Apple-Keynote: alle neuen Produkte, Preise und Infos - 1.9.2010

Florian Matthey
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Apple hat auf seinem Medien-Event in San Francisco am 1. September nicht enttäuscht: Fast alle Vorhersagen der Gerüchteküche hat das Unternehmen erfüllt. Neben einem neuen iPod shuffle, iPod nano und iPod touch gibt es aus Cupertino auch ein von Grund auf überarbeitetes Apple TV. Darüber hinaus verriet Jobs neues zum iOS 4.1, 4.2 und präsentierte iTunes 10 mit der neuen Social-Networking-Funktion Ping.

iOS 4.1 für iPhone und iPod touch, iOS 4.2 für iPad

Zunächst verkündete der Apple-CEO Neuigkeiten zum iOS 4.1, die viele iPhone Besitzer aufatmen lassen dürften: Das nächste Update des Betriebssystems werde die Probleme des Umgebungssensors und mit Bluetooth des iPhone 4 beheben, das iPhone 3G soll wiederum nach dem Update wieder schneller Arbeiten. Außerdem soll das iPhone High-Dynamic-Range-Fotos (HDR) schießen können – Bilder, die es automatisch aus mehreren Aufnahmen zusammensetzt, um ein plastischeres Foto zu erzeugen.

Für das iPad arbeitet Apple wiederum am iOS 4.2, das erstmals drahtloses Drucken als Standard für Apples Tablet bietet. Apple setzt dabei auf die von der AirPort-Express-Basisstation bekannte Technologie AirTunes, die sich in Zukunft AirPlay nennt, und erlaubt so fürs iPad auch Streaming von Video und Musik auf das neue Apple-TV-Modell. Eine weitere Neuerungen ist das schon vom iOS 4 fürs iPhone bekannte Mutitasking. Das Update soll im November erscheinen.

Shuffle mit Knöpfen, Nano mit Touchscreen, Touch mit Retina und Kameras

Die neue iPod Family September 2010

Danach ging’s ans Eingemachte des Abends: Die iPods. Beim iPod shuffle* entschied sich Apple dazu, wieder physische Knöpfe zu installieren. Der neue iPod shuffle ähnelt äußerlich dem der zweiten Generation, ist allerdings etwas schmaler als – das Gerät ist kaum größer als die in Ringform angeordnete Knöpfe. Neu ist die Unterstützung von Genius Playlists, außerdem liest das Gerät weiterhin dank VoiceOver den Namen von Playlists vor. Der Preis für das 2-Gigabyte-Gerät liegt bei 49 Euro, die Batterielaufzeit soll bei 15 Stunden liegen.

Der neue iPod nano* ist – wie die Gerüchteküche zuvor vermutet hatte – eine Art kleiner iPod touch: Das Gerät mit 3-mal-3-Zentimeter-Display verfügt erstmals über einen Touchscreen mit Multi-Touch-Unterstützung, die Lautstärkeregelung erfolgt über physische Buttons, auf der Rückseite befindet sich ein Clip zur Anbringung an der Kleidung. Von Haus aus unterstützt der neue Nano die Anbindung an das Jogging-System Nike+. Die Navigation erfolgt über entsprechend große Buttons auf dem Display und Wischen mit dem Finger, um zwischen Befehlsoptionen zu wechseln. Als Batterielaufzeit gibt Apple 24 Stunden an. Der Preis liegt fürs 8-Gigabyte-Modell bei 159, für die 16-Gigabyte-Variante bei 189 Euro.

Auch beim neuen iPod touch* erfüllt Apple die Erwartungen der Gerüchteküche. Im Vergleich zum Vorgänger ist das Gerät noch dünner geworden, verfügt aber gleichzeitig über das vom iPhone 4 bekannte hochauflösende Retina-Display, den Apple-A4-Prozessor, einen Gyro-Sensor sowie zwei Kameras mit FaceTime-Unterstützung. Die Batterielaufzeit soll beim Abspielen von Musik bei bis zu 40 Stunden liegen. Die Preise für die Geräte mit 8, 32 und 64 Gigabyte Speicherkapazität liegen bei 229, 299 und 399 Euro.

Alle iPods erscheinen nächste Woche, Vorbestellungen nimmt Apple ab heute entgegen.

iTunes 10 mit Ping

iTunes 10 mit Ping

Passend zu den neuen iPods gibt es auch ein neue Version 10 von iTunes. Diese erhält neben einem neuen Logo viele neue Features: Die Benutzeroberfläche ist aufgeräumter, um die Navigation durch die Musikbibliothek zu erleichtern. Beim Aufspüren neuer Musik soll das neue Apple-eigene soziale Netzwerk Ping helfen – ein Facebook und Twitter für iTunes”. Dort lassen sich die Profile von bestimmten Interpreten auswählen, woraufhin Apple Musik anhand dessen vorschlägt, was anderen Fans des jeweiligen Künstlers gefällt. Ping soll sich auch über die iOS-Geräte aufrufen lassen.

Apple TV mit Streaming und neuem Preis

Apple TV September 2010

Zum Schluss widmete sich Steve Jobs der Set-Top-Box Apple TV. Die neue Version ist schwarz, um drei Viertel kleiner als der vorgänger und verfügt nicht mehr über eine Festplatte. Die Inhalte lassen sich stattdessen vom heimischen Rechner oder direkt aus dem iTunes Store streamen. 4,99 US-Dollar kostet das Mieten von Filmen, Fernsehsendungen von ABC und Fox sollen in Zukunft nur noch 99 Cent statt 2,99 Dollar kosten. Außerdem erlaubt Apple den Zugriff auf die Inhalte des Streaming-Anbieters Netflix. Entgegen der vorherigen Vermutungen scheint das Betriebssystem des Geräts aber nicht iOS zu sein – zumindest gibt es (noch?) keine Anbindung an den App Store. Der Preis liegt in Deutschland mit 119,01 Euro deutlich unter dem des Vorgängers. Vorbestellungen nimmt Apple schon jetzt entgegen, die Auslieferung soll in vier Wochen erfolgen.

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