Resultate mit kontexstspezifischen Filtern.

Das klingt kompliziert, ist es aber nicht. Der erste Schritt läuft im Prinzip wie im Finder ab: Ich gebe einen Suchbegriff (zum Beispiel Leica X1) in die Zeile der Software ein. Natürlich startet der Suchvorgang schon während der Eingabe. Wenn ich meine gesuchte Datei noch nicht angezeigt sehe, kann ich in der rechten Spalte das Suchergebnis spezifizieren (Datum, Speicherort). Oder ich klicke die gewünschte Kategorie (Bilder, PDF-Dokumente, Nachrichten etc.) an. Hier erhalte ich auf Wunsch Vorschaubilder, und je nach Dateityp weitere Filtermöglichkeiten.

Bei Fotos werden mir Bildgrößen angezeigt, bei PDFs die Autoren der vorausgewählten Dokumente, bei Musik Künstler und Dateityp, bei Nachrichten der Betreff, Absender und Empfänger und so weiter.

In den Einstellungen können Anpassungen, Einschränkungen, Reihenfolgen und ähnliches den persönlichen Vorlieben angepasst werden. Die Voreinstellungen gefallen mir aber schon ganz gut.

Bis zu 2.500 Ergebnisse könnte das Programm übrigens anzeigen. Sie basieren auf dem Spotlight Index. Das heißt, es können alle Dateien angezeigt werden, die auch der OS X-Bestandteil aufführt.

Hier ein Vergleich der Ansichten von Spotlight/Finder links mit Cover Flow, und rechts das übersichtliche Tembo:

Tembo enthält zwar keine Lion-spezifischen Eigenschaften, ist aber laut Entwickler auf dem kommenden OS X 10.7 voll funktionsfähig.

Fazit

Nach einem kurzen Test ist klar: Tembo (erhältlich im *) ist übersichtlich, angenehm zu bedienen und wird sicher noch öfters Einsatz auf meinem Rechner finden. Schön, dass es die Mac App jetzt auch auf deutsch gibt. Cover Flow-Fans kommen allerdings nicht auf ihre Kosten.

Wer suchet, der findet mit Tembo. 4 von 5 Sterne.

Vorteile
+ übersichtliche Oberfläche
+ Filtermöglichkeiten per Klick
+ Tastenkürzel für formatspezifische Suche
+ weitere Einstellungen

Nachteile
- Ein Fenster mehr auf dem Desktop
- keine Cover Flow-Vorschau

macnews.de-Wertung: 4 von 5 Sterne

Zusammenfassung Tembo:
Entwickler: Houdah Software s.à r.l.
Preis: 11,99 Euro im Mac App Store*
Systemvoraussetzungen: mindestens OS X 10.6.6
Alternativen:

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