Keynote in der Zusammenfassung: iOS 6, Mountain Lion und neue Macs

Ein MacBook Pro der nächsten Generation, überarbeitete MacBook Air-Geräte, OS X 10.8 Mountain Lion und iOS 6. Für Apple-Anhänger gab es auf der heutigen Keynote einiges zu sehen. Wir fassen zusammen, was Tim Cook und sein Team im kalifornischen San Francisco präsentiert hat.  

Keynote in der Zusammenfassung: iOS 6, Mountain Lion und neue Macs

Unter großem Applaus betrat Apple CEO Tim Cook wenige Minuten nach 19 Uhr hiesiger Zeit die Bühne in Moscone West. Programmierer, Journalisten und Apple-Anhänger aus über 60 Ländern besuchen laut Cook die diesjährige Entwicklerkonferenz. Sie können auf tatkräfitge Unterstützung von über 1000 Apple-Angestellten hoffen. “Wir haben Apple für eine Woche geschlossen”, witzelte Cook.

Von großen Zahlen

Es hat Tradition, dass Apple Keynotes mit Zahlen rund um seine Hardware- und Software-Produkte eröffnet. Die 23. WWDC bildet keine Ausnahme: So könne man inzwischen 400 Millionen App Store-Accounts in 155 Ländern verbuchen. Grund dafür dürfte nicht zuletzt die Vielzahl an erhältlichen Applikationen sein: Von den insgesamt 650.000 Apps sind 225.000 speziell für Apples iPad entwickelt worden. Eine große Nutzerschaft und viele Apps sorgen natürlich für große Download-Zahlen: So luden Anwender bislang 30 Milliarden Apps herunter, Updates inklusive. Und das lohnt sich für die Entwickler: Apple habe, so Cook, bislang 5 Milliarden US-Dollar an Entwickler ausbezahlt.

Von neuer Hardware…

Phil Schiller, Apples Mann für Hardware-Demonstrationen, kam mit Neuigkeiten hinsichtlich Apples MacBook-Linie auf die Bühne. Apples MacBook Air kann ab sofort von Intels neuen Ivy Bridge-Prozessoren profitieren. Sie laufen mit bis zu 2GHz in Dual-Core i7-Ausführung. Bis zu 8GB Arbeitsspeicher lassen sich nachrüsten. Anwender dürfen sich außerdem über eine bis zu 60 Prozent schnelle Grafik und eine FaceTime HD-Kamera in 720p-Qualität im MacBook Air freuen. Wer viel, aber dennoch schnellen Speicherplatz benötigt, kann sich nun für eine 512 GB große SSD-Festplatte entscheiden. Schnell sind zwei USB 3.0-Anschlüsse im neuen MacBook Air.

Ähnliche Neuerungen erfährt auch das MacBook Pro. Aufrüsten lässt sich hier zu einem Quad Core-Ivy Bridge-Prozessor mit bis zu 2,7 GHz Taktung. Im 15-Zoll-Modell kommt die Kepler GeForce GT 650M-Grafik mit bis zu einem Gigabyte an Speicher zum Einsatz. Alle USB-Anschlüsse nutzen den USB 3.0-Standard. Die Akkulaufzeit beziffert der Hersteller auf sieben Stunden.

…und Hardware der nächsten Generation

Wer nun dachte, das war es mit Updates für Apples Notebook-Linie, wurde nicht enttäuscht. Phil Schiller präsentierte ein gänzlich neues MacBook Pro, das MacBook Pro der nächsten Generation. Mit seinem Retina Display und einem Gehäuse, das um ein Viertel dünner ist als bisherige MacBook Pro-Geräte macht es seinem Namen alle Ehre. Das 15,4-Zoll Gerät ist etwa 1,8 Zentimeter dick und hat ein Display mit einer Auflösung von unglaublichen 2880 mal 1800 Pixel. 220 Pixel pro Zoll. 5.184.000 Pixel. Und das laut Schiller bei einem besseren Kontrast, einer höheren Blickwinkelunabhängigkeit und weniger störenden Lichtreflexen. Genügend Rechenleistung hat das Gerät ebenfalls: Bis zu 16 Gigabyte an Arbeitsspeicher lassen sich konfigurieren. Außerdem steht erneut ein Quad Core-Ivy Bridge-Prozessor mit bis zu 2,7 GHz Taktung zur Verfügung. Oben drauf gibts bis zu 768GB SSD-Speicher. Die Batterieleistung: bis zu sieben Stunden. Standby-Zeit: bis zu 30 Tage. Verbaut ist neben USB 3.0 auch HDMI und ein neuer MagSafe-Steckplatz. “Das wird absolut wundervoll klingen”, sagte Schiller begeistert und meint die neuen Stereo-Lautsprecher im MacBook Pro der nächsten Generation. (Bildquelle: apple.com)

