Nvidia Kal-El: 12 GPU-Kerne + vier CPUs = jede Menge Power [MWC 2011]

Amir Tamannai
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Das geht alles so schnell! Damit meine ich nicht nur die Benchmarks und Grafiken auf Dual Core-Geräten und deren jetzt schon angekündigten Nachfolgern, sondern vor allem die Entwicklung derselben. So hat Nvidia auf dem MWC den Kal-El-Chipsatz als Nachfolger des Tegra 2 präsentiert — dessen nominellen Werte sind ebenso beeindruckend wie das, was der vier-Kern-12-GPU-Chip aus seinem Potenzial macht.

Nvidia Kal-El: 12 GPU-Kerne + vier CPUs = jede Menge Power [MWC 2011]

Nochmal ganz langsam zum Mitschreiben und Setzen lassen: Der Kal-El-Chip, der sehr wahrscheinlich schon ab August dieses Jahres in ersten Tablets verbaut sein wird, verfügt über 4 CPU-Kerne und 12 (zwölf, twelve, douce, on iki, doce, dwenadzat!) GPU-Kerne.

Nvidia sagt, dass der Chipsatz rund fünfmal so schnell wie der eigentlich ja auch noch brandneue Tegra 2 sein soll — und überzeugte uns in Barcelona mit zwei Demos von dieser Ansage. Zunächst decodierte und übertrug der Kal-El einen in gigantischen 2560 x 1440 Pixeln aufgelösten Stream (ruckelfrei) zeitgleich an ein Optimus Pad mit “nur” 1366 x 768 Bildpunkten und an einen 30 Zoll-Monitor mit einer 2560 x 1600er Auflösung. Wer mal versucht hat, ein 1080p HD-Video auf einem nicht ganz so zeitgemäßen Laptop abzuspielen, hat eine ungefähre Vorstellung davon, wie viel Rechenpower für das Decodieren und Umwandeln in zwei unterschiedliche Auflösung nötig ist.

Daneben lief auf einem Tablet eine in 720p aufgelöste Demo des Schlachtenspiels Great Medieval Battles. Darin bekeilten sich zwar 650 Soldaten — den Kal-El-Chip brachte das aber nicht in Verlegenheit. Vor allem im direkten Vergleich mit einem Tegra 2-Tablet wurde deutlich, wie viel schneller Nvidias kommender Chipsatz sein wird. Der Stromverbrauch soll sich da bei übrigens in Grenzen halten und unter “optimalen Bedingungen” (wie auch immer die aussehen mögen) sollen bis zu zwölf Stunden HD-Wiedergabe ohne Pit-Stop an der Steckdose möglich sein.

Nicht minder beeindruckend als der Kal-El selber ist übrigens Nvidias Roadmap für die kommenden Jahre: Auf “Kal-El” wird “Wayne” folgen, dann “Logan” und schließlich “Stark” (Wie unser Leser Heinz treffend festgestellt hat, stehen die Codenamen übrigens für die Comichelden Superman, Batman, Wolverine und Iron Man), der 2014 dann 75-mal so schnell wie ein heutiger Tegra 2 sein soll.

Was ich mich angesichts einer solch rasanten Entwicklung allerdings wirklich frage: Wann soll man denn nun ein Tablet kaufen? Wenn im August schon eine neue Generation mit so viel mehr Rechenleistung kommt, wie viel Sinn macht die Anschaffung von Galaxy 10.1, Optimus Pad oder Xoom in den kommenden Wochen überhaupt? Sollte ich lieber bis zum August warten? Aber wer sagt mir denn, dass dann nicht schon wieder eine nächste, noch tollere Generation angekündigt wird, die dann Weihnachten in den Regalen steht?

Es wird mit den Tablets also so sein, wie mit Handys und PC bislang eben auch: Den einen richtigen Moment und das eine richtige Produkt wird es nicht geben. Wir werden damit leben müssen, dass wir uns irgendwann für ein Gerät entscheiden werden, dass zwei Monate später nicht mehr State-of-the-Art sein wird. So what?

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