MWC 2011: HP TouchPad (WebOS) [Video]

Ben Miller
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HP TouchPad
Wie erwartet fanden sich auf den Showfloors des Mobile World Congress zahlreiche mehr oder weniger beeindruckende (und funktionierende) Tablets. Vom Motorola XOOM, über LG’s Optimus Pad, Samsungs Galaxy Tab und Samsung Tab 10.1 bis hin zum HP TouchPad hatten wir fast alle “Top-Pads” in der Hand. Einer der meiner Meinung nach interessanteren und ernstzunehmenderen iPad-Konkurrenten ist das TouchPad von Hewlett Packard. Dies dürfte unter anderem auch daran liegen, dass HP im April 2009 Palm übernommen hat und dessen CEO vor seinem Wechsel zu Palm Senior Vice President für Hardware-Entwicklung bei Apple war. Palm entwickelte das WebOS und auch das Palm Pre Smartphone auf dessen Konzept das TouchPad aufbaut. Das TouchPad hat ein gewisses Maß an Apples “Look & Feel”. Es ist intuitiv, übersichtlich, schlicht und schön anzusehen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=SkeGhM7XzXk

Das Betriebssystem “WebOS”

HP Touchpad vs Apple iPad
Für viele Aspekte des WebOS 3.0 scheint Apples iOS als Vorbild gedient zu haben. Funktionen, die dem iOS (derzeit noch) fehlen fügte man hinzu. Andere tauschte man gegen Eigene aus. Das und die teils sehr ähnlichen Hardware-Spezifikationen machen das TouchPad für Apple meiner Meinung nach – ich möcht nicht sagen “gefährlich” aber zumindest doch “beobachtungswürdig”.

Google verfolgt mit dem Android Betriebsystem eine andere Konzept-Schiene als Apple. HP und Palm scheinen hier die selbe Strategie wie Apple zu verfolgen.

Nun ist es natürlich einfacher nach einer Vorlage zu arbeiten. Fakt ist aber, dass das WebOS in Punkten wie Notifications und Multitasking gegen iOS auftrumpfen kann. Bei Letzterem geht es weniger um die Frage des “wirklichen Multitaskings” als um die Handhabung desselbigen.

Statt nur Icons in einer Leiste anzuzeigen, zeigt das WebOS ganze Screenshots der geöffneten Applikationen als sogenannte “Stacks” (Stapel) an. Selbst mehrere Fenster einer einzelnen Applikation lassen sich seperat anzeigen, bearbeiten, öffnen oder schliessen. So kann man beispielsweise in der Mail-Applikation mehrere Email-Entwürfe gleichzeitig geöffnet haben und jederzeit zwischen diesen hin- und herwechseln. iOS kann dies in Version 4.3 nicht.

Notifications bzw. Benachrichtigungen werden bei WebOS in der Statusleiste angezeigt. Ein Fingertip auf das kleine Icon klappt ein Popup auf in dem man dann durch alle Notifications blättern und einzelne sogar entfernen kann.

Viele iOS-User dürften sich sicher schon einmal gefragt haben welche Notification sie da eigentlich zuletzt weggeklickt haben, weil diese mittem im Spiel oder Film die Wiedergabe blockierte. Hat man die  jeweilige Benachrichtigung dann unbedacht weggeklickt, ist sie auch schnell vergessen. Aus dem Auge, aus dem Sinn. Und schon sind die iOS Push Notifications nutzlos.

Im Gegensatz zum iPad kann das TouchPad SMS versenden. Auf Wunsch auch in Kombination mit einem Palm Pre 3 bzw. Palm Veer.

Laden & Synchronisation

Wie auch das Palm Pre wird das TouchPad kabellos per Induktion mit dem sogennanten “TouchStone” aufgeladen. Hierzu legt man das Device einfach auf den TouchStone. Über eine Weiterentwicklung dieses Features können Daten wie beispielsweise geöffnete Webseiten sogar von einem Palm Pre 3 oder Palm Veer auf das TouchPad übertragen werden. Der Akku des TochPads ist nicht auswechselbar.

HP bietet für WebOS kein iTunes-Pendant. User können Daten aber beispielsweise mit DoubleTwist oder anderen Synchronisations-Programmen von Drittherstellern auf die webOS-Geräte kopieren.

Hardware

HP Palm TouchPad
Derzeit nur als WiFi-Version verfügbar soll das TouchPad im Laufe des Jahres auch als 3G- und 4G-Version auf den Markt kommen.

Dass HP mit dem TouchPad natürlich auch auf Apple-User abzielt, machen die Spezifikationen des TouchPads deutlich. So ist es fast exakt gleich groß und auch gleich schwer wie das WiFi-iPad.

Es verfügt zudem über die gleichen Sensoren wie Kompass, Gyroskop, Lichtsensor und Accelerometer. Auch der Touchscreen gleicht mit einer Auflösung von 1024×768 Pixeln und IPS-Technologie jenem des iPads. MPEG-4 bzw. h264 sind die primär unterstützten Videoformate mit Hardwarebeschleunigung. Eine Kamera auf der Rückseite kann das TouchPad nicht bieten. Dafür wartet es mit einer 1,3 Megapixel Front-Kamera für Videotelefonie auf. Abgerundet wird das Paket mit Stereo-Lautsprechern mit “Beats Audio“. Über NFC verfügt das Tablet nicht.

HP TouchPad

Übersicht:

  • 1,2 Ghz Snapdragon Dual-Core Prozessor
  • 1GB Arbeitsspeicher
  • 16 oder 32 GB Speicherplatz (je nach Modell)
  • WiFi 802.11 b/g/n, Bluetooth 2.1 EDR, 3G bzw. 4G (= nur Mobilfunk-Modelle)
  • 9,7 Zoll IPS-Touchscreen mit 1024×768 Pixeln
  • Frontkamera mit 1,3 Megapixeln
  • Gyroskop, Kompass, Lichtsensor, Accelerometer, A-GPS

Preis & Marktstart

Offiziell sind Preis und Marktstart noch nicht bekannt. Angeblich soll das TouchPad Ende Juli für einen Preis ab USD 700,- zu haben sein. Die Mobilfunk-Modelle sollen sowohl als CDMA- als auch GSM-Version angeboten werden. Bleibt zu hoffen, dass Apple beim iPad 2 erneut einen neuen Standard setzt und mindestens gleiche (aber hoffentlich bessere) Features bietet.

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