OS X 10.8 Mountain Lion

Craig Federighi präsentierte Apples neues Betriebssystem für Desktop-Macs und MacBooks: OS X 10.8 Mountain Lion. Einige Neuerungen wie iMessages, die Benachrichtigungszentrale, das Game Center und Twitter waren im Vorfeld bekannt. Manche davon haben wir in unserer Screencast-Serie bereits näher beleuchtet. Überraschen konnte Federighi die Anwender allerdings mit einer Diktierfunktion. So könne man sich nun sogar mit Facebook oder anderer Dritthersteller-Software wie Microsoft Word unterhalten, scherzte er.

Eine bislang unbekannte Neuerung für Safari ist iCloud Tabs. Ein Klick auf den neuen Button mit iCloud-Symbol in der Programmleiste zeigt alle Tabs, die aktuell auf den eigenen Geräten geöffnet sind. Eine neue Übersicht hilft, schneller zwischen Tabs zu wechseln und die jeweiligen Inhalte zu überblicken. Sie übernimmt das Funktionsprinzip von Apples iPhone.

Wer im Besitz eines AirPlay-fähigen Soundsystems ist, kann dieses nun mit seinem Mac mit Audio-Dateien versorgen – vorausgesetzt Mountain Lion ist installiert. Heute, am Tag der Keynote, erhalten Entwickler eine nahezu fertige Version des Systems. Anwender sollen es nächsten Monat herunterladen können. Der Preis: 19,99 US-Dollar.

iOS 6

Apple spendiert seinem Sprachassistenten Siri in iOS 6 einige Neuerungen. Anwender können mit Siri nun Applikationen starten. Durch Kooperationen mit diversen Autoherstellern will man im Straßenverkehr für mehr Sicherheit sorgen. Ein im Auto eingebauter Button aktiviert den Sprachassistenten. Innerhalb der nächsten zwölf Monate soll die Zusammenarbeit Früchte tragen. Besitzer des neuen iPads, landläufig auch iPad 3 genannt, dürfen sich mit dem Update auf iOS 6 auf Siri freuen.

Facebook ist nun ebenso wie Twitter im System integriert. Facebook-Termine werden beispielsweise auch in iCal angezeigt. Die gleiche Integration soll es auch auf dem Mac geben.

Oft wird vergessen, dass man mit einem iPhone auch telefonieren kann. Auch für diese Funktion gibt es in iOS 6 neue Funktionen: Anrufe lassen sich mit einem neuen Button auf dem Lock-Screen mit einer (Standard-)Nachricht beantworten. Alternativ lassen sich eine Erinnerungen konfigurieren.

Weitere Neuerungen sind iCloud Tabs, eine Offline-Leseliste und die App Passbook: Sie ist Sammelstelle für Tickets, Boardingkarten, Bonuskarten oder ähnliches.

Hauseigene Karten und eine neue Maps-App sind größere Neuerungen in iOS 6. Größere Städte und Sehenswürdigkeiten gibt es dabei komplett in 3D. Turn-by-Turn-Navigation gibt es ebenfalls. Wer sein iPhone verliert, kann dem Gerät eine Nummer übermitteln. Diese wird gewählt, wenn der Finder die Benachrichtigung auf dem Bildschirm antippt.

Tim Cook fasste am Ende nochmals alles zusammen: “Nur Apple kann solch unglaubliche Hardware, Software und Dienste entwickeln. Wir sind so stolz auf diese Produkte, weil sie perfekte Beispiele dafür sind, was Apple am besten kann.”

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Weitere Themen: MacBook Air, MacBook Pro, Mac OS X 10.8 Mountain Lion , iWork für iCloud: Apples Konkurrent für Google Docs und Office 365

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