Wohnzimmer-PC – Multimedia-Gerät HTPC

Henry Kasulke

Ein Wohnzimmer-PC, auch HTPC genannt, bietet euch die Funktionen von mehreren Geräten auf einmal. Verwendet einen PC – beispielsweise mit Steam OS oder Windows 8.1 –, verbindet ihn per HDMI-Kabel mit dem Fernseher und los geht's mit dem Multimedia-Erlebnis. Wir zeigen euch, mit welchen Komponenten ihr ein solches System erstellen könnt.

Wohnzimmer-PC – Multimedia-Gerät HTPC

Vorteile eines Wohnzimmer-Computers

In Wohnzimmern stehen häufig verschiedenste Geräte, die in der Summe recht viel Geld kosten können. DVD-Player, Blu-Ray-Player, Spielkonsolen wie die Playstation 4 oder die XBox 360, Streaming-Kisten wie Amazon Fire TV oder Apple TV gehören vielleicht auch bei euch zur Grundausstattung. Ein HTPC kann die Vorzüge solcher Geräte vereinen. Im Folgenden findet ihr eine Beispielkonfiguration für rund 1000 Euro (natürlich gibt es auch preiswertere Optionen mit geringerer Leistung).

Gehäuse und Mainboard

Nutzt Mini-ITX-Komponenten für Gehäuse und Mainboard, um möglichst kompakte Maße zu erreichen. Verwendet als Gehäuse den , der für rund 45 Euro erhältlich ist. Hier könnt ihr unter anderem ein Blu-Ray-Laufwerk einbauen und an der Vorderseite per USB-3.0 Superspeed-Elemente wie externe Harddisks anschließen.

Das Mini-ITX-Mainboard mit WLAN ist für 150 Euro verfügbar. Es unterstützt den 802.11ac-Standard und kann flotte 867 Mbit/s empfangen und senden. Das Board ist praktischerweise Bluetooth-fähig und kann somit Daten von weiteren Bluetooth-Geräten empfangen. Als Arbeitsspeicher nehmt ihr im Sinne von Tempo und Stabilität zwei Corsai-DDR3-1600-Module mit insgesamt 8 Gigabyte. Als Netzteil empfiehlt sich der preiswerte Cooler Master G550M für etwa 50 Euro.

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Prozessor und Grafikkarte

Als Prozessor enthält unser Beispiel ihr den Intel Core i3-4330 für ca. 125 Euro. Dieser bietet ein Tempo, mit dem das Betreiben einer hochwertigen Grafikkarte wie der MSI GTX760 OC Twin Frozr (Kosten: 220 Euro) möglich ist. Zwar ist eine solche Grafikkarte nicht günstig, aber steigert mit seiner hohen Qualität natürlich euer Multimedia-Vergnügen. Verwendet einen Kühler mit leisem doppeltem Lüfter, als Grafikchip ein Nvidia GTX 760 sowie 2 GB GDDR5-Speicher.

Festplatte mit 256 GB Speicherplatz

Als Festplatte verbaut ihr die Plextor-SSD PX-256M6S (Kosten: knapp 120 Euro), welche 256 GB Platz bereithält. Als weitere Komponenten könnt ihr entweder einen günstigen DVD-Brenner oder einen Blu-Ray-Drive einbauen. Ersteres reicht aus für die Einrichtung von Games, Letzteres ermöglicht den Einsatz eures HTPCs als 3-D-fähiges Gerät.

Receiver für Antennen- oder Satellitenempfang

Ihr könnt euren Wohnzimmer-PC optional mit einem Receiver-Modul versehen, um Antennen- oder Satellitenempfang zu ermöglichen. Damit spart ihr das Geld, welches ihr sonst für einen Receiver eures TV-Geräts zahlen müsstet. Mit bestimmter Software wird euer HTPC zu einem hochwertigen Empfänger von Antennen- und Satellitenkanälen.

Windows 8.1 vs. Steam OS

Windows 8.1 ist im Vergleich mit Windows 7 zeitgemäßer, flotter und besser für das Wohnzimmer ausgestattet. Ihr könnt eine Wireless-Tastatur verwenden, um auf den Windows-Startbildschirm zuzugreifen sowie Games und Multimedia-Anwendungen nutzen. Alternativ könnt ihr Steam OS als Betriebssystem einsetzen. Hinter Steam OS steht das Unternehmen Valve, einer der erfolgreichsten Anbieter von Computerspielen und künftig wohl auch Streams von Musik, Filmen und Fernsehsendungen. Somit bietet sich Steam OS ebenfalls an als Betriebssystem für eure heimische Multimedia-Station.

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Windows 8 Consumer Preview-Teaser - GIGA

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