CES 2013 – Die ersten Tage in Las Vegas

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Wie ist Las Vegas so? Diese Frage stellten mir viele über Facebook und Twitter und ich kann sie nicht eindeutig beantworten. Die ersten Tage vor der CES waren notwendig, damit wir uns organisieren können, keinen Jetlag auf die Messe mitnehmen und auch ein bisschen etwas für euch machen können. Doch was macht man in der Stadt der Sünde und warum sind hier alle so verdammt freundlich?

CES 2013 – Die ersten Tage in Las Vegas

Morgen/Heute öffnet die CES für uns ihre Tore und wir können endlich die Messe begutachten. Viel Neues wird es nicht geben, altes wird verbessert und der Health und Smart-TV Markt boomen zurzeit. Auch möchte jeder Hersteller mit 4K Fernseher protzen, obwohl kein Mensch diese bezahlen kann. Hier sieht man allerdings wohin sich die Technik bewegt und was uns in näherer Zukunft erwarten kann. Wir haben 4K Monitore gesehen, die 25.000 Dollar kosten sollen, in der zweiten Hälfte des Jahres bewegt man sich im 5K Bereich. Die Preise fallen also rapide und wir können wohl jetzt schon sagen, das nächstes Jahr zur CES die ersten 4K Fernseher zu “machbaren” Preisen auf den Massenmarkt kommen.

Bildergalerie CES 2013: Impressionen aus Las Vegas

Außerdem haben wir Zuwachs für die CES bekommen. Flavio hat Sophia Tran zu uns geholt, damit wir männlichen Nerds auch mal solch ein Event aus den Augen einer Frau sehen können. Wir sind gespannt, was das werden soll und wie viele Schuhe sie dort findet. Las Vegas ist nicht nur die Stadt der Lichter und Sünden, Casinos und hemmungslosen Partys. Die Stadt in Nevada fällt im Tageslicht in ein gewöhnliches, graues Mäuschen zurück. Nur Hütchenspieler und Visiten-Karten-klackernde Menschen deuten auf das hin, was einen mit untergehender Sonne erwartet.

Chlorverseuchtes Wasser, das ganze Fußgängerwege benebelt. Labyrinth ähnliche Wege innerhalb der Casinos, ewige Strecken von einem Ort zum anderen, Las Vegas ist vor allem eins: groß! Leitungswasser bekommt man zu jedem Essen dazu, es schmeckt aber immer leicht Chlorhaltig. Das ist auch der Grund, weshalb überall Wasser in Flaschen verkauft wird. Benzin ist hier alles andere als Mangelware und Strom verballen die Menschen hier wie wohl nirgends sonst.

Dennoch sind es oftmals die kleinen Dinge, die mich zum Staunen bringen. In der Stadt/In dem Land, in dem alles möglich ist und wo Kinder mit Waffen schießen und Autos an der Kreuzung eine rote Ampel zum abbiegen überfahren dürfen, ist es das normalste der Welt scheiss-freundlich zu sein. Ein Bettler fragt nach etwas übrig gebliebenes Klimpergeld und bedankt sich, selbst wenn man gar nicht erst reagiert. Ein frohes neues Jahr wird sogar gewünscht, wenn man einen Quarter gibt. Die Leute bedanken sich für alles, entschuldigen sich auch noch, wenn man sie selbst angestoßen hat. Auch wenn es wie ein Klischee klingt, aber es gibt hier für fast alles einen Job. Selbst an einem Fahrkartenautomat für die Strip-Linie (Deuce) steht ein Bediensteter, der eure Fragen beantwortet und das passende Geld abnimmt, um die Fahrkarten zu kaufen. Ja, in Las Vegas gibt es Leute, die für einen die passende Fahrkarte auswählen.

In Deutschland findet man selten jemanden, der einem bei der Suche nach der richtigen Station hilft. Im Grunde kann ich nach diesen paar Tagen schon mal eins sagen: Das Vorurteil “Servicewüste Deutschland” ist bei weitem nicht aus der Luft gegriffen! Wie auch immer, zwischen all den Klimaanlagen, Sonnenstrahlen und windigen Passagen auf den Strassen versuchen wir uns nicht gänzlich zu erkälten und freuen uns auf ein paar spannende Tage im Convention Center!

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