Bluetooth-Tastatur mit Trackball: KeySonic KSK-3201 MacBT im Test

|
|

Eine berechtigte Frage: Bedarf es im Angesicht des sehr gut verarbeiteten Apple Wireless Keyboard überhaupt einer alternativen Tastatur? Die KeySonic KSK-3201 MacBT* versucht diese Frage auf ihre, besondere Weise zu beantworten, schließlich verfügt das Tastenbrett über einen integrierten Trackball und zwei Maustasten – ein Novum unter den Apple-Eingabegeräten. macnews.de unterzog das Keyboard einer Eignungsprüfung.

Vorteil: Eine „echte“ Mac-Tastatur
Eine ausladende Gestalt ist die KeySonic KSK-3201 mitnichten, sehr kompakt und etwas kleiner als das Apple Pendant, versucht die in weiß gehaltene Tastatur ihren Besitzer zu überzeugen. Ob dies gelingen mag? Vorab bewerten wir die Verarbeitungsqualität: Plastik wohin man schaut, allerdings zufriedenstellend verbaut. Sicherlich, optisch muss sie sich so hinter der originalen Apple Tastatur verstecken, funktional aber übertrumpft die KeySonic KSK-3201 die „Alu-Schnitte“ aus Apfelhausen. Denn im Gegensatz zu ihr fungiert die KSK-3201 tatsächlich als eine Art „Kommando Spezialkräfte“ wie ihr etwas unglücklich gewählter Name suggeriert. Rechts oben findet sich ein kleiner (8 mm) Laser-Trackball, komplettiert wird dieser „Nagerersatz“ durch zwei Maustasten im linken, oberen Bereich der Tastatur. So ausgestattet empfiehlt sich das Bluetooth-Keyboard als erweiterte Eingabehilfe beispielsweise für einen am TV angeschlossenen Mac mini – der sonst, stets notwendige Griff zur Maus oder zum Magic Trackpad entfällt.

Als eine der wenigen am Markt erhältlichen Tastaturen besitzt das Modell KSK-3201 zudem über ein vollständiges Mac-Layout – inkl. der auch von Apple genutzten Multifunktionstasten für iTunes, Expose und Co. Strom bezieht die KeySonic KSK-3201 über zwei mitgelieferte AAA-Batterien – leider nicht wiederaufladbar und dank der kleineren Bauart inkompatibel zu Standard-AA-Batterien- oder Akkus wie sie auch vom Apple Keyboard, Maus oder Trackpad verwendet werden. Der Anschluss am Mac erfolgt in wenigen, kurzen Schritten: Keyboard einschalten, den Mac-Bluetooth-Assistenten starten, Pairing aktivieren (Funktions- plus Pairing-Taste circa drei Sekunden gedrückt halten), noch kurz die Auswahl bestätigen – fertig!

Erfahrungen in der Praxis
Erstes Szenario, auf der Couch: Das mobile Tastenbrett lässt sich verhältnismäßig gut in beiden Händen halten, beide Daumen steuern dann den Trackball bzw. die Maustasten. Dies gelingt recht galant, wenngleich der Nutzer die Geschwindigkeit der Zeigerbewegung zugunsten der Präzision vermindern sollte. Wer große Hände hat, kann ebenso versuchen nur mit den Daumen zu tippen und muss so zwangsläufig das Keboard nicht nur in einer Hand halten um mit der zweiten zu schreiben. Die Steuerung mittels des Trackballs ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig und verlangt nach Übung. Nach längerer Nutzung glückt dies jedoch meist besser. Freilich lässt sich die KeySonic KSK-3201 auch als „normale“ Tastatur direkt am Schreibtisch verwenden, allerdings verlangt das Tastenbrett dem Anwender einige Kompromisse ab.

Der Trackball und die Maustasten dürften in diesem Fall von den Wenigsten verwendet werden, insofern sind sie dann recht nutzlos. Durch die kompakte Formgebung sind die Tasten ein Stückchen kleiner als beim Apple Wireless Keyboard, so verzichtet man zum Beispiel bei den Buchstaben auf zwei Millimeter mehr Tippfläche. Klingt zunächst nicht viel, in der Praxis muss man sich dennoch darauf einstellen, sonst wird man mit häufigen Vertippern bestraft. Insgesamt erinnert das Layout der KeySonic KSK-3201 in seiner Größe vermehrt an eine Netbook-Tastatur. Der Tastenhub ist in Ordnung, wird aber nichtsdestotrotz vom Apple Pendant in seiner Qualität geschlagen. Zum Stromverbrauch können wir leider noch keine Angaben machen – zu kurz war die Tastatur bei uns im Einsatz. Sollte der Keysonic jedoch die Energie abhanden kommen, signalisiert eine rote LED diesen Zustand.

Erweiterter Einsatz: Test am iPad
Wie jedes Bluetooth-Keyboard, lässt sich auch die KeySonic KSK-3201 am iPad nutzen, allerdings wird nur ein Teil der Sondertasten unterstützt – beispielsweise für die Lautstärke und die iPod-Steuerung. Wer nur eine Tastatur für das iPad bzw. iPhone sucht, sollte sich dagegen das Schwestermodell KSK-3001 iBT anschauen. Zwar verzichtet man dann auf Trackball und Maustasten, erhält dafür aber erwähnte, zusätzliche Sondertasten für die iPad-Bedienung – ganz so, wie es sonst das iPad Keyboard Dock offeriert.

Vorteile:
+ integrierter Trackball und Maustasten
+ Mac-Layout inkl. Multifunktionstasten
+ problemlose Inbetriebnahme

Nachteile:
– Tasten fallen etwas kleiner aus
– optisch kein Vergleich zum Apple Wireless Keyboard

Fazit
Die KeySonic KSK-3201 MacBT können wir vor allem als nützliche Eingabehilfe für einen Mac mini empfehlen, der als Media-Center direkt am TV oder Beamer angeschlossen ist. Der integrierte Trackball erleichtert den „Couch-Einsatz“ ungemein. Als Standard-Tastatur am Mac für Vielschreiber ist sie hingegen weniger geeignet. Der Preis von circa 45 Euro erscheint angebracht und für uns verständlich.

KeySonic KSK-3201 MacBT
Hersteller: KeySonic
Preis: circa 45 Euro*
macnews.de-Wertung: 3,5 von 5 Punkten

Für die Bereitstellung der Tastatur bedanken wir uns recht herzlich bei Dr. Bott und Cyberport*.

Weitere Themen: Bluetooth, Tastatur


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA APPLE

Anzeige
GIGA Marktplatz