Unser Star für Malmö: Keine Casting-Show, kein Pro7, kein Stefan Raab?

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Neue Regeln für “Unser Star für Malmö”: Der deutsche Kandidat für den Eurovision Song Contest 2013 wird in einer einzigen Konzert-Show ermittelt. Die ARD veranstaltet den Abend ohne Pro Sieben, und anstelle einer Casting-Show werden wieder etablierte Acts antreten. Auch Stefan Raab wird offenbar nicht mehr dabei sein.

Unser Star für Malmö: Keine Casting-Show, kein Pro7, kein Stefan Raab?

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber krempelt die deutschen ESC-Ausscheidungen um: Anders als in den vergangenen drei Runden wird es keine Zusammenarbeit mit dem Privatsender Pro Sieben geben. Im Interview mit der FAZ räumt er ein, dass die Kandidatensuche zuletzt auf “zu viele Sendungen” aufgeteilt war, die “zu wenige Zuschauer” interessiert hätten. Die Zusammenarbeit von NDR und Stefan Raabs Produktionsfirma Brainpool bleibt aber bestehen, und die Kooperation mit Pro7 sei zunächst nur für ein Jahr ausgesetzt.

Zu den Fakten: Die deutsche Ausscheidung zum Eurovision Song Contest 2013 findet am 14. Februar ab 20.15 Uhr in Hannover statt. Die TUI-Arena fasst rund 11.000 Zuschauer, eine stolze Kulisse für einen solchen Abend. Anstelle von unbekannten Talenten werden acht bis zwölf etablierte Acts als Kandidaten antreten – offenbar ähnlich wie bei Raabs Bundesvision Song Contest. Wer teilnehmen wird, bestimmt ein siebenköpfiges Gremium, das aus je einem Vertreter der Major Labels (Universal, Sony, Warner und EMI), einem Indepent-Labels-Vertreter, einem Mann für Brainpool und einem vom NDR besteht. Die Wertung am Show-Abend wird in drei Stufen vorgenommen: Zum einen können die Zuschauer wie gewohnt anrufen, dann gibt es eine (noch nicht näher benannte) Jury, die Punkte vergibt, und als drittes Element sollen die Radio-Hörer von 9 ARD-Stationen abstimmen.

Über die Beteiligung von Stefan Raab und die Zusammensetzung des fünfköpfigen Moderations-Teams wollte Schreiber noch nichts sagen, aber er verriet, dass Lena Meyer-Landrut “nicht als Kandidatin und nicht nur als Sängerin” in ihrer Heimatstadt Hannover auf der Bühne stehen wird. Die erste Runde der Kooperation mit Stefan Raab hatte 2010 mit Lena und “Satellite” eine deutsche Eurovision-Siegerin hervorgebracht. Im Jahr darauf nahm sie erneut teil, nur der Song (“Taken By A Stranger”) wurde in mehreren Fernsehshows ausgewählt. 2012 hatte Roman Lob die Casting-Show für Baku gewonnen, und dann mit “Standing Still” den achten Platz geholt.

Was denkt Ihr? Eine sinnvolle Entwicklung angesichts der Casting-Show-Inflation, eine Rückkehr zum verstaubten ARD-Image, gut für den Song Contest oder gerade nicht?

via turi2

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