Ab heute wird es teuer: Handy am Steuer bringt höhere Strafen und Fahrverbote

Simon Stich
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Mal eben kurz beim Auto- oder Radfahren das Smartphone checken? Das ist ab heute wesentlich teurer als bisher. Zudem sind neue Geräte in den Bußgeldkatalog übernommen worden. Jetzt drohen Geldbußen, Punkte in Flensburg und Fahrverbote.

Ab heute wird es teuer: Handy am Steuer bringt höhere Strafen und Fahrverbote

Nachdem neue Regelungen für das Benutzen von elektronischen Geräten am Steuer und Fahrradlenker beschlossen worden sind, müssen Fahrer jetzt sehr viel tiefer in die Tasche greifen – und die unsinnige Unterscheidung je nach Gerät wird auch aufgehoben. Neben Geldstrafen können auch Fahrverbote von einem Monat verhängt werden.

Smartphone nicht in die Hand nehmen

Der neuen Verordnung zufolge dürfen Fahrer nur kurz und einmalig das Display berühren – zum Beispiel um einen Anruf entgegenzunehmen. Wichtig ist hierbei, dass das Smartphone nicht in die Hand genommen werden darf. Eine Freisprachanlage im Auto empfiehlt sich nun also noch mehr als ohnehin schon.

Jedes Gerät, welches sich zur „Kommunikation, Information oder Organisation“ eignet, ist betroffen. Darunter fallen also auch Notebooks, Tablets oder GPS-Geräte. Ein kurzes Draufschauen ist auch weiterhin erlaubt, ein dauerhaftes Starren auf das Gerät aber nicht. Streamen, während wir im Stau stehen, ist also nicht drin.

Der neue Bußgeldkatalog sieht eine Geldstrafe von 100 Euro bei Verstößen vor – 40 Euro mehr als bisher. Hinzu kommt ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Noch teurer wird es, wenn ein abgelenkter Fahrer einen Unfall mit Sachbeschädigung verursacht: Hier werden ab sofort 200 Euro fällig. Bei schweren Verstößen kommt auch noch ein Fahrverbot von einem Monat hinzu.

Mit den neuen Regelungen ist Deutschland im europäischen Vergleich nicht mehr im unteren Drittel, sondern in der Mitte zu finden. Deutlich teurer ist die Nutzung von Smartphones am Steuer in den Niederlanden, Spanien, Dänemark und Italien.

Regelungen gelten auch für Radfahrer

Auch auf dem Rad ist die Nutzung eines Smartphones nicht erlaubt, weder für das Telefonieren noch das Schreiben oder zur Nutzung von Google Maps. Hier lag das Bußgeld bislang bei 25 Euro und ist nun auf 55 Euro erhöht worden. Radfahrer sollten unbedingt anhalten, absteigen und sich auf den Bürgersteig begeben, wenn sie telefonieren oder sonst wie ihr Smartphone benutzen möchten.

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