Zattoo: RTL, Sat 1, Pro7 und mehr auf iPhone und iPad empfangen (Tipp)

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Der Dienst und die App von Zattoo ermöglichen den Empfang von zahlreichen TV-Sendern am Mac, iPhone und iPad – ganz ohne Kabelanschluss, Satellitenschüssel oder DVB-T-Receiver. Leider beschränkt sich das Programmangebot in Deutschland größtenteils auf die öffentlich rechtlichen Sender. Österreicher gehen sogar gänzlich leer aus.

Zattoo: RTL, Sat 1, Pro7 und mehr auf iPhone und iPad empfangen (Tipp)

Hintergrund: Zattoo verfügt zwar über die jeweiligen Lizenzen der Sender, allerdings immer nur gültig speziell bezogen auf ein Land. Die Kontrolle über die angebotenen Fernsehsender erfolgt per Geotargeting. Meint, die IP-Adresse des Anwenders bestimmt das Programmangebot. Diesen Umstand kann man sich allerdings auch zu nutze machen.

Zattoo: Vorteil Schweiz

Es muss nur gelingen, Zattoo „vorzutäuschen“, man sitze im jeweils gewünschten Land. Besonders reichhaltig ist das Angebot beispielsweise in der Schweiz: Neben allen öffentlich rechtlichen Sendern aus Deutschland erhält der Zuschauer Zugriff auf alle wichtigen Privatsender – RTL, Pro7, Sat 1 etc. Hinzu kommen noch die werbefreien Angeboten des Schweizer Fernsehens und aus Österreich (ORF). Doch damit nicht genug, möchte man Serien und Filme im englischen Original sehen und hören, lohnt sich ein Blick zu den britischen Stationen der BBC und ITV – auch diese sind in der Schweiz bei Zattoo enthalten. Kurzum: Das europäische Fernsehen trifft sich in der blockfreien Schweiz zum Stelldichein, derweil muss der Rest per Dekret leider draußen bleiben – wie ungerecht.

Zattoo Programmangebot: Kleine Trickserei

Wie täuscht man nun Zattoo vor, man sitze zum Beispiel in den Schweizer Bergen und nicht in der Lüneburger Heide? Hierfür greifen wir auf Proxy- beziehungsweise VPN-Dienste zurück. In diesem Tipp gehen wir auf die erstgenannte Lösung ein.

Ein Proxy-Server ist ein Rechner, der zwischen dem Anwender und dem Server des Anbieters (in unserem Falle Zattoo) den Datenverkehr vermittelt und so als „Stellvertreter“ des Anwenders fungiert. Für den Anbieterserver scheint der Zugriff also vom Proxy zu kommen, der eigentliche Rechner des Anwenders verbleibt im Dunkeln. Ein solcher Proxy kann auch zum Beispiel in der Schweiz stehen – des Rätsels Lösung.

Wie erhält man nun einen solchen Proxy-Server und was muss man am iPhone und iPad konfigurieren? Es existieren zahlreiche kostenfreie und offene Proxy-Server – eine Internetsuche nach Schweizer Servern hilft weiter. Nachteil dieser Server ist meist jedoch eine sehr geringe Geschwindigkeit und die Verfügbarkeit. Man kann sich also nicht unbedingt darauf verlassen, dass ein solcher Proxy auf absehbare Zeit stets zur Verfügung steht. Möchte man also nicht jedes Mal erst einen neuen und schnellen Proxy-Server im Netz suchen, kann der Zatto-Nutzer natürlich auch einen Proxy- beziehungsweise einen VPN-Dienst anmieten.

Zattoo und Proxy: Konfiguration am iPhone (und iPad)

Die Konfiguration mittels iPhone oder iPad ist ein Kinderspiel. In den Einstellungen wählen wir den Punkt WLAN. Anschließend wählen wir das derzeit genutzte kabellose Netzwerk aus und werfen einen Blick auf die Detaileinstellungen (blauer Pfeil). In dieser Ansicht scrollen wir nach unten und finden den Punkt HTTP-Proxy. Standardmäßig ist dieser deaktiviert. Wir wählen Manuell und tragen den Server und den dazugehörigen Port ein.

Fertig: Ab sofort wird die Internetverbindung über den eingestellten Proxy geleitet und wir können auf das gesamte Angebot von Zattoo in der App zurückgreifen. Möchten wir den Proxy nicht mehr nutzen, stellen wir ihn einfach auf Aus.

Hinweise: Wie schon angesprochen, funktionieren nicht alle Proxy-Server, die man im Internet findet oder aber sie bieten schlichtweg nicht genug Geschwindigkeit. Bei den kostenlosenlosen Angeboten ist also meist durchprobieren angesagt. Übrigens: Die Nutzung eines Proxy-Dienstes ist in Deutschland vollkommen legal.

Kostenfreier Download der Zattoo App:

  • Zattoo im App Store für iPhone und iPad:

Anbieterwebsite:

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