Offiziell laufen die neuesten Kaby-Lake-Prozessoren der 7. Generation von Intel nur unter Windows 10. Einige Mainboard-Hersteller stellen nun aber Treiber für Windows 7 zum Download bereit und umgehen damit die Restriktionen, die Intel und Microsoft vorgeben.

Intel „Kaby Lake“: Core-i-Prozessoren der 7. Generation
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Windows-7-Treiber für Kaby-Lake-Prozessoren

Microsoft und Intel versuchen Windows 10 weiter in den Fokus zu rücken und haben deswegen beschlossen, dass die Kaby-Lake-Prozessoren der 7. Generation nur mit dem neuen Betriebssystem laufen. Das scheint diversen Mainboard-Herstellern nicht zu gefallen, sodass diese nun eigenmächtig Treiber für Windows 7 veröffentlicht haben und damit die neuesten Prozessoren unterstützen. Der Treiber basiert auf einer Version für Windows Server 2008, der eigentlich nur für den professionellen Einsatz gedacht ist.

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Mit an Bord sind Asrock, Asus, Gigabyte und MSI, die einen entsprechenden Grafiktreiber in der Version 21.20.16.4508 auf den Support-Seiten hochgeladen haben und zum Download anbieten. Darüber lässt sich ein Kaby-Lake-Prozessor unter Windows 7 verwenden – wenn auch nicht komplett ohne Einschränkungen.

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Erste Gehversuche mit dem Kaby-Lake-Treiber unter Windows 7

Ein Test von heise hat nämlich ergeben, dass die grundsätzliche Nutzung unter Windows 7 möglich ist. Getestet wurde dabei ein Asus-Mainboard mit Z270-Chipsatz und dem Intel-Prozessor Core i3-7100. Der Treiber ermöglicht beispielsweise den Betrieb eines 4K-Monitors mit 60 Hz am DisplayPort. Der Ton wird wie gewünscht per HDMI oder DisplayPort ausgegeben. Es funktionieren auch die 3D-Beschleunigung und OpenGL 4.4. Die Nachteile spürt man trotzdem teilweise im Gebrauch, denn es gibt ab und zu Darstellungsfehler, im Google-Chrome-Browser wird der VP9-Decoder nicht unterstützt, wobei 4K-Videos trotzdem laufen. Der Prozessor wird dabei aber mit 50 Prozent sehr stark belastet.

Ansonsten steht der Nutzung von Kaby-Lake-Prozessoren unter Windows 7 nichts im Wege. Intel und Microsoft werden nicht viel dagegen unternehmen können, auch wenn es ihnen wahrscheinlich nicht gefällt. Wer unbedingt an Windows 7 festhalten aber neue Hardware nutzen möchte, hat nun die Möglichkeiten dazu. Wirklich empfehlen würden wir das aber nicht.

via golem

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