VLC für iOS könnte verschwinden

Florian Matthey
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Die iOS Version des Open-Source-Mediaplayers VLC könnte wieder aus dem App Store verschwinden. Grund dafür ist nicht etwa, dass die Entwickler bei Apple in Ungnade gefallen wären – stattdessen haben die Entwickler selbst bei Apple beantragt, den Player zu entfernen. Ein Vertrieb über den restriktiven App Store entspreche nicht der GNU Public License (GPL).

Die VLC-Lizenz sieht nicht nur vor, dass der Player kostenlos zu haben ist, sondern nach den Regeln der GPL auch, dass der Quellcode offen bleibt und andere an dem Projekt mitarbeiten können. Deshalb müsse der Vertrieb der Software ohne Einschränkungen bleiben, so dass jeder Benutzer die Software an jeden anderen Benutzer zu den gleichen Bedingungen weitergeben kann.

Dem VLC-Entwickler Rémi Denis-Courmont ist unter anderem die Tatsache, dass Apple ein digitales Rechte-Management (DRM) benutzt, das die Weitergabe von Benutzer zu Benutzer verhindert, ein Dorn im Auge. Deswegen habe er sich an Apple gewandt, um wegen einer Verletzung der Lizenzbestimmungen den Player aus dem App Store löschen zu lassen, wie er in einer E-Mail an die VLC-Entwicklerliste erklärt.

Der VLC Media Player* im App Store basiert zwar auf dem Ursprungsprojekt, stammt aber von dem unabhängigen Entwickler Applidium, der die Software für das iOS portierte. Bisher hat Apple aber nicht auf die Beschwerde reagiert: Die App lässt sich weiterhin herunterladen.

Weitere Themen: iOS, VideoLAN

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