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Unsere Prognose für die WWDC - Update: Safari 5, Mac OS X 10.6.4

macnews.de
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Der Countdown läuft. Wir zählen schon die Stunden bis zur Eröffnung der diesjährigen Worldwide Developers Conference (WWDC) durch Apple-CEO Steve Jobs. Ab Montag, 10 Uhr (19 Uhr bei uns), treffen im Moscone Center von San Francisco 1000 Apple-Mitarbeiter auf 5000 Entwickler aus aller Welt. Fünf Tage lang informiert das Unternehmen über Innovationen und die Möglichkeiten im Umgang mit den Technologien hinter den beiden Systemen “iPhone OS” und “Mac OS X”. Zwar verrät die Übersicht der “Sessions & Labs” die Schwerpunkte der Konferenz, offen ist aber, ob Apple auch neue Hardware vorstellen wird. Wir fassen im Folgenden noch einmal zusammen, worüber in den vergangenen Wochen spekuliert wurde und mit welcher Wahrscheinlichkeit diese Themen ab Montag auf die Agenda kommen.

iPhone und iPhone OS 4

Nachdem verschiedene Blogs Prototypen von Handys veröffentlicht haben, die Apple zugeordnet werden können, reißen die Vermutungen nicht ab, Steve Jobs könne ab Montag das neue iPhone 4G vorstellen. Auch wir halten die Präsentation für sehr wahrscheinlich. Apple hat das Motto der WWDC ganz auf das neue BetriebssystemiPhone OS 4” zugespitzt. Das Logo der Veranstaltung umkreisen unzählige App-Icons, die Designpreise gehen in diesem Jahr nur an Entwickler von iPhone- und iPad-Software, und der Veranstaltungsplan legt einen deutlichen Schwerpunkt auf das Thema “iPhone OS 4″.

Seit 2007 hat Apple in jedem Juni ein neues iPhone vorgestellt, das “3G” (2008) und das “3GS” (2009) jeweils im Rahmen der WWDC. Dank der Prototypen gibt es auch schon präzise Angaben zu der Ausstattung eines “iPhone 4G”: schnellerer A4-Prozessor (wie im iPad), größerer Arbeitsspeicher, ein Display mit höherer Auflösung, verbesserter Akku, Blitzlicht und eine Frontkamera. Entwickler fanden Hinweise auf die “iChat”-Funktion in der Beta-Version des “iPhone OS 4″, so dass Steve Jobs bei der Präsentation gleich den Videochat auf die Leinwand bringen könnte. Prognose: “iPhone OS 4″: Präsentation sicher; “iPhone 4G”: sehr wahrscheinlich.

iTunes

Ende vergangenen Jahres hatte Apple den Musik-Streaming-Dienst Lala.com übernommen und vor ein paar Tagen wieder eingestellt. Es gilt als sicher, dass diese Aktion der Vorbereitung eines cloudbasierten Dienstes für den iTunes Store dient. Anwender müssen Musik dann nicht mehr herunterladen, sondern haben von jedem Gerät (iPhone, iPad, iPod, Mac) direkten Zugriff auf die Musiksammlung im Web. Vorteil: Keine langwierige Synchronisation; vor allem mobile Geräte kommen mit weniger Speicherplatz aus. Nachteil: Hoher Energieverbrauch und Netzabhängigkeit. Es ist aber unwahrscheinlich, dass Apple den Service im Rahmen einer Entwicklerkonferenz vorstellt. Eher kommt die Ankündigung im Herbst zusammen mit neuen iPod-Modellen. Prognose: unwahrscheinlich.

Apple TV

Angeblich plant Steve Jobs, das Projekt “Apple TV” auf die “iPhone OS”-Plattform zu bringen und auf das Wesentliche zu beschränken: High Definition, zwei Anschlüsse, wenig Speicher, dafür Cloud-Anbindung, nicht größer als das iPhone. Im “D8“-Interview bestätigte Jobs, dass er im TV-Geschäft etwas von Grund auf ändern möchte: “Das funktioniert nur, wenn man von vorne anfängt, die bisherigen Boxen vergisst, und so neugestaltet, dass die Kunden sie kaufen wollen.” Das spricht für eine Neuauflage von “Apple TV” – wir glauben aber noch nicht zur WWDC. Prognose: unwahrscheinlich.

