WordPress-Backup anlegen – Datenbank & Dateien sichern

Marco Kratzenberg

Ihr solltet vor jeder wichtigen Änderung und vor jedem Update ein WordPress-Backup anlegen, damit ihr nicht wichtige Daten verliert. Der eingebaute WordPress-Export sichert nicht alles. Darum empfehlen wir euch Plugins!

Bei jedem Update erinnert euch das CMS daran, dass ihr ein WordPress-Backup anlegen solltet, bevor ihr fortfahrt. Aber Hand aufs Herz: Macht ihr das? Dabei ist das durchaus zu empfehlen. Immer wieder kommt es durch Serverprobleme während eines Updates oder durch Fehler in Plugins zu Datenverlusten und Datenbankschäden. Auch Festplattenprobleme oder ein zu übereifriges Löschen können zu Schwierigkeiten führen.

WordPress hat eine Art eingebautes Backup – die sogenannte Exportfunktion. Sie sichert in einer XML-Datei Beiträge, Seiten, Kommentare und andere Inhalte, aber keine Bilder oder Datenbanken. Damit könnt ihr Vieles nicht retten und seid auch nicht in der Lage, mit WordPress umzuziehen. Doch zum Glück gibt es für alles ein Plugin.

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CMS Tutorial

WordPress-Backup mit Plugin

Erwartungsgemäß gibt es für das WordPress-Backup jede Menge Plugins. Sie bieten unterschiedliche Funktionen und ihr solltet bei der Suche darauf achten, dass das Plugin nicht nur ein Backup, sondern auch die Wiederherstellung (Restore) bietet. Die meisten Plugins lassen euch die gesicherten Daten auf eure Festplatte herunterladen. Es gibt aber beispielsweise auch Plugins, welche die Daten bei Dropbox speichern. Verständlicherweise verlangen die Programmierer Geld, wenn es um die sogenannten „Premium-Funktionen“ geht. Damit sind beispielsweise Backupziele in der Cloud oder zeitgesteuerte Backups gemeint. Wir stellen euch eine kostenlose, aber sehr effektive Lösung für ein WordPress-Backup vor.

WordPress-Backup mit dem -Plugin

Site Backup ist ein kostenloses, englischsprachiges Plugin für ein komplettes WordPress-Backup. Es sichert alle Datenbanken sowie alle Serverdateien. Unnötige Verzeichnisse könnt ihr ausschließen, um die Backups kleiner zu halten.

Das Plugin bietet:

  • Zeitgesteuerte Backups – gestaffelt von stündlich bis monatlich.
  • Backup mit einem Klick.
  • Wiederherstellung der Daten mit einem Klick.
  • Begrenzung der Anzahl, um etwa nur die letzten 10 Backups zu behalten.
  • Ausschließen unwichtiger Ordner.

So könnt ihr mit dem Plugin ein WordPress-Backup anlegen:

  1. Zuerst müsst ihr Site Backup downloaden.
  2. Anschließend könnt ihr das Plugin installieren und aktivieren.
  3. Danach befindet sich in der Menüleiste der Link „Site Backup“ mit den Unterpunkten Backup und Settings.
  4. Klickt auf Settings, um die Grundeinstellungen vorzunehmen.
  5. Um ein Backup der aktuellen Daten anzulegen, klickt im Menü auf Backup.
  6. Auf der Backup-Seite klickt oben auf den Button Backup now.

Daraufhin wird sofort ein aktuelles Backup angelegt, das nach kurzer Zeit in der Liste der vorhandenen Backups angezeigt wird. Die gesicherten Daten liegen auf dem Server im Unterordner wp-content/uploads/gb_site-backup/.

Aus der Liste der vorhandenen Backups heraus könnt ihr sie mit einem Klick auch wiederherstellen.

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WordPress-Backup manuell

Wenn ihr beim WordPress-Backup den Plugins nicht traut oder zu wenig freien Webspace habt, könnt ihr natürlich auch jederzeit ein manuelles Backup durchführen. Da ist zum einen die Option des oben bereits erwähnten Exports und Imports der Daten. Ihn erreicht ihr als Unterpunkte im Menü „Werkzeuge“. Allerdings werden dabei weder Bilder, noch Templates oder andere wichtige Dateien gesichert. Und die Datenbank lässt diese Funktion ganz außen vor.

Beim manuellen Backup müsst ihr überlegen, was genau ihr sichern wollt. Außerdem sind gewisse Grundkenntnisse im Umgang mit MySQL-Datenbanken Voraussetzung, denn ihr müsst in der Lage sein, die aktuelle Datenbank als SQL-Dump zu speichern und sie gegebenenfalls auch manuell wieder in die Datenbank einzuspielen.

Wenn das alles kein Problem für euch ist, dann sichert per FTP alle relevanten Dateien und legt euch eine Kopie der Datenbank auf der Festplatte ab. So habt ihr im Zweifelsfall die volle Kontrolle. Denkt aber daran, dass ihr nötigenfalls mehrere Versionen sichert und diese auch entsprechend kennzeichnet.

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