Sicher surfen: 10 Tipps für mehr Sicherheit im Netz

Paul Henkel

Wer im Internet unterwegs ist sollte, seinen Rechner vor Angriffen schützen. Das wissen wir. In der Theorie. In der Praxis ist man dann doch manchmal nachlässig. Wir haben 10 Tipps zusammengestellt, anhand derer ihr prüfen könnt, wie es um eure Sicherheit beim Surfen  steht.

Sicher surfen: 10 Tipps für mehr Sicherheit im Netz

10 Tipps für sicheres Surfen

1. Virenscanner aktuell halten

Die Basis für sicheres Surfen ist ein Virenscanner. Er kann kostenpflichtig sein, muss es aber nicht. Es gibt auch kostenlose Anbieter wie AVG oder Avira, die gute Anwendungen liefern. Was keine Glaubensfrage ist: Der Scanner sollte immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Update-Aufforderungen also nicht wegklicken, sondern bestätigen!

2. Firewalls nutzen

Firewalls gehören mittlerweile auch fast zur Grundausrüstung eines jeden Computers. Auch hier gilt: Firewall-Updates immer durchführen. Und: Man sollte nicht mehrere Firewalls installiert haben. Sie können sich gegenseitig behindern. Das gilt im Übrigen auch für Anti-Virenprogramme. Hier gilt der Spruch: Weniger ist mehr. Lest bei uns, wie ihr die Windows-Firewall aktivieren und deaktivieren könnt.

3. Software nur von vertrauenswürdigen Quellen herunterladen

In der Theorie wissen wir, dass man nicht von unseriösen Seiten lädt, in der Praxis ist die Abgrenzung teilweise schwierig. Nicht immer ist auf den ersten Blick ersichtlich, ob es sich um eine Seite mit zweifelhafter Absicht handelt. Manchmal ist man froh, dass man ein tolles kostenloses Tool gefunden hat, aber gerade unter Freeware-Anbietern tummeln sich schwarze Schafe. Im Zweifel: Software nicht herunterladen, sondern sich auf bekannte Plattformen beschränken.

4. Software und Browser aktuell halten

Auch Browser und Software sollten regelmäßig geupdated werden. Sicherheitslücken von Programmen, können so zeitnah geschlossen werden.

5. Keine Links in unbekannten Nachrichten und Mails anklicken

Früher haben sich Angreifer auf der Versenden von infizierten Mailanhängen gestürzt. Heute stehen betrügerische Links, die in Mails versendet werden, fast höher im Kurs bei den Internetkriminellen. Auch bei Messengern und sozialen Netzwerke sollte man vorsichtig sein mit Links und Dateien, die von unbekannten Kontakten geschickt werden.

6. Sichere Passworte verwenden

Immer mehr kann online erledgit werden und so landen auch immer mehr private Informationen – einschließlich Kontodaten – im Netz. Umso wichtiger, Benutzerkonten mit sicheren Passworten zu schützen. Wie ihr ein sicheres Passwort wählt, haben wir in der  Anleitung “Sicheres Passwort: die besten Tipps und Merkhilfen“ beschrieben.

7. Sicherheitseinstellungen  im Browser anpassen

Browser bieten verschiedene vorkonfigurierte Sicherheitsstufen an. Probiert aus, den Schutz zu erhöhen.Wenn ihr dadurch bei eurer Arbeit nicht behindert werdet, empfiehlt es sich, diese höhere Stufe beizubehalten. Man kann zum Beispiel beim Internet Explorer Websites auch verschiedenen Sicherheitszonen zuweisen und damti den Schutz erhöhen.

8. Freigaben bei Windows-Rechnern zurücknehmen

Unter Windows besteht die Möglichkeit, dass man anderen Nutzern die Berechtigung erteilt, auf Laufwerke oder Dateien im Netzwerk zuzugreifen. Diese Option sollte man prüfen und gegebenenfalls die Freigabe zurücknehmen. Angreifer können diese Funktion nutzen, um Viren und Würmer ins System zu schleusen.

9. Mit eingeschränktem Benutzerkonto arbeiten

Standardmäßig arbeitet man als Administrator an seinem Rechner mit weitreichenden Rechten, um Systemeinstellungen anzupassen. Diese Berechtigung führt dazu, dass Viren, die aus dem Netz ins System einfallen, potenziell auch diese Berechtigungen ausnutzen können. Mit verheerenden Folgen. Wer  für seine tägliche Arbeit auf Administratorrechte verzichten kann, sollte dies tun. Er schließt damit ein Einfallstor für Gefahren aus dem Netz.

10. WLAN-Einstellungen anpassen

Wer über WLAn ins Netz geht, sollte darauf achten, dass sein Netzwerkschlüssel im WPA-Format vorliegt, nicht WEP nutzt. Letztere Verschlüsselung gilt als nicht mehr ausreichend. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme: Die Reichweite des Netzwerks verringern, indem man zum Beispiel spezielle Sekotrenantennen verwendet. Außerdem sollte man regelmäßig sein WLAN-Passwort ändern.

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Fazit: Sicher surfen

Es gibt sicher noch mehr Tipps, mit denen man die Sicherheit während des Surfens im Netz erhöhen kann. Diese Liste zielt nich auf Vollständigkeit. Sie animiert dazu, dass eigene Verhalten kritisch zu prüfen. Nicht alle Punkte muss jeder Nutzer abhaken. Einige Tipps sind eher für Fortgeschrittene (zum Beispiel 8., 10.), aber andere (1.-6.) sollte jeder Nutzer beherzigen, der im Web unterwegs ist.

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Weitere Themen: Avira Free Antivirus, AVG AntiVirus Free, Windows 8.1, Microsoft

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