Mac Pro

Seit über einem Jahr hat Apple den Mac Pro nicht mehr überarbeitet. Genug Zeit also, um eine Menge Gerüchte und Hinweise zu sammeln. Ganz oben auf der Wunschliste steht der Verbau von Intels neuen Sechs-Kern-Prozessoren. Angeblich sei die Auslieferung auf Juni verschoben worden und die Apple-Produktion könne sofort loslegen. Zusammen mit einem neuen Mac Pro soll es auch ein neues 27 Zoll LED Cinema HD Display geben, das ähnlich aufgebaut sein soll wie der 2008 vorgestellte 24-Zöller. Wir sind uns sicher, dass beide Geräte in den nächsten Wochen in den Store kommen. Die Chancen für eine Präsentation auf der WWDC stehen – trotz “iPhone OS”-Schwerpunkt” – gut. Prognose: wahrscheinlich.

Mac Mini

Dagegen scheint die Präsentation des neuen Mac mini eher unwahrscheinlich. Berichte über Lieferengpässe hatten Spekulationen auf eine Neuauflage des Geräts angeheizt und den Mac mini zum Auslaufmodell erklärt. Das letzte Update gab es im Oktober 2009, vielleicht ein Hinweis auf eine Präsentation beim Herbstevent. Prognose: unwahrscheinlich.

Mac OS X 10.7

Wie bereits erwähnt, wird Apple in diesem Jahr seinen Fokus auf das mobile Betriebssystem richten. Entwickler sollten deshalb nicht zu hohe Erwartungen haben, dass einer Desktoplösung viel Zeit eingeräumt wird. “Vielleicht werden wir uns im nächsten Jahr primär auf den Mac konzentrieren”, sagte Jobs und bestätigt damit Vermutungen, die John Gruber auf “Daring Fireball” veröffentlicht hat. Demnach sind Ressourcen der Mac-Entwickler zu “iPhone OS” abgezogen worden, und Gruber vermutet, dass das “Mac OS X 10.7″ frühestens Mitte 2011 der Öffentlichkeit gezeigt wird. Prognose: unwahrscheinlich.

Und sonst?

“Ihr werdet nicht enttäuscht werden”, hat Steve Jobs angekündigt und sich viel Spielraum für Überraschungen in seiner Keynote eingeräumt. Sicher ist, dass er keine Zeit auf das MacBook Air, neue iPods oder iMacs verschwenden wird. Sicher ist auch, dass macnews.de am Montag live berichten wird. Als Leser haben Sie die Möglichkeit, unseren Livestream parallel via Facebook oder Twitter zu kommentieren und der Redaktion Hinweise zu geben. Ab 18.30 Uhr geht’s los.

Update: Mac OS X 10.6.4

Es gibt Hinweise auf ein Update zu “Mac OS X 10.6.4″ im Rahmen der WWDC. Die Aktualisierung soll die Stabilität, Sicherheit und Kombatibilität des Macs verbessern und Fehler beheben. Prognose: sehr wahrscheinlich

Update: Safari 5

Die Kollegen von “MacGeneration” berichten, dass Apple im Rahmen der WWDC eine neue Version des Safari-Browsers vorstellen könnte. Demnach soll “Safari 5″ Java Script im Vergleich zu “Safari 4″ um 25 Prozent schneller ausführen und die Links einer Seite vorladen, um diese bei Klick schneller abrufen zu können (DNS Prefetching). Außerdem erhält der Browser einen “Reader”, der Artikel auf das Wesentliche beschränkt. Zudem bietet “Safari 5″ die Suchmaschinen “Bing” und “Yahoo” alternativ zu “Google”. Sicheres Indiz für eine Vorstellung zur WWDC sind aber die Hinweise auf erweiterte HTML5-Funktionen wie Geolocation und Vollbild-Video sowie verbesserte Entwickler-Tools, darunter neue Keyboard-Shortcuts und ein überarbeiteter “Web Inspector”. “Safari 4″ erschien vor einem Jahr ebenfalls im Juni. Prognose: sehr wahrscheinlich.

Weitere Themen: Mac OS X, Update, Mac, Safari, Mac OS X 10.6 Snow Leopard, macOS Sierra, iWork für iCloud: Apples Konkurrent für Google Docs und Office 365

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