Die App im Wandel: Vom Nutzlosen zum Nützlichen

Tizian Nemeth
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Blickt man über die Ausstellungsflächen der Macworld Expo, bemerkt man bei den iPhone Apps einen Wandel. Der Fokus der Entwickler liege nun vor allem auf Apps für soziale Netzwerke und für das Business, berichtet die Seite Cio.

Damit ersetzen neue nützliche Anwendungen für Apples Smartphone sukzessive die zahllosen mehr oder minder nutzlosen Apps, erklärt ein Entwickler auf der Macworld. Zudem müssen künftige Apps technisch ausgereifter und besser entwickelt werden, wenn man damit beim Anwender noch Erfolg haben möchte, bestätigt Mike Goos, Produkt-Direktor von Frog Design.

Mittlerweile findet man im App Store mehr als 150.000 Anwendungen, darunter einige mit zweifelhaftem Nutzen, wie beispielsweise virtuelle Furzkissen. Gerade die große Anzahl sorge jetzt für eine Selektion, die Chris Young, CEO von Momentum Mobile, mit der Darwinschen Evolution vergleicht.

Vor allem Apps mit denen man auf dem iPhone auch arbeiten kann, werden sich nach Young durchsetzen. Unternehmen werden künftig auf Apps setzen, die man international gebrauchen kann, die den Kunden an Marken besser heranführen und dem Anwender einen Mehrwert in Form nützlicher Funktionen und Services bieten. Dadurch könnten Entwickler nicht nur an ihren Apps verdienen, sondern auch am Service.

Die neue Generation von Apps wird zudem aktuelle Trends von Anwendungen auf Desktoprechnern auch auf die Smartphones holen. Vor allem Programme für soziale Netzwerke stehen dabei im Vordergrund. Frog Design präsentiert beispielsweise auf der Messe mit Temptd eine App, über die Anwender unter anderem in virtuellen Selbsthilfegruppen den Kampf gegen schlechte Ernährung, das Verlangen nach Nikotin und unkontrollierbare Spielsucht antreten können. Dabei erfolgt die Kontrolle über den Druck der Gruppe, erklärt Mike Goos.

Auch die technischen Funktionen des iPhones wie GPS und Kamera werden die kommenden Apps besser ausnutzen. Im Zusammenspiel zwischen Soft- und Hardware liegt die Zukunft vor allem in der Augmented Reality. So präsentiert beispielsweise Mobilizy die App Wikitude: Das Programm liefert dem Anwender Informationen in Echtzeit zu Sehenswürdigkeiten und interessanten Orten, wenn dieser seine iPhone-Kamera darauf richtet. Die Infos blendet die App über das aufgenommene Bild.

Bild: dougbelshaw, “My iPhone apps as of February 2010″. Some rights reserved. Flickr.

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