CeBIT 2012 – Aktuelle Smartphone- und Tablet-Displays im Überblick

Wie im gestrigen Artikel angedeutet schreitet die technische Entwicklung derweil in Richtung Plattform-Unabhängigkeit und noch mehr Mobilität voran, wozu auch immer besser werdende Displays gehören. Abgesehen davon, dass bei den Touchscreens die sogenannte, resistive Fingererkennungstechnologie offenbar gänzlich ausgedient hat und durch die kapazitive Technik ersetzt wurde, beherrschen vier Bauweisen den Markt.

CeBIT 2012 – Aktuelle Smartphone- und Tablet-Displays im Überblick

Eigentlich handelt es sich bei den vier Displaytechniken sogar nur um zwei, denn die Grundaufbauten unterscheiden sich jeweils in einem wichtigen Punkt. Die Gruppe der Aktiv-Matrix-Displays mit organischen LEDs (AMOLED) besteht dabei aus einer vollwertigen Variante mit 3 Subpixeln pro Farbpunkt und einer “abgespeckten” Version mit nur zwei Subpixeln. Hierdurch geht einiges an Schärfe verloren, auch wenn man die Pixeldichte an sich erhöht. Die vollwertige AMOLED-Variante, zum Beispiel in Samsungs S2-Smartphone, überzeugt aber offensichtlich auf breiter Linie; auf kaum einer Topliste taucht das Modell nicht ganz oben auf, häufig gerade wegen des Displays dort hin gevotet.

Die Full-AMOLED-Technik hat den Vorteil enormer Kontraststärke und einer sehr hohen Farbbrillanz. Wer auf absolut exakte Kanten und Ränder wert legt ist aber mit einem LCD-Display unter Umständen besser bedient.

 

 

Das zur Zeit mit der höchsten Pixeldichte und gleichzeitig schärfster Darstellung glänzende iPhone 4/S zeigt diesen Unterschied recht deutlich. Besonders in der Großaufnahme kann man den Unterschied sehen, im Alltagsbetrieb wird sich wahrscheinlich eher der geringere Kontrastumfang bemerkbar machen. Die Voraussetzung für eine so hohe Kantenschärfe ist jedoch ein sogenanntes IPS-Panel, eben das bessere der beiden LCD-Varianten. Die günstigeren Mobiltelefone und sonstigen Begleiter kommen dagegen in der Regel eher mit sogenannten TN-Panels daher, die sich vor allem durch einen schlechteren Blickwinkel auszeichnen. Für den leicht introvertierten Mitteleuropäer, der nicht jedermann seinen Bildschirm auch wirklich zeigen möchte, vielleicht gar nicht die schlechteste Wahl. Für die angeblich so extrovertiert veranlagten Asiaten aber wohl ein NoGo.

CeBIT
Trotz CeBIT wird sich an diesen grundsätzlichen Aussagen zur Display-Technik in nächster Zeit nur wenig verändern, denn alle Hersteller entwickeln zur Zeit auf diesen Basistechniken weitere Neuerungen im Displaybereich. Man darf dennoch gespannt sein, welche Technik in welchem System Verwendung finden wird, bis dahin ist vielleicht auch mal ein Überblick über den “Stand der Dinge” ganz interessant. Nicht, dass die Hersteller mit den technischen Daten hinterm Berg halten würden, aber so eine übersichtliche Liste, wie sie die COMPUTERBILD erstellt hat, gibt doch einen deutlich schnelleren Überblick und kann als Entscheidungshilfe sicher gute Dienste tun. Wir sagen artig Danke!

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