Kommentar: Microsoft versagt bei Windows- & Update-Bezeichnungen

Robert Schanze
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Microsoft bekommt es einfach nicht hin, seine Produkte vernünftig zu benennen. Beginnen wir einfach mal mit dem Beispiel Windows-Updates.

Kommentar: Microsoft versagt bei Windows- & Update-Bezeichnungen

Kommentar: Microsoft versagt bei Windows-Bezeichnungen

Ich frage mich ernsthaft, ob Microsoft seine Kunden absichtlich verwirren möchte, denn die Windows-10-Updates heißen fürchterlich.

Die Windows-10-Updates heißen fürchterlich

In chronologischer Reihenfolge:

  1. Windows 10 November Update
  2. Windows 10 Anniversary Update
  3. Windows 10 Creators Update
  4. Windows 10 Fall Creators Update

Wenn man im November 2017 nach der Installation von neuen Windows-Updates liest, dass Microsoft keine Updates mehr für das „Windows 10 November Update“ veröffentlicht, ist die Verwirrung perfekt. Aber halt, das „Windows 10 November Update“ wurde ja 2015 veröffentlicht, wie wir natürlich alle wissen *hust*. Dann muss das wohl gemeint sein. Dumm, dass wir jedes Jahr einen November haben. Das hätte Microsoft aber eigentlich wissen können.

Selbst die eigenen Microsoft-Mitarbeiter, gehen auf dem offiziellen Skype-Blog davon aus, dass das November Update im Jahr 2016 veröffentlicht wurde:

„Anniversary Update“ lässt sich noch verkraften, aber warum heißt das dritte große Update fast genauso wie das vierte? Kein Wunder, dass sich Nutzer fragen, warum bei ihnen ein bestimmtes Feature in Windows 10 fehlt, wenn sie auf dem Stand des „Creator Update“ sind, aber die neue Funktion erst im „Fall Creators Update“ enthalten ist.

Warum nicht „Creators Update 1“, „Creators Update 2“ etc.? Man hätte auch einfach die Redstone-Bezeichnungen übernehmen können: Redstone 1, Redstone 2, Redstone 3, … Da wüsste man, welches Update nach welchem kam.

Ich rate mal, wie zukünftige Windows-Updates heißen könnten, um dem Trend treu zu bleiben:

  • Windows 10 Fall Fall Creators Update
  • Windows 10 Fall Creators Update Spring Update
  • Windows 10 Update that comes after the Update and before the other Updates

Microsoft war noch nie gut, Dinge zu bezeichnen

Selbst bei seinem Betriebssystem war Microsoft nicht konsistent:

Betriebssystem-Version Kommentar
Windows 3.1 Soweit so gut. Beginnen wir mit Version 3.1.
Windows 95 Wow, was für ein Versionssprung! Ach nein, damit war das Jahr 1995 wohl gemeint.
Windows 98 Also das Jahr 1998?
Windows 2000 Das Jahr 2000. Schön übersichtlich …
Windows ME Was zum? Wo war das Jahr „ME“? Achso, das steht für „Millennium“. Aber ist das nicht das Windows 2000?
Windows XP XP??? Steht für „Experience“ Aha.
Windows Vista Reden wir nicht drüber.
Windows 7 Endlich wieder Zahlen, da kenne ich mich aus!
Windows 8 Ah, Chronologie, nach der 7 kommt bekanntlich die 8…
Windows 10 …und nach der 8 die 10… moment… … …bin dann mal im Keller schreien….

Tipp: Darum musste Microsoft Windows 9 überspringen

Mir ist klar, dass neue Produkte immer aufregend klingen müssen, um gut vermarktet werden zu können. Aber selbst bestehende Produkte benennt Microsoft gerne mal um, damit man sich als Nutzer nie sicher sein kann, ob es das Produkt, was man im Kopf hat, überhaupt noch in der Form gibt.

Bestehende Produkte werden immer wieder umbenannt

Der Windows Store in Windows 10 heißt nun Microsoft Store. Sehr gut! Dann weiß man wenigstens nicht mehr, ob man den App Store aus Windows 10 meint, den man wohl in der Regel für App-Downloads benutzt hat, oder den Microsoft Store im Sinne des Geschäfts, wo man auch Hardware von Microsoft einkaufen kann. Auf der anderen Seite: So viele Nutzer hat der ehemalige Windows Store ja auch nicht. Von daher, wird es wohl kaum jemanden interessieren.

Das ganze Schema zieht sich durch Microsofts Vergangenheit:

  • Microsoft Passport > .NET Passport > Windows Live ID > Microsoft Account
  • Windows Mobile -> Windows Phone 7 Serie > Windows 10 Mobile
  • MSN Music > Zune > Xbox Music > Groove Music > ….uuund eingestellt.

Fazit

@Microsoft: Bitte denkt euch Produktbezeichnungen aus der Sicht der Nutzer aus – also die bei Nutzern keine Verwirrung, sondern Verständnis hervorrufen. Denn eure Produktbezeichnungen verstehe ich nicht.

Linux Mint benennt seine Betriebssystem-Versionen beispielsweise alphabetisch nach weiblichen Vornamen:

  • Linux Mint 14 Nadia
  • Linux Mint 15 Olivia
  • Linux Mint 16 Petra

Microsoft könnte auf klassische Deutsche Männernamen bauen, wie „Windows 10 Harald“, „Windows 10 Ingo“, „Windows 10 Jochen“ und „Windows 10 Klaus“.

Anmerkung: Die in diesem Artikel ausgedrückten Ansichten und Meinungen sind die des Autors und stellen nicht zwingend den Standpunkt der GIGA-Redaktion dar.

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