Keynote-Zusammenfassung: Apple zeigt Bonbon-iOS 7 und verabschiedet die OS X-Katzen

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Mit der Geheimhaltung klappte es diesmal besser: Was Apple heute präsentierte, war nicht schon alles im Voraus bekannt. Das war die Keynote der WWDC 2013, inklusive Verabschiedung der OS X-Raubkatzen und der Vorstellung von iOS 7:

Keynote-Zusammenfassung: Apple zeigt Bonbon-iOS 7 und verabschiedet die OS X-Katzen

Ganz traditionell führt Tim Cook durch die Keynote, unterstützt von seinem Team. Einige wichtige Punkte stehen auf der To-Do-Liste, angefangen vom Mac Pro, bis hin zu iOS 7. Das iPhone-Betriebssystem hebt sich Apple bis zum Schluss als Höhepunkt auf – und wird vom Auditorium am meisten beklatscht. Beginnen wir also gleich damit:

iOS 7: Aus Apps werden Bonbons

iOS 7 erscheint tatsächlich in einem komplett neuem Outfit – und ziemlich Bonbonfarben. Chef-Designer Jony Ive hat sich in der Farbauswahl der Apps wahrscheinlich von seiner 7-jährigen Tochter (hat er überhaupt eine?) beraten lassen.

Die Apps liegen in einer Fläche über dem Hintergrundbild – eine beeindruckende Animation, der Homescreen ist nun sozusagen 3D. Im wörtlichen Sinne ist das iOS-7-Design also keineswegs flacher, sondern sogar “tiefer”. Die Symbole und Schriften sind aber tatsächlich schlichter. Dafür motzt Apple die Wertigkeit mit Effekten auf, in der Wetter-App blitzt und donnert es zum Beispiel.

Auch andere Apps hat Apple erweitert, zum Teil kennen wir die Funktionen schon von anderen Anwendungen, zum Teil sind sie neu. Viel wichtiger aber: iOS 7 bekommt eine Multitasking-Übersicht, Airdrop, überarbeitetes Siri und mehr. Die ausführliche Vorstellung auf GIGA: iOS 7 – von Grund auf neu.

Nach dieser ersten Vorstellung wirkt iOS 7 tatsächlich wie ein gründlich überarbeitetes, zukunftsfähiges Smartphone-Betriebssystem. Wir sind auf erste Nutzungsberichte gespannt.

OS X 10.9 Mavericks: Welle statt Katze

Seine Stimme wird zittrig, als Tim Cook auf OS X zu sprechen kommt. Apple rühmt sich, die besten Computer zu bauen. Trotzdem arbeite das Unternehmen fleißig an Innovationen. Der Beweis ist das neue OS X – bleibt Apple weiterhin bei den Katzen?

...nein, der Seelöwe ist nur ein Scherz. OS X 10.9 trägt den Beinamen Mavericks (die großen Wellen...). Cook hebt besonders dessen kalifornische Herkunft hervor.

Auf einen Nenner gebracht: OS X Mavericks ist leistungsfähiger, ohne die Akkulaufzeit zu verkürzen.

Die Vorstellung des Systems von OS X-Chef Craig Federighi zeigt: Im Prinzip wirkt Mavericks uns recht vertraut von vorherigen Mountain Lion. Neuheit: Wir können deutlich besser zwischen verschiedenen Schreibtischen und Bildschirmen mit den Programmfenstern jonglieren, Safari ist schneller, das Energiemanagement besser.

Ein paar Apps wandern von iOS auf OS X – zum Beispiel “Karten“, inklusive Synchronisation mit iOS-Geräten. Zusammen mit dem Passwortmanager iCloud Keychain und anderen nützlichen Funktionen klingt die Vorstellung nach einem guten Update. Aber ganz große Überraschungen hat Apple in diesem Bereich nicht – vielleicht zum Glück?

Die ausführliche Vorstellung in einem eigenen Artikel: OS X 10.9. Mavericks.

Neue Hardware: MacBook Air und – – – Mac Pro!

Wie bei OS X Mavericks sorgt sich Apple bei dem MacBook Air sehr um die Akkulaufzeit. Bei den neuen Modellen soll die Laufzeit auf bis zu 12 Stunden gesteigert werden können – bei Video immer noch auf erstaunliche 10 Stunden.

Das MacBook Air wird viele Nutzer begleiten, dennoch ist die wichtigere Veröffentlichung dieses Abends: Der Mac Pro.


Endlich hat Apple wieder einen Profi-Rechner – wir hoffen zumindest, dass er den Profi-Ansprüchen gerecht wird. Von den technischen Daten stehen die Voraussetzungen gut. Und das, obwohl Apple das Gehäuse auf eine Bruchteil des Vorgängers geschrumpft hat (Bild oben) – ein runder Ofen. Hoffen wir mal, dass das nicht auf Kosten der Erweiterbarkeit geht.

Die Vorstellung des Mac Pro war aber nur eine Vorschau – wir müssen uns noch bis Herbst auf die Veröffentlichung gedulden.

iWork wandert in die Wolke

Endlich nimmt sich Apple auch wieder die Office-Programme vor. Genaues zu dem neuen iWork verkündet Apple noch nicht. Nur, dass auch eine Cloud-Version im Anmarsch ist. Dort können wir über den Web-Browser den vollen Funktionsumfang von Pages, Keynote und Numbers nutzen – auch auf dem Windows-Rechner.

In der Wolke finden wir ab Herbst auch den neuen Apple-Musikdienst iTunes Radio – allerdings zunächst nur in den USA, nicht in Europa. Er wird kostenlos sein, allerdings werbefinanziert.

Die Zahlen

Vor lauter Betriebssystemen und Hardware möchten wir in unser Keynote-Zusammenfassung natürlich auch nicht die Zahlen vernachlässigen, mit denen Apple die Erfolge der letzten Monate und Jahre hervorhebt:

  • 6 Millionen Entwickler sind bei Apple angemeldet – kein Wunder, dass die WWDC-Tickets in 71 Sekunden ausverkauft waren.
  • 407 Apple Stores gibt es nun in insgesamt 14 Ländern – und vom neu eröffneten Berliner Store zeigte er glatt einen Videoclip.
  • 1 Million Menschen besuchen die Apple Stores – und zwar jeden Tag!
  • 900.000 Apps gibt es, davon sind
  • 375.000 Anwendungen für das iPad.
  • 575 Millionen Benutzerkonten verwaltet Apple.
  • 10 Milliarden US-Dollar wurden an die Entwickler ausgezahlt.

Fazit zur Keynote der WWDC 2013

Wir haben an erster Stelle einen neuen Mac Pro erwartet, und ein neues iOS – Apple hat uns nicht enttäuscht, wenngleich wir noch auf genauere Informationen zum Rechner warten. iOS 7 wird manche aufgrund des Farbschemas vielleicht etwas erschrecken. Doch es ist vollgespickt mit Neuheiten und Änderungen, die wir wahrscheinlich erst in den nächsten Wochen und Monaten alle überblicken.
Die WWDC 2013 startet mit einer langen, teilweise vergnüglichen und sicher würdigen Keynote.

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Weitere Themen: OS X 10.9, iOS 7, Apple Keynote, iWork für iCloud: Apples Konkurrent für Google Docs und Office 365


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