OMAP5: Interview mit TI zur neuen Prozessorgeneration [MWC 2012]

Amir Tamannai
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Mit dem OMAP 5 verbaut Chiphersteller Texas Instruments erstmals den im 28 nm-Verfahren gefertigten ARM Cortex A15 Dual Core-Prozessor in einem mobilen Chipsatz. Was der kann und warum er besser sein soll als zum Beispiel die Konkurrenz von NVIDIA, haben wir im Gespräch mit Mark Granger, Director des OMAP Product Managements, auf dem MWC erfahren.

OMAP5: Interview mit TI zur neuen Prozessorgeneration [MWC 2012]

Es müssen nicht immer viele CPU-Kerne sein, auch die Architektur eines Mobile-Chips kann für gute Performance bei gleichzeitiger Energieeffizienz sorgen – und genau das tut laut Mark Granger von Texas Instruments die neue TI OMAP 5-Plattform:

„The right core do to the chore“ – also den richtigen Kern beziehungsweise Prozessor oder Chip für die jeweilige Aufgabe zu haben, ist die Maxime von TI beim OMAP 5: Das Geheimnis liegt in der Architektur des SoC, die dafür sorgt, dass Anforderungen die das Gerät je nach laufender Anwendung stellt, viel dedizierter an verschiedene Komponenten des Chips verteilt werden. So können die beiden Hauptkerne sich auf das Wesentliche konzentrieren oder sich „ausruhen“ und somit Energie sparen.

Wie gut das funktioniert, soll das folgende Video beweisen, das eine auf 800 MHz gedrosselte OMAP 5-Plattform im HTMl 5-„Wettkampf“ mit einem ARM Cortex A9 Quad Core-System, das mit 1,3 GHz taktet, zeigt – beide Systeme rendern 20 HTML 5-Webseiten, laden im Hintergrund eine Datei herunter und spielen ein MP3-File ab. Das OMAP 5-System braucht rund 90 Sekunden, die Quad Core-Plattform rendert über 200 Sekunden.

Nun sind solche Vergleiche dafür, wie sich das ganze später in freier Wildbahn gestaltet, meiner Meinung nach wenig aussagekräftig, zumal der OMAP 5-Chipsatz erst Ende des Jahres in ersten Geräte Einzug halten soll und bis dahin auch die Konkurrenten Fortschritte gemacht haben dürfte. Interessant bleibt das Rennen um die Performance- und Energie-Effizienz-Krone in jedem Fall.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf androidnext.de erschienen. androidnext und GIGA ANDROID sind jetzt eins. Mehr erfahren.

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