Mobile World Congress 2011: Mein Rückblick [MWC 2011]

Der MWC ist zu Ende, wir sind wieder zuhause angelangt – ich in Berlin, Ben in Innsbruck – und nach einer Mütze Schlaf ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen. Hier also mein völlig subjektiver Rückblick auf 4 Tage voller neuer Erfahrungen, einer guten Portion Stress, tollen Geräten und 60.000 mobilfunkbegeisterten Menschen aus aller Welt.

Mobile World Congress 2011: Mein Rückblick [MWC 2011]

Das Wichtigste zuerst: Die neuen Geräte. Ich habe ganz sicher nicht alles gesehen, die Geräte der großen Hersteller aber alle mal in der Hand gehabt. Meine Meinungen basieren freilich auf wenigen Minuten Hands-on-Tests, können sich also durchaus noch ändern.

Samsung Galaxy Lechz

Das Samsung Galaxy S II war mein definitives Highlight auf dem MWC. Mag mich mancher einen Samsung-Fanboy schimpfen, aber das Samsung-Flaggschiff hat auch in der zweiten Generation die Nase vorn. Das Riesen-Display mit beispielloser Schärfe und Farbbrillanz, könnt ihr mir glauben, ist ein echter Hingucker. Dazu eine gute Verarbeitung, die das Gerät enorm dünn und schön leicht macht. Die Dual Core-CPU und 1 GB RAM machen das Gerät wunderbar flüssig und flott. Ich wollte das Samsung Galaxy S II nicht mehr aus der Hand legen und prognostiziere mal ins Blaue, dass Samsung den Erfolg des SGS1 mit dem Nachfolger noch toppen wird. Mein persönlicher Name für das Ding: Samsung Galaxy Lechz.

Vom Samsung Galaxy Tab 10.1 war ich etwas enttäuscht, wenn auch auf hohem Niveau. Ich fand es schade, dass gerade eine Displayspezialist wie Samsung “nur” ein TFT-Display verbaut. Andererseits bietet das Gerät eine hervorragende Haptik und hat die beste Rückansicht aller gezeigten Geräte. Ansonsten leidet das SGT10.1 wie alle anderen Honeycomb-Tablets darunter, dass sie sich aufgrund der noch identischen Benutzeroberfläche zum Verwechseln ähnlich sehen.

motorola xoom
Das Motorola Xoom hat ähnliche Eigenschaften wie das SGT10.1 und sieht vor allem dem iPad sehr ähnlich. In unserem Test fühlte sich die Honeycomb-Oberfläche merkwürdig unpoerformant an, nach unserem kurzen Handanlegen wurden wir aber von T-Mobile (in dessen Pavillon wir das Gerät testeten) darauf hingewiesen, dass es sich noch um ein Vorserienmodell mit nicht finaler Oberfläche handelte. Eigentlich hätten wir das Ding gar nicht anmachen dürfen. Ups!

Einen Tick besser als Galaxy Tab 10.1 und Motorola Xoom fand ich das LG Optimus Pad. Dank des kleineren 8,9-Zoll-Formates kann man das Pad gerade noch so in der Hand halten, ohne auf die Vorzüge des größeren Tablet-Formates zu verzichten. Auch kam mir das Display etwas besser vor, allerdings wird erst ein direkter Bildvergleich zeigen, ob ich in meiner subjektiven Wahrnehmung richtig liege. Im Vergleich zu XOOM und Galaxy Tab 10.1 hat das LG-Pad mit seiner doppelten und 3D-fähigen Kamera jedenfalls noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal.

Wie 3D ist das LG Optimus 3D? Nun, der Effekt ist da und durchaus verblüffend. Ich hatte die Möglichkeit, eine Runde Asphalt 5 auf dem Optimus 3D zu spielen und ein 3D-Demovideo zu schauen, was eine nette Erfahrung war. Das Display war aber auch im regulären 2D-Betrieb gut. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob der 3D-Modus auch längere Zeit trägt oder ob der Effekt nicht irgendwann “abgenutzt” ist. Das wird sicher von den persönlichen Präferenzen des Nutzers abhängen.

Das LG Optimus Speed überzeugte uns im Hands-on durch sein absolut flüssiges Interface. Auch an Display und Verarbeitung war nichts auszusetzen. Die zahlreichen Vorbesteller können also beruhigt sein — das Ding ist ‘ne Wucht und sein Geld sicher absolut wert.

Das LG Optimus Black hat einen soliden Eindruck gemacht. Das NOVA-Display ist tatsächlich recht hell — allerdings keine gleißende Offenbarung. Wir müssten das Display aber im hellen Sonnenlicht testen, um eine finale Einschätzung abzugeben. Schade, dass das Gerät nur eine Single Core-CPU hat, aber die Zielgruppe sind auch kleine Leistungsfetischisten. Mit der Keith Haring-Edition wird klar: Das Black richtet sich an Lifestyle-Kundschaft. Sollten sich die angekündigten guten Akkuverbrauchswerte bewahrheiten, ist das Optimus Black wohl ein stylischer Allrounder für Smartphone-Umsteiger.

Und Motorola? Das Motorola Atrix hatte ich nur kurz in der Hand und konnte es auch nicht ausreichend begutachten, etwa in Verbindung mit der Dockingstation. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass das Handy für sich genommen wenig Alleinstellungsmerkmale besitzt.

Da gefielen mir die momentan viel gescholtenen HTC-Devices besser. Meine Meinung zum HTC Wildfire S, Desire S und Incredible S und Flyer im HTC-Artikel.

Und der Kongress selbst? Der MWC war unfassbar voll — etwa 60.000 Menschen waren angemeldet, was man unüberprüft glaubt, wenn man nur eine Minute in der Menge verbracht hat. Solche Menschenmassen bringen natürlich auch immer Probleme mit sich: So war WLAN nur punktuell vorhanden oder gar funktional, die Preise für Verpflegung waren exorbitant. Gerade in den Keynotes wären wir ohne das WLAN-Tethering des Datenroamings meines Galaxy S aufgeschmissen gewesen. Es gab unheimlich viel zu sehen — mehr, als mit unserem Team aus zwei Leuten jemals abzudecken möglich gewesen wäre. Trotzdem haben wir viele Eindrücke gesammelt, Kontakte geknüpft und ein paar Videos geschossen. Wir freuen uns auf’s nächste Jahr.

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