Nimm das, Call of Duty: Rise of the Triad zeigt euch, wie langweilig Shooter sind

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Ich will ganz ehrlich sein: Als Rise of the Triad ursprünglich erschien, war ich drei Jahre alt und noch nicht der unbesiegbar gute E-Sports-Meister mit den Reflexen eines südafrikanischen Leoparden, der ich heute bin. Ok, ja, Letzteres war gelogen. Ich kann mit den Multiplayer-Modi von Call of Duty, Battlefield und co. herzlich wenig anfangen. Das Remake des 1994 erschienenen Spiels scheint genau diesen Spielen jedoch den Mittelfinger entgegen zu recken und mich förmlich anzuschreien: “Schau her! Ich bin anders!”

Nimm das, Call of Duty: Rise of the Triad zeigt euch, wie langweilig Shooter sind

Und das ist deshalb so bemerkenswert, weil diese Art von schnellem Gameplay bis vor einigen Jahren noch der Standard im Shooter-Genre war. Seitdem jeder Shooter nun jedoch auch auf der aktuellen Konsolengeneration spielbar sein muss, sind Spiele mit solch einer Geschwindigkeit schlicht nicht mehr möglich: In der Zeit, in der ich mich mit meinem Controller um 180 Grad gedreht habe, bin ich in Rise of the Triad schon drei Mal um die Map gerannt.

Bevor ich die 18 Minuten Gameplay selbst gesehen habe, war ich mir gar nicht so richtig darüber im Klaren, wie sehr ich die lächerlich schnellen Ego-Shooter, in denen man mit einem Rocketjump über die halbe Map fliegen und währenddessen noch fünfzehn Multikills einsacken konnte, vermisst habe.

Obwohl das Video viel verspricht, erwarte ich aber erst einmal nicht zu viel. Das Spiel wird nämlich von Apogee Software gepublished…und die waren bis 2008 noch als 3D Realms bekannt. Ja, der Laden, der Duke Nukem Forever so spektakulär in den Sand setzte und das Spiel zur Veröffentlichung an Gearbox abgeben musste.

Das Team, dass am Original von 1994 gearbeitet hat, ist nun größtenteils nicht mehr dabei, stattdessen wir Rise of the Triad vom dänischen Studio Interceptor entwickelt, die bisher lediglich durch iOS-Umsetzungen von Duke Nukem 2 und Duke Nukem 3D bekannt wurden. Den Beweis, dass es einen Mehrspieler-Shooter dieser Größe selbst stemmen kann, muss das Studio erst noch erbringen.

Übrigens: Weil da Original vor knapp 20 Jahren in Deutschland indiziert wurde, wird das Remake hierzulande unter dem – ja, ich sage es – generischen Namen “Hunt” erscheinen. Bis auf den Namen wird jedoch das gleiche Spiel dahinter stecken.

Rise of the Triad/Hunt wird “demnächst” auf Steam und GoG.com erhältlich sein. Die Entwickler versprechen, dass die Vorverkäufe bald losgehen sollen.

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