Alienware X51: Zu Besuch bei Außerirdischen

Matthias Schleif

Der Name “Alienware” steht ja schon lange für gute und aktuelle Gaming-Computer mit dem gewissen Extra-Preisaufschlag. Dem dadurch entsprechend höheren Erklärungsbedarf bei den Kunden, der auch beim neuen X51 aufkommen dürfte, Rechnung zu tragen, hatte Dell uns und einige andere europäische Magazine zum Launch-Event nach London eingeladen. Aber seht selbst:

Alienware X51: Zu Besuch bei Außerirdischen

Der, vor allem im Gegensatz zu gleich gut ausgestatten Rechnern aus Einzelkomponenten, recht teuer wirkende Alienware X51, biete vor allem ein durchdachtes Konzept in puncto Soft- und Hardware. Die reine Addition der Komponentenpreise vergässe in der Regel, das Betriebssystem (Win7 64 Professional) und andere Software zu berücksichtigen, so dass sich der höhere Preis bei genauerem Hinschauen schon wieder relativieren könne.

Aber gut, wir sