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Beschreibung

Der Film „Minority Report“ hat immer wieder einen Auftritt, wenn es um die Bedienkonzepte der Zukunft geht. Computer lassen sich dort mit einfachen Gesten in der Luft steuern, ganz ohne klobige Mäuse und klebrige Touchpads. Mit dem „Leap“ scheinen wir dieser Utopie nun einen großen Schritt näher.

Die größte Revolution seit der Maus

Hersteller Leap Motion verspricht sich von seiner Erfindung einen ähnlichen Effekt, wie ihn die Einführung der Computermaus erzielte. Die Revolution der Computer-Bedienung wie wir sie kennen. Tatsächlich ist das Teil von der Größe eines Kaugummi-Pakets in der Lage, Bewegungen in dem Raum über sich bis zu einem Hundertstel Millimeter genau zu verfolgen.

Damit geht es über das hinaus, was ähnliche Eingabegeräte für Spielekonsolen, etwa Microsofts Kinect oder die Wiimote derzeit leisten. Die Kalibrierung ist ganz leicht: Ein Wink mit der Hand über das Gerät und schon weiß es genau, welche Bewegungen der Anwender durchführt. Und zwar sehr genau.

3D-Gesten mit Finger-Unterscheidung und Stift-Erkennung

Das eindrucksvolle Demovideo zeigt diverse Anwendungsbeispiele, von der Steuerung einer virtuellen Landkarte über Angry Birds mit Essstäbchen bis hin zur Erstellung filigraner Grafiken ganz einfach mit Finger oder Stift.

Der Leap weiß dabei nicht nur Daumen von Zeige- und anderen Fingern zu unterscheiden. Er erkennt auch andere Gegenstände wie Stifte in der Hand. Wer mehrere Basisstationen nutzt, kann den Gesten-Bereich sogar vervielfachen. Zudem vergibt Leap Motion an fähige Entwickler ein SDK, das man innerhalb der kommenden drei Monate ausgegeben will.

Die Gemeinde nutzen: SDK für Entwickler

Davon verspricht sich das Unternehmen weitere spannende Ideen und Anwendungen. Die zahlreichen Spielereien und auch ernsten Projekte rund um das Microsoft Kinect haben gezeigt, wie fruchtbar solch eine Öffnung sein kann.

Es braucht nur wenig Fantasie, um sich vorzustellen, was allein im Bereich der Chirurgie möglich wird, wenn man die hohe Präzision des Leap beachtet. Auch Künstlern könnte das Leap mithilfe der richtigen Software ganz neue Schaffensmöglichkeiten eröffnen.

Verfügbarkeit von Leap: Noch ungewiss

Die schlechte Nachricht: Noch ist der Leap nicht auf dem Markt erhältlich. Die gute Nachricht: Man kann ihn jetzt schon vorbestellen und zwar für faire 70 US-Dollar plus Versand (insgesamt ca. 83 US-Dollar). Für die Auslieferung peilt der Hersteller das Ende dieses oder den Beginn des kommenden Jahres an.

Spezifikationen oder Systemanforderungen gibt es aktuell noch nicht. Der Leap wird aber für Mac, Windows und später auch für Linux verfügbar sein.

(via Wall Street Journal)

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