Hol Dir jetzt die neue kino.de App     Deutschland geht ins kino.de

Negativ-Oscar - Die goldene Himbeere 2010

commander@giga
123

(Andreas) Alle Welt blickte vorgestern Nacht wieder auf die Oscars – doch in dessen Windschatten fährt der unglamouröse Gegenentwurf zur berühmten Veranstaltung mit: die Goldene Himbeere. Traditionell am Oscar-Vorabend stattfindend, wird hier mein Lieblings-Preis verliehen: die Kürung der schlechtesten Filme und Darsteller des Jahres!

Negativ-Oscar - Die goldene Himbeere 2010

Wo Weiß ist, muss auch Schwarz sein. Zurecht gibt es daher einen Negativ-Preis zu den Selbst-Beweihräucherungen der jährlichen Oscar-Gala, das für die schlechtesten Schauspiel- und Filmleistungen auszeichnet. Der Golden Raspberry Award, auch “Razzies Award” genannt, fand dieses Jahr zum dreißigsten Mal statt und ist wohl der einzige Preis der Welt, über die sich Schauspieler wie Filmschaffende nicht wirklich freuen können.

Weswegen es nicht weiter verwundert, warum die meisten Gewinner dieser Trophäe fast nie zur Abnahme erscheinen – nur ganze dreimal zeigten die Sieger Eier(-stöcke) und nahmen ihre Preise persönlich entgegen: Halle Berry tat dies 2005 für die schlechteste weibliche Hauptdarstellerin in Catwoman, Paul Verhoeven 1995 für Showgirls als schlechteste Regie-Arbeit und Film, und 2010 Sandra Bullock für Verrückt nach Steve. Dies bedarf eines Sinns für Humor und Klasse. Ironischerweise haben beide Schauspielerinnen auch eine Oscar-Trophäe im Wohnzimmer stehen. Sandra Bullock durfte dieses Jahr also die Goldene Himbeere für die schlechteste Schauspielerin mitnehmen, und einen Tag danach den Oscar für die beste Schauspielerin. Kurios? Aber so ist das Leben.

Schlechtester Film

Nominierungen:
Verrückt nach Steve, G.I. Joe, Die fast vergessene Welt, Old Dogs, Transformers 2

Gewonnen:
Transformers 2 – Die Rache

Darüber lässt sich nicht mehr viel sagen, außer dass ich den Preis vollkommen absegnen kann – einzig G.I. Joe war ihm auf den Fersen. Ein Actionfilm mit endlosen Materialschlachten und einem nicht enden wollenden Finale, das so derart abstumpft dass einem am Ende völlig egal wird wer lebt oder stirbt – was sowieso vorhersehbar ist und jegliche Spannung im Keim erstickt. Einzig für Heimkino-Spezis interessant, die mit diesem Film eine inoffizielle Demo für ihr Equipment parat haben.

Neue Artikel von GIGA FILM

GIGA Marktplatz