Powertrekk Brennstoffzelle – Tragbares Ladegerät kommt im Frühjahr

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Die Firma Powertrekk vermeldet Marktreife ihrer schon seit längerem angekündigten Brennstoffzelle auf Wasserstoff-Basis. Als eine Art Kombi-Stecksystem mit Platz für zwei Nachkauf-Pads, die je eine Ladung Wasserstoff  zur Stromerzeugung beinhalten, werde der Hightech-USB-Nachlader noch diesen Frühling in die Läden kommen, teilt Powertrekk mit, ganz billig ist der Spaß aber nicht.

Powertrekk Brennstoffzelle – Tragbares Ladegerät kommt im Frühjahr

Mittlerweile gibt es ja eine ganze Menge Möglichkeiten, den eigenen Smartphone-Akku auch unterwegs mit ein paar zusätzlichen Milliampere-Stunden zu versorgen oder die Lampe mit USB-Anschluß wieder zum Leuchten zu bringen, aber noch keinen so fortschrittlichen, wie den von Powertrekk. Das so etwas seinen Preis hat, ist klar: mit 230,- Euro verlangt der Hersteller jedoch eine Summe, die wenig massen-kompatibel sein dürfte. Dieses “Problem” potenziert sich zum Einen durch die ebenfalls recht teuren Nachlade-Pads, den “Power Pukks”, von voraussichtlich 12,- US-Dollar, zum Anderen aber auch durch die geringe Kapazität, die man mit einem Pad nachschießen kann. Lediglich 1500mAh beziehungsweise 4 Watt lassen sich diesen Wasserstoff-Bassins beim chemischen Umwandlungsprozeß entlocken;  für moderne Smartphones dürfte das wohl so eine Art “Fruchtzwerg” sein.

Schade, denn so stehen einem Verkaufsserfolg einfach zu viele Faktoren entgegen, aber wenigstens ist der erste Schritt gemacht. Powertrekk jedenfalls behauptet, sie seien nun die ersten, die das “Strom aus Wassterstoff”-Prinzip aus der Konzeptphase heraus und in die Läden brächten, wie ITespresso schreibt.
Besonders groß ist das Powertrekk-System jedoch nicht, vielleicht doppelt so groß wie ein iPhone. Es beinhaltet neben der zwei Aufnahmemulden für die Power Pukks und der Umwandlungselektronik noch einen Akku zum Abfangen von Spannungsspitzen. Dann noch ein, zwei Teelöffel Wasser (H20) drauf und die Umwandlung kann beginnen. Im Gegensatz zu anderen Lademöglichkeiten für unterwegs, beispielsweise einem Solarmodul, bietet der Powertrekk eigentlich nur wenig Vorteile (funktioniert auch in Dunkelheit) und hat auch noch einen ziemlich hohen Preis. Daher wird die Technik wohl noch ein paar Entwicklungsschritte machen müssen, um breite Akzeptanz zu finden.

Passend zu dieser Geschichte vermeldet auch heise.de einen ordentllichen Fortschritt bei der Flüssig-Elekrolyt-Technik in den sogenannten Redox-Flow-Batterien. Die Entwickler von der Ostfalia-Hochschule in Wolfsburg haben zumindest den Aufbau soweit ändern können, daß die Batterien nicht mehr länger als 1,5 Meter sind, womit sie sich prinzipiell schon für den Einsatz in Fahrzeugen eignen würden. Noch ist die Technik nicht ganz ausgereift, das Prinzip könnte aber richtungsweisend sein, denn auch bei den Redox-Flow-Akkus handelt es sich um ein Nachfüllsystem. Das flüssige Elektrolyt reagiert mit einem Basismaterial und erzeugt daraus Strom, nach dem Verbrauch kann das Elektrolyt dann abgepumpt und durch neues ersetzt werden, ähnlich wie bei Powertrekks Padsystem. So könnten dann auch E-Fahrzeuge über eine einfache, zusätzliche Zapfsäule an herkömmlichen Tankstellen befüllt werden. Eine Nachrüstung sei so deutlich kostengünstiger und einfacher zu realisieren, als bei bisherigen Modellen, zitiert Heise den Projektleiter.

Es tut sich was in der Akkuentwicklung und der alternativen Stromerzeugung, die möglichst auch umweltverträglich sein soll. Die PowerPukks kann man beispielsweise an Powertrekk zurück schicken, womit sie zumindest schonmal einen Recycling-Kreislauf bilden. Der Weisheit letzter Schluß sind die Dinger aber noch nicht!


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