Wordpress installieren in 7 Schritten

Marco Kratzenberg

WordPress ist das am weitesten verbreitete Content Management System der Welt – nicht ohne Grund. Leistungsfähigkeit und einfache Bedienung müssen sich eben nicht ausschließen. Wir erklären, wie ihr WordPress installieren könnt, welche Voraussetzungen nötig sind und worauf ihr achten solltet.

Wordpress installieren in 7 Schritten

Erst einmal muss man WordPress downloaden. Alle folgenden Updates kommen auf Knopfdruck oder automatisch. Die Installationsdaten kommen als ZIP-Datei, die wir zuerst entpacken müssen. In dieser Datei befindet sich ein Ordner namens “wordpress”, der einige Unterordner und zahlreiche Dateien enthält.

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WordPress installieren: Die Vorbereitungen

Zuerst müsst ihr die gesamte Struktur innerhalb des Ordners “wordpress” ins root eures Servers kopieren – beziehungsweise in das Verzeichnis, auf das die Domaineinrichtung später verweist. Das sorgt dafür, dass ihr gleich unsere Webseite seht, wenn ihr die Domain aufruft. Würdet ihr den Ordner selbst ins root kopieren, müsstet ihr den Webauftritt z.B. über www.domain.de/wordpress aufrufen. Es sei denn, ihr hättet im Server-Backend das root nachträglich auf diesen Ordner gesetzt. Glaubt mir, meine Methode ist am unkompliziertesten!

Außerdem braucht ihr eine bereits eingerichtete MySQL-Datenbank und natürlich die Daten dazu. Also den Datenbank-Namen, den Benutzernamen, das Passwort sowie die Adresse des Datenbank-Servers. Dieser lautet bei den meisten Providern “localhost”, aber z.B. bei 1&1 hat er Adressen wie db123456789.db.1and1.com. So etwas erfahrt ihr bei Eurem Provider. Meist während des Anlegens einer Datenbank.

Die einfachste Möglichkeit ist, diese Angaben während der Konfiguration einzugeben. Alternativ kann man vor dem Upload die Datei wp-config-sample.php in wp-config.php umbenennen und mit einem Editor bearbeiten. Dann trägt man dort bereits alle Werte ein.

OK, alles hochgeladen? Die Datenbank-Daten sind bereit? Dann kann es losgehen! Im folgenden Kapitel erklären wir Schritt für Schritt, wie man WordPress installieren kann und geben dabei auch einige Tipps aus persönlicher Erfahrung.

WordPress installieren: Schritt für Schritt-Anleitung

  1. Nachdem ihr die Dateien und Verzeichnisse hochgeladen habt, ruft ihr einfach eure Domain auf. Dann wird die Installation von WordPress automatisch gestartet. Aus diesem Grund sollte man nicht zu lange warten, nachdem die Dateien auf den Server kopiert wurden, weil sonst nämlich jeder die Installation mit seinen Werten durchführen kann, der die Domain besucht.
  2. Ihr klickt auf den Button “Erstelle die Konfigurationsdatei”.
  3. Eine Hinweisseite listet auf, was ihr im nächsten Schritt alles eingeben müsst, um WordPress lauffähig zu installieren. Ihr klickt danach auf “Los geht’s!”.
  1. Nun seht ihr das Formular, in das ihr die bereitgelegten Daten eingeben müssen. Das sind eure Daten für die eingerichtete MySQL-Datenbank. Die braucht ihr nur einmal und sie haben nichts mit den Benutzerdaten eures späteren Internetauftritts zu tun.
    Tipp: Ganz unten steht als Tabellen-Präfix “wp_”. Das ist ein Standardwert, den ihr aus Sicherheitsgründen ändern solltet, um es Hackern schwerer zu machen. Nicht zu kreativ werden. Es reicht, wenn ihr ihn einfach ändert oder auf vier Buchstaben bringen. Zum Beispiel in “wphp_” für WordPress Homepage. Eben irgend etwas, dass man nicht einfach erraten kann.
    Nun nur noch auf “Senden” klicken.
  1. Jetzt testet das Installationsscript kurz, ob die Datenbank erreichbar ist und alle Angaben stimmen. Falls nicht, müsst ihr die Daten korrigieren. Ansonsten klickt jetzt einfach auf “Installation ausführen”.
  1. Wenn ihr nun endlich ein Formular mit der Überschrift “Willkommen” erreicht, ist es fast geschafft. Ein paar Daten müsst ihr noch eingeben. Unter anderem den Benutzernamen und das Passwort des Besitzers sowie dessen E-Mail-Adresse. Letztere wird benötigt, wenn man sein Passwort vergessen hat. Dahin sendet WordPress auch wichtige Mails, wie etwa Kommentarbenachrichtigungen.Tipp: Als Benutzernamen solltet ihr auf keinen Fall “admin” wählen. Das ist ein WordPress-Standard und der am häufigsten versuchte Name bei Hackversuchen. Und als Passwort etwas Vernünftiges und nicht das weltweite Lieblingspasswort “123456″!
  2. Nun wird als Abschluss nochmal der Benutzername angezeigt und ein Klick auf “Anmelden” bringt euch zum Anmeldebildschirm für das WordPress-Backend.

Ihr seht, in sieben Schritten kann man WordPress installieren, wenn man sich richtig vorbereitet.

Das Backend erreicht ihr später immer, wenn ihr an Eure Domain noch /wp-login.php oder /wp-admin anhängt.

Hier ein paar Tipps für sehr coole kostenlose WordPress-Themes

15 kostenlose Wordpress-Themes: Best of 2014

WordPress installieren: Ein paar Anfangstipps

  1. Direkt nach der Installation enthält WordPress bereits einige Daten. Eine Seite, einen Beitrag sowie einen Kommentar. All das solltet ihr gleich löschen.
  2. Um eine anständige URL-Struktur zu haben, solltet ihr unter “Einstellungen / Permalinks” alles auf “Beitragsname” umstellen.
    Dann benutzt das CMS nicht Adressen wie http://domain.de/?p=1, sondern http://domain.de/impressum.
  3. Ihr solltet in Zukunft für eine normale Webseite immer Seiten nutzen, nicht Beiträge.
    Dann steht in der Adresse nicht noch ein “kategorie” davor.
  4. Legt unter “Einstellungen / Allgemein” noch einen Untertitel an und passt nötigenfalls die Zeitzone an.
  5. Und unter “Einstellungen / Lesen” wählt Ihr eine statische Startseite, sobald Ihr welche angelegt habt.
  6. Unter “Einstellungen / Diskussion” sollte man “Erlaube Besuchern, neue Beiträge zu kommentieren” deaktivieren. Sonst findet sich unter jeder Seite ein Kommentarfeld und ihr müsstet das auf jeder Seite einzeln deaktivieren.

So, und nun viel Spaß. Sucht Euch ein paar Gute WordPress-Themes und -Plugins aus. Für ein gutes Statisktik-Plugin sucht nach Wassup.

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