E3 Kolumne – Nintendo Wii U: Wii don’t give a shit

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“Creating something unique” stand in japanischer Lautschrift an der Wand hinter Satoru Iwata, dem Präsidenten von Nintendo. Etwas Einzigartiges schaffen – guter Ansatz, der die Wii einst zum Megaseller und Nintendo aus der Krise führte. Was Iwata anlässlich der E3 Pre-Show jedoch präsentierte, war eine sehr eigenartige Auslegung des Terminus’ “einzigartig”. Facebook und den Xbox-Controller nachzumachen sind also die Zukunft des Gaming? Aha...

E3 Kolumne – Nintendo Wii U: Wii don’t give a shit

Nach der finalen Pressekonferenz darf man zudem festhalten: Das war noch nicht einmal der Tiefpunkt im kreativen Fundus der Schüttelexperten. Nach der halbgaren Nicht-Enthüllung ihrer Wii U im letzten Jahr blieben Fragen, die dieses Jahr allesamt komplett umfahren wurden. Wenn man sich auf die große Bühne der E3 stellt und das „next big thing“ ankündigt, dann sollte man auch „delivern“.

Dieses „next“ sieht folgendermaßen aus: Wischen auf dem Touchscreen, fuchteln mit dem Touchscreen, den Touchscreen vor den Bildschirm halten, den Touchscreen neben den Bildschirm halten. Im Inventar kramen, auf die Minimap starren. Das ist super. All die Dinge, die ich bisher auf dem normalen TV-Screen machen konnte, kann ich jetzt also auch auf einem zusätzlichen Bildschirm erledigen. Denn das ist, so Nintendo, „the most immersive experience...“.

Ich spüre schon förmlich, wie mich die ständigen Blick- und Tastenwechsel mit dem Zusatz-Screen tiefer in das Spielerlebnis hineinziehen. Warum in „Batman Arkham City“ per D-Pad schnell und bequem die Gadgets wechseln, wenn ich dafür auch meine Hand vom Pad nehmen, auf den Screen führen, dort herumwischen und drücken kann, um so eine ursprüngliche, wenige Augenblicke dauernde Aktion in etwas so viel...öh, zukunftsweisenderes zu verwandeln.

Nintendo sind sich der Größe ihres Produktes bewusst und haben – nachdem sie dies im vergangenen Jahr versäumten – gleich mal einen ganzen Batzen Exklusivtitel angekündigt, die so wohl Niemand erwartet hätte. Da wäre zum einen „Pikmin 3“, das einzige Franchise von Nintendo, auf das noch Sage und Schreibe weitere 17 Menschen (außer Shigeru Miyamoto) gewartet haben und das, die nötige Anzahl von Dioptrien vorausgesetzt, auch fast wie ein zeitgemäßes HD-Spiel aussieht.

Das steuert sich übrigens per Wii U-Pad. Oder? Pardon, auf der Pressekonferenz erklärt Miyamoto, dass mit WiiMote und Nunchuk gespielt wird. Obwohl: Im Video ist die Integration des Pads zu sehen, schließlich ist darauf die Minimap zu erkennen. Sei's drum – derartige Nichtigkeiten klärt Nintendo dann spätestens im kommenden Jahr auf der E3 2013. Eine gute Frage muss ja schließlich auch immer etwas reifen, um dann nicht beantwortet zu werden.

Außerdem gab‘s „New Super Mario Bros. U“, welches – so zeitnah zu New Super Mario Bros. Wii und New Super Mario Bros. 2 – gleich derart spannend ist, das man fast vergisst, sich über den völlig bescheuerten Titel lustig zu machen. Als neues Feature lockt hier übrigens... irgendwas, die Wii U wird hier natürlich über Herumgewische implementiert. Interessantes am Rande: In „Scribblenauts Unlimited“, einem Spiel, das für seine schier grenzenlose Fantasie bekannt ist, darf man jetzt auch Autos malen.

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Weitere Themen: Nintendo Wii U, Xbox 360, Destiny, Destiny 2, Titanfall, Sunset Overdrive, Ryse - Son of Rome, The Division, Rocksmith 2014, Nintendo

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