Teil 3

Die Geschichte weiß jedoch nicht so wirklich zu begeistern. Die Tatsache, dass Cotton ja eigentlich nur ein Schwindler ist, nun seine Taten aufdecken möchte und dabei jedoch einem echten Fall von dämonischer Besessenheit begegnet, ist zwar durchaus nett, aber letzteres ist ansich nichts, was man nicht schon einmal gesehen hätte. Zudem ist das Ende, ohne zu viel verraten zu wollen, alles andere als gut gelungen. Dies wirkt so, als wollte man zum Schluss nochmal einen richtigen Schock-Effekt beim Zuschauer hervorrufen (jetzt aber nicht im Sinne von “Erschrecken”, sondern von “Ach, du lieber Himmel”), der jedoch eher schlecht als gut gewählt wurde. Mehr will ich dazu an dieser Stelle gar nicht sagen, man muss es eigentlich selbst gesehen haben.

Das ist ziemlich enttäuschend, denn zum einen fängt Der letzte Exorzismus, wie gesagt, ganz gut an, zum anderen zeichnen sich als Produzenten durchaus erfahrene Leute im Horrorfilm-Bereich aus. Zum einen hätten wir da Eli Roth, der natürlich sehr vielen als Regisseur von Hostel bekannt ist, zum anderen das Gespann hinter dem Remake von Dawn of the Dead. Außerdem konnte der noch junge Regisseur Daniel Stamm bereits mit seinem Kino-Debüt A Necessary Death viel positive Kritik ernten. Daher ist es umso enttäuschender, dass Der letzte Exorzismus nur gehobener Durchschnitt geworden ist.

Offizieller Kinostart des Films ist in Deutschland der 30. September. Wer ihn aber doch schon vorher sehen möchte, kann dies auf dem Fantasy Filmfest tun. Die genauen Termine, wann und wo die Veranstaltung stattfindet, gibt es auf der offiziellen Webseite. In den USA startete Der letzte Exorzismus am 27. August und konnte bereits über 20 Millionen US-Dollar einspielen – bei einem Produktionsbudget von gerade einmal 1,8 Millionen Dollar.