Apple im Unternehmenseinsatz: Friss oder stirb

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Die immer steilere Adaptionskurve von Apple-Technologie in Unternehmen zeigt, wie gut der Transfer vom privaten auf den Dienst-Schreibtisch funktioniert. Zu Hause funktionieren MacBook und iPad, warum also nicht auf im Beruf? Doch stellt dieser Trend die IT-Abteilungen vor gewisse Probleme. Sie müssen ihre Sichtweise auf den Kopf stellen.

Apple im Unternehmenseinsatz: Friss oder stirb

Auf der diesjährigen MacWorld | iWorld kamen nicht nur Entwickler und Anwender auf ihre Kosten. Das Rahmenprogramm wurde unter anderem durch die MacIT bestritten — eine Konferenz für Branchen-Profis und Enterprise-Kunden.

Dort sprachen diverse Vertreter solcher Beraterfirmen, die Unternehmen dabei helfen, Apple-Technologie einzusetzen. In welchem Umfang es dabei professioneller Hilfe bedarf, ist bereits Teil des Problems. Vor allem der Umgang mit Apple IDs, iOS-Geräten und dem App Store bereitet vielfach Schwierigkeiten.

Diese Produkte sind nämlich auf den individuellen Gebrauch, also den Einsatz bei Individuen gedacht – nicht für eine gleichgeschaltete Masse an Mitarbeitern. Das beißt sich sowohl mit den Bedingungen in größeren Betrieben als auch in Schulen oder Universitäten.

Im Laufe der Vorträge auf der MacIT wurde laut John Cox von NetworkWorld eines deutlich: Wer Apple-Produkte in einer Enterprise-Umgebung einsetzen möchte, muss entweder seine Gewohnheiten ändern oder eben mit den Unannehmlichkeiten leben.

Kevin White, ein Spezialist für Apple-Training von Macjutsu formulierte es treffend so: „Es ist eine Qual, aber so ist nunmal das (Apple-)Modell.“ Auch das „Volume Purchasing Program“ (VPP), mit dem IT-Einkäufer mehrere App-Lizenzen mit einem Konto erwerben können, trage nur bedingt zur besseren Handhabung des Konzeptes bei.

Unter anderem müssen die Entwickler der jeweiligen Anwendungen sich aktiv für das VPP entscheiden, damit ihre Apps dort gekauft werden können. Insgesamt sei ein radikales Umdenken seitens der Unternehmen nötig. Das wiederum gehe mit erheblichen Änderungen der Buchhaltungsverfahren einher – ein rotes Tuch für viele Zuhörer.

Die IT-Spezialisten müssen sich also, so sie denn mit der Integration von Apple-Geräten im Unternehmen beauftragt wurden, auf einen „signifikanten Paradigmenwechsel“ einstellen. So beschreibt Berater Ben Greisler die Lage. Die Profis befinden sich seiner Ansicht nach häufig in einem Zirkelschluss. Man müsse Geräte kontrollieren, weil sie verwaltet werden müssen – und umgekehrt. Am Ende sei das eigentliche Ziel die Sicherheit der Daten im Unternehmensnetz.

Sowohl Mac OS X als auch iOS „gehen mit diesem Thema anders um“, so Greisler. Also müssten auch die IT-Teams umdenken. Trotzdem verlangt Apple von den Firmen teils großflächige Umstellungen. Damit könne man sich entweder abfinden, oder aber weiterhin mit HP oder Dell arbeiten.

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