Steuer-Spar-Erklärung 2013 (Mac) im Test: Hilfe für Jedermann

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Steuer-Spar-Erklärung 2013 ist eine Software der Akademischen Arbeitsgemeinschaft für die Erstellung der Einkommensteuererklärung. Bereitet sie mit Fachchinesisch Kopfzerbrechen oder bietet sie eine Hilfe für Jedermann? Wir haben die Mac-Version getestet.

Wer eine Steuererklärung machen will oder muss, muss dies bis zum 31.05. erledigen. Software kann wertvolle Unterstützung bieten: Sie fragt relevante Daten ab, überprüft sie auf Unstimmigkeiten und stellt nicht zuletzt die Verbindung zum Finanzamt (Elster...) dar. Die Einkommensteuererklärung wird also direkt aus der Software an das Amt geschickt. Ist der Nutzer nicht authentifiziert, kommt er um einen Ausdruck dennoch nicht herum.

Klar, wen man seine Steuererklärung übergibt, dem muss man vertrauen. Die Steuer-Spar-Erklärung der Akademischen Arbeitsgemeinschaft hat sich in den vergangenen Jahren eine guten Ruf erarbeitet, nicht zuletzt durch das gute Abschneiden bei der Stiftung Warentest.

Steuer-Spar-Erklärung 2013: Neuerungen

Zunächst einmal der Hinweis: Bei den meisten Steuerprogrammen bedeutet die Jahreszahl 2013, dass sie den Steuerfall 2012 bearbeitet – so auch bei der Steuer-Spar-Erklärung. Wir haben die Version für Selbständige vorliegen, die im Vergleich zur Normal-Version ein paar Optionen mehr bietet.

 

Für die neue Version hat der Entwickler das Layout modifiziert: reduzierter und strukturierter sollte es werden. Und übersichtlich ist es in der Tat. Aufgrund der großen Zahl an Themen muss man nach einzelnen Punkten dennoch etwas suchen.

Neu ist zudem ein Beleg-Manager. Hier werden Quittungen verzeichnet und mit der Steuererklärung verknüpft.

Einfache Bedienung, Tipps und gute Kontrolle

Die Steuer-Spar-Erklärung 2013 bietet verschiedene Wege, die Einkommensteuererklärung zu erstellen. Mit dem „roten Faden“ arbeitet man sich Schritt für Schritt durch – besonders interessant für Neulinge.

Wer Daten aus dem Vorjahr importiert, kann seine Steuererklärung einfach an das neue Jahr anpassen. Sehr sinnvoll: Bei Fertigstellung warnt die Software, welche Punkte noch im Ursprungszustand sind. So wies mich die Software glatt auf zwei versteckte Notizen an das Finanzamt hin, die ich tatsächlich noch aktualisieren musste. Ein Vergleich mit den Vorjahresdaten kann helfen, Fehler aufzudecken.

Zu jedem Thema werden die wichtigsten Tipps und Eingabevorschläge in der rechten Spalte aufgeführt – und zwar sehr verständlich. Nur in zwei Ausnahmesituationen musste ich Google für die Klärung einer Frage bemühen.

Zuverlässigkeit der Software

Im Mac App Store beschwert sich ein Anwender, dass er einen erstellten Steuerfall nicht erneut öffnen kann. Wir haben zwar nicht die Software aus dem Mac App Store, hatten aber ein ähnliches Problem. Lösung: Den vorgegebenen Speicherort der Daten nicht verändern, also den Steuerfall in Dokumente/Steuerfälle belassen. Das ist unschön, viele Nutzer wählen wahrscheinlich lieber weitere Unterordner. Sofern der Bug nicht bald gefixt wird, müssen wir während der Arbeit an der Steuererklärung den Dateiordner an dieser Stelle belassen.

Ein weiterer Fehler ist uns aufgefallen: Beim Absenden der Daten an das Finanzamt konnte Steuer-Spar-Erklärung zunächst keine Verbindung erstellen. Nach einem Neustart der App funktionierte es. Ansonsten lief die Software bei uns ohne Probleme oder Abstürze.

Sehr löblich: Für die Software gibt es von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft eine kostenlose Support-Rufnummer, über die Hilfe zu Installation, Dateiimport, Programmbedienung gegeben wird.

Versionen und Preise der Steuer-Software für Mac

Der Verlag stellt mehrere Ausführungen der Software bereit. Neben der normalen Version gibt es eine Plus-Paket, mit der der Zugriff auf 1000 Steuertipps geboten wird. Noch umfangreicher ist die uns vorliegende Version für Selbständige, die deren Fragen ebenfalls klären will. Die Anbieter-Webseite bietet einen Überblick.

Es gibt drei Möglichkeiten, um an Steuer-Spar-Erklärung zu gelangen:

Download im App Store
Der bekannt-bequeme Vertriebsweg, für die meisten Mac-Besitzer wahrscheinlich die erste Wahl:

Steuer-Spar-Erklärung 2013 (AppStore Link)
QR-Code
Steuer-Spar-Erklärung 2013
| Preis: 29,99 €

Download von der Herstellerseite
Preis: 29,95 Euro. Wer auch die Folgeversion möchte, fährt mit dem Spar-Abonnement günstiger (24,95 Euro).

Box-Version
Die CD-Rom gibt es im Fachhandel. Bei Amazon kostet sie aktuell  – also etwas weniger als der Download.

Nochmal der Hinweis: 2013 bearbeitet Steuerfälle von 2012. Die Steuer-Spar-Erklärung 2012 bezieht sich auf 2011!

Fazit Steuer-Spar-Erklärung im Test

Die Berührungsängste vor der Einkommensteuererklärung sind meist größer, als sie es verdient hat: Auch die traditionellen Formulare der Finanzbehörden (als Software leider nicht für Mac verfügbar) sind schaffbar. Argumente für die Steuer-Spar-Erklärung 2013 gibt es dennoch:

+ Die Hemmschwelle für die Steuer-Bearbeitung ist niedriger.
+ Vorschläge für Eingaben werden unterbreitet.
+ Die Software-Bestandteile helfen bei Berechnungen.
+ Durch Erläuterungen gibt es weniger Unklarheiten.
+ Zwischen Einzelabrechnungen und Pauschalen wird abgewogen.

Otto-Normalbearbeiter hätte nicht jeden Punkt und Paragraph selbst auf dem Schirm. Somit lässt sich ein Teil des Kaufpreises (oder sogar deutlich mehr) durch die Steuererstattung „einsparen“.

Perfekt ist die Steuer-Spar-Erklärung dennoch nicht:

- Für einzelne Informationen müssen wir in den Browser wechseln
- Tiefergehende Informationen zu einzelnen Sachverhalten gibt es nur über den kostenpflichtigen Login bei Steuertipps.de.

Gesamturteil: Die Steuer-Spar-Erklärung 2013 liefert Hilfe für jeden, der eine (komplexere) Einkommensteuererklärung anfertigen muss. Wir können ganz klar einen „Kauftipp“ vergeben.

Link-Sammlung:

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Weitere Themen: Mac OS X 10.8 Mountain Lion , Mac OS X 10.6 Snow Leopard, Mac OS X 10.7 Lion, Akademische Arbeitsgemeinschaft


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