Windows 8 bekommt eigenes Backup-System

Microsoft schreitet bei der Entwicklung von Windows 8 derzeit wohl mit großen Schritten voran. Die Erstausrüster (OEMs) werden schon mit einer Vorabversion bestückt, eine erste Beta für den Endnutzer könnte schon im September folgen. Auch immer mehr Details werden bekannt. So wird Windows 8 über ein Backup-System verfügen, das Apples Time Machine nachempfunden ist.

Die aktuelle Version 7971.0.110324-1900 steht den OEMs wie Hewlett Packard derzeit via Microsofts Connect zur Verfügung – einem Kanal, über den sich Entwickler mit Vorabversionen zu Testzwecken versorgen können. Leider wird für diesen ein Invite Code benötigt, so dass der Normalnutzer noch eine Weile auf eine richtige Beta warten muss. Immerhin gibt es immer mal wieder etwas neues zu berichten.

Das wäre in diesem Fall ein neues Backup-System. Bislang kennt man von Windows die Schattenkopien, die erstellt werden, um das Betriebssystem auf den Stand eines bestimmten Datums zurückzusetzen. Dieses wird mit dem so genannten History Vault nun auch auf alle anderen Dateien erweitert. Jeder Ordner, und sogar jede Datei, kann individuell mit Zeitstempeln versehen werden (wahrscheinlich auch intervallmäßig), so dass eine Datei zu einem späteren Zeitpunkt in ihren Ursprungszustand oder eine Zwischenversion zurückgesetzt werden kann. Ob die Schattenkopien lediglich lokal gespeichert werden, oder hier eine (naheliegende) Anbindung an Microsofts Cloud-Dienste bestehen wird, ist unbekannt. Apple arbeitet mit der Time Machine derzeit an einem Backup-System, das im Wesentlichen genau so funktioniert.

Im History Vault lässt sich der Urzustand von Dateien wiederherstellen.

Bereits bekannt ist, dass Microsoft mit Windows 8 stark auf 3D setzen wird. Das gesamte Nutzerinterface soll die Tiefe des Raumes nutzen. Darüber hinaus soll sich das Betriebssystem an die Nutzung des Besitzers gewöhnen. Windows 8 soll “lernen”, wie der Nutzer damit umgeht, und die Anordnung seiner Icons und die Ordnerstruktur dementsprechend anpassen.

Nun ist dies nicht jedermanns Sache, und die Erfahrung zeigt, dass solche lernfähigen Systeme auch nicht immer wirklich ausgereift sind. Deswegen wird es noch ein sekundäres Interface geben, welches in gewöhnlichem 2D daherkommt. Insgesamt wird es wohl ein wenig konservativer sein als die 3D-Oberfläche, doch auch hier muss sich der Nutzer umgewöhnen. Das derzeit Mosh genannte Interface arbeitet mit Kacheln, könnte also ähnlich aussehen wie die Oberfläche bei Microsofts Smartphone-OS Windows Phone 7.

Erfreulich wird wohl hingegen ein neues Boot-System, welches den Rechner in 3 – 6 Sekunden startet. Damit bewegt man sich wohl in den Gefilden von Tablets. Insofern wird es wohl nicht verwundern, wenn Windows vom Start weg in einer optimierten Version auf entsprechenden Geräten zu finden sein wird.

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