VeraCrypt

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Ein neues Verschlüsselungsprogramm steht bereit! Das kostenlose VeraCrypt beruht auf dem eingestellten TrueCrypt, soll aber noch sicherer sein. Die französischen Hersteller erklären das u.a. mit der deutlich erhöhten Zahl von Verschlüsselungs-Wiederholungen. Das macht VeraCrypt beim Öffnen eines verschlüsselten Containers minimal langsamer, hat aber keine Auswirkungen während der Arbeit mit den Daten.

Wichtige Windows-Sicherheitstools

Wer TrueCrypt kennt, wird sich im TrueCrypt-Nachfolger VeraCrypt sofort zurechtfinden. Die Bedienung und die Oberfläche sind so identisch zu TrueCrypt, dass Euch hier sogar unsere ultimative TrueCrypt-Anleitung als Handbuch dienen kann. Nichtsdestotrotz sind die Speicherformate beider Programme nicht zueinander kompatibel. Wer also darauf gehofft hat, seine alten TrueCrypt-Container weiter mit einem aktuellen Programm nutzen zu können, den müssen wir leider enttäuschen. Aber es spricht ja nichts dagegen, die Daten in einen neuen, sichereren Container im VeraCrypt-Format zu überführen.

VeraCrypt – TrueCrypt-Nachfolger mit regelmäßigen Updates

Bereits während der Installation können wir zwischen Install und Extract wählen. Letzteres sorgt dafür, dass VeraCrypt als portables Programm genutzt werden kann. Allerdings ist es dann nicht möglich, Systempartitionen komplett zu verschlüsseln.

Wie schon TrueCrypt wird auch VeraCrypt als Freeware verteilt. Das Programm gibt es, neben der Windows-Version, auch für Mac OS X sowie für Linux.

Die deutlich erweiterte Sicherheitsstufe soll VeraCrypt immun gegen sogenannte Brute Force-Angriffe machen, bei denen mit purer Rechenpower versucht werden soll, in unzähligen Versuchen den Schlüssel zu knacken. Während TrueCrypt etwa 1.000 Iterationen beim Verschlüsseln einer Systempartition nutzt, verwendet VeraCrypt hier bereits 327661 Wiederholungen. Bei “normalen Containern” hatte TrueCrypt 2.000 Iterationen zu bieten. Je nach Hash-Methode setzt VeraCrypt dabei bis zu 500.000(!) Iterationen ein. Das soll sicherstellen, dass auch Riesenrechner so einen Container nicht durch einfaches Probieren knacken können. Was natürlich nichts daran ändert, dass man auch hier ein anständig langes Passwort nehmen soll und es nirgends herumliegen lässt.

veracrypt-volume

Diese höhere Sicherheit schlägt sich tatsächlich in einem langsameren Öffnungsprozess nieder. Ein Container mit entsprechend starker Verschlüsselung braucht merkbar länger, bis das neue Laufwerk eingebunden wurde. Doch danach unterscheidet sich die Arbeit mit dem Programm gar nicht.

Wie auch TrueCrypt bietet VeraCrypt

  • Verschlüsselung von Systemfestplatten
  • Verschlüsselte Container
  • Versteckte Container
  • Automatisches Trennen von geöffneten Containern bei Benutzerabmeldung, ausbleibendem Zugriff oder Start des Bildschirmschoners
  • Schlüsseldateien

Einige Features funktionieren allerdings nur dann, wenn man den (standardmäßig aktivierten) VeraCrypt-Hintergrunddienst aktiviert hat. Aus Sicherheitsgründen sollte man das so lassen, wenn man das Programm regelmäßig nutzt.

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