8K-Fernseher: Nächste TV-Generation in den Startlöchern

Thomas Kolkmann

Die Vorbereitung für die ersten 8K-Fernseher sind bereits in Gange. Hierzulande sind 4K-TVs zwar schon seit Ende 2013 auf dem Markt, die Anzahl der stolzen Besitzer von UHD-Fernsehern und -Monitoren sind jedoch – ähnlich wie die Inhalte in 4K – noch überschaubar. Wenn es nach dem Elekronik-Konzern Sharp geht, soll sich 8K schon 2020 als neuer Standard etablieren.

 Video | Hands-on Samsung S34E790C (4K, 21:9)

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Samsung S34E790C Hands-On

8K-Fernseher – Die Zukunft soll erneut 4-mal so scharf werden

Mit 7680 x 4320 Pixeln soll die Anzahl der Bildpunkte – wie beim Wechsel von FullHD auf 4K – erneut vervierfacht werden. Wie das Wall Street Journal berichtet, soll Sharp nach der Übernahme von Foxconn in Guangzhou (China) nun für 8,8 Milliarden US-Dollar extra eine neue Produktionsstätte errichten, in welcher die zukünftigen 8K-LCDs hergestellt werden sollen.

Die Produktion der ersten Displays soll dabei schon 2019 anlaufen, sodass die ersten 8K-Fernseher passend zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio erscheinen sollen. Neben der vierfachen Pixelanzahl, welche in einer doppelten Bildpunktdichte resultiert (siehe Tabelle), sollen die 8K- bzw. UHD-2-Fernseher natürlich auch 10-Bit-Farbtiefe, HDR und 120 Hertz unterstützen.

Standard Auflösung Bildpunktdichte (Bsp: 27-Zoll-Display)
8K (UHD-2) 7680 x 4320 326 ppi
4K (UHD-1) 3840 x 2160 163 ppi
FullHD 1920 x 1080 81 ppi
HD 1280 x 720 54 ppi
SD (NTSC; 4:3) 640 x 480 29 ppi

8K-Prototyp mit über 33 Millionen Pixel und einem Problem

Im Oktober 2016 stellte Sharp auf der japanischen IT-Messe CEATEC bereits den ersten Prototypen ihres IGZO-8K-Monitors vor. Dieser zeigte jedoch gleichzeitig auch, dass die aktuellen Kabel-Standards nicht gerade praktikabel für die 8K-Technologie sind: Gleich acht DisplayPort-Kabel versorgten den Prototypen mit den Bilddaten, wie die Kollegen von PC Watch bildlich festhalten konnten.

Mit der größeren Auflösung, einer höheren Wiederholrate und der stärkeren Farbtiefe wächst auch die Datenmenge erheblich, wodurch die aktuellen Standards von HDMI und DisplayPort an ihre Grenzen stoßen. DisplayPort 1.4 soll bei Release im März 2017 immerhin die volle 8K-Auflösung unterstützen, jedoch nur bis zu einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz.

Eine mögliche Lösung dürfte der SuperMHL-Übertragungsstandard werden, welcher über einen Stecker angeschlossen wird, welcher dem neuen USB-Typ-C in Handhabung und Aussehen nicht unähnlich ist. Darüber hinaus soll SuperMHL 8K, HDR und 120 Hz problemfrei übertragen. Natürlich haben die Konsortien hinter HDMI und DisplayPort bis Produktionsbeginn 2019 noch etwas Zeit, um die Kabelstandards für die neuen Herausforderungen zu wappnen.

Quellen: Wall Street Journal, PC Watch

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