Steam: Neues Feature soll Review-Bombing transparenter machen

Alexander Gehlsdorf

Ist ein Spiel wirklich schlecht oder sorgte lediglich eine kurzzeitige Kontroverse für negative Steam-Wertungen? Ein neues Feature soll für Klarheit sorgen.

Steam steckt übrigens voller versteckter und hilfreicher Optionen:

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Das sogenannte Review-Bombing hat sich in den letzten Monaten zu einer effektiven Protestform entwickelt, die jedoch nicht nur Vorteile hat. Zwar verschaffen sich enttäuschte Spieler auf diese Weise Gehör, allerdings basiert die konkrete Kritik in der Regel auf externen Einflüssen und spiegelt nicht die tatsächliche Qualität des bewerteten Spiels wider. Aus diesem Grund sind die Steam-Rezensionen ab sofort transparenter geworden.

Steam_Review_Graph

So hast du jetzt die Möglichkeit, dir oberhalb der Reviews einen Graphen einblenden zu lassen, der die Reviews im Verlauf der Zeit darstellt. Dadurch wird sichtbar, in welchem Zeitraum ein Spiel etwa besonders viele gute oder negative Wertungen erhielt.

Inbesondere Spieleentwickler sind von dem neuen System jedoch noch nicht überzeugt, da es lediglich die Symptome des Review-Bombings bekämpft und somit keine langfristige Lösung darstellt, sondern die Verantwortung an die Expertise der Spieler abgibt.

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Zuletzt erhielt unter anderem Firewatch zahlreiche negative Rezensionen, nachdem YouTuber PewDiePie in einen privaten Streit mit dem Entwickler geriet. Dota 2 hingegen erhielt negative Wertungen, da die Fans dadurch ihren Frust über das noch immer nicht erschienenen Half-Life 3 öffentlich machen wollten. Einer der größten Erfolge des Review-Bombing war die Wiedereinführung des Modding-Tools OpenIV. Der ursprüngliche Verbot des Tools sorgte vorübergehend für vernichtende Wertung des Open-World-Hits GTA 5.

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