Erste Tests mit Playbook OS 2.0 und das wirkliche Geschäft von RIM

Matthias Schleif
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Wie schon bei der Bekanntgabe der neuen Version des Playbook OS 2.0 vermutet, dürfen interessierte Messebesucher das System auf dem Mobile World Congress in Barcelona auch ausprobieren, so dass es erste Erfahrungsberichte davon gibt. Unterdessen wird deutlich, dass RIM eventuell an einer anderen Stelle sein eigentliches Geld verdient.

Erste Tests mit Playbook OS 2.0 und das wirkliche Geschäft von RIM

Einer der ersten, die sich das neue Betriebssystem für die Mobile-Geräte von Research in Motion ansehen durfte, war techwireasia, die auch einen entsprechenden Bericht auf ihrer Website veröffentlicht haben.In diesem wird das neue OS zwar eigentlich ausgiebig gelobt, nur der Titel und der letzte Satz strotzen vor Kritik. Mit dieser Plattform werde man “wohl kaum Kunden überzeugen” können, gibt etwa der Titel vollmundig Auskunft über die Meinung von TechwireAsia, denn – so lässt der letzte Satz dann wissen – “an iOS und Android” käme das Playbook OS eben “lange nicht heran”. Das mutet insbesondere deswegen komisch an, weil im Text die Kompatibilität mit Android gelobt, die Zusammenarbeit mit RIMs Blackberry-Smartphones hervor gehoben und der Rovi-Moviestore als einzigartig dargestellt wird. Sicher mag an einigen Punkten die Kritik berechtigt sein, aber ihr Geld verdienen die Kanadier eh an anderer Stelle.

Wie in RIMs Blog zu lesen ist, sind sie besonders stolz auf die Zusammenarbeit mit Porsche, wegen der auch ein 911er am Messestand bewundert werden darf. Leider ist eine kleine Ausfahrt auch auf hartnäckige Nachfrage nicht gestattet worden, viele Funktionen sind dennoch schon nutzbar, beziehungsweise stehen zum Ausprobieren zur Verfügung. Besonderen Wert hat man bei der Entwicklung auch auf die scheinbar nicht aufzuhaltende NFC-Technik (near field communication) gelegt,die auch im Playbook OS verankert ist.

Research in Motion mag vieles falsch gemacht haben in den letzten Jahren, für die Kooperation mit einer Marke wie Porsche gewisse andere Geschäftsbereiche kurzzeitig zu vernachlässigen, ist aber nachvollziehbar. Sie befinden sich jetzt aber offensichtlich auf dem Weg zurück in die Spur, so dass wir Besuchern des MWC empfehlen, vielleicht doch einen kleinen Stopp an diesem Stand mit dem Porsche 911 davor, zu machen.

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