Google I/O 2011 Keynote: Die Zusammenfassung

Daniel Kuhn
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In der knappen Stunde gab es neben einem nicht funktionierenden Livestream eine Menge neue Produktvorstellungen. Wie erwartet wurde Google Music vorgestellt. Außerdem Android 3.1 „Honeycomb“, Android @ Home, ein Filmverleih über den Android Market, neue Update-Richtlinien und die neue Hardware-Plattform ADK. Ice Cream Sandwich wurde zwar nicht vorgestellt, aber angekündigt. Eine kurze und knappe Zusammenfassung:

Google I/O 2011 Keynote: Die Zusammenfassung

Android 3.1

Die neue Honeycomb-Version wird als erstes für das Motorola XOOM erhältlich sein. Alle anderen Geräte werden in den nächsten Wochen folgen. Die Neuerungen: Neben kleinen Verbesserungen wie veränderbarer Widget-Größe, ist vor allem der USB Host nennenswert. Nun können unter anderem USB-Tastaturen, -Mäuse und -Gamepads direkt an die Tablets angeschlossen werden.

Google TV

Auch Google TV wird das erwartete Software- Update erhalten. Um die Sache zu vereinfachen wird gleich Android 3.1 zum Einsatz kommen und damit auch die Market Anbindung. Das Update wird im Sommer ausrollen. Ob Google TV auch irgendwann außerhalb der USA verfügbar sein wird wurde nicht verraten.

Ice Cream Sandwich

Nein, von der schönen neuen Adroid-Version gab es noch nichts zu sehen, außer dem wirklich gelungenen Logo. Und dass Ice Cream Sandwich alle bisherigen Android-Geräte (Tablets, Smartphones und so weiter) vereinen wird, war bereits bekannt. Nun wissen wir zumindest, dass es im vierten Quartal fertig sein soll. Mal sehen, ob es dann nicht schon zu kalt für ein Eis ist.

Movie Rentals

Videoverleih-Service über den Android Market. Sehr schöne Sache. Filme über den Market für 30 Tage ausleihen und auf allen Geräten sehen können. ABER leider nur in den USA.

Google Music

Hier gab es keine Überraschungen. Alles wie bereits im heutigen Artikel beschrieben. Und natürlich auch wieder nur für die USA. Wie frustrierend.

Update-Richtlinien

Google erarbeitet mit den großen Herstellern und Mobilfunkanbietern eine Richtlinie, die festlegt, wie schnell ein Gerät ein Update nach dessen Veröffentlichung erhält und wie lange ein Gerät mit Updates versorgt wird. Das ist aus unserer Sicht tatsächlich eine kleine Sensation, die tatsächlich bald ein Ende der Fragmentierung bedeuten könnte.

Android Open Accessory Standard

Ähnlich wie einst Plug & Play für PCs, wird das Arduino-basierte ADK (Accessory Development Kit) sicherstellen, dass an Android-Geräte angeschlossenes Zubehör auch unmittelbar erkannt wird. Dadurch sind unendlich viele neue Anwendungsmöglichkeiten möglich. Da Arduino eine Open Source Hardware-Plattform ist, wird sich um das ADK sicher schnelle eine lebhafte Hacker-Gemeinde bilden.

Android @ Home

Heimvernetzung mit Android. Bald kann das gesamte Haus mit Android-Geräten ferngesteuert werden. Wer vergessen hat den Herd in der Küche auszumachen, braucht nun nicht mehr von der Couch aufstehen. Ein Tap auf das Tablet reicht. Auch wenn man Musik in verschiedenen Räumen steuern möchte. Das wirklich tolle Sonos-System bekommt also mächtig Konkurrenz. Das Ganze befindet sich natürlich noch im Entwicklungsstadium, aber so wie wir Google kennen, wird es nicht lange dauern, bis mal das Ganze wirklich gut Nutzen kann. Eine Zusammenarbeit mit einem großen Hersteller von LED-Glühlampen wurde bereits erwähnt.

Das war natürlich nur eine sehr kurze und knappe Zusammenfassung der Keynote und der dort vorgestellten Produkte. Ausführlicher kümmern wir uns Morgen (der Morgen danach…) um alles.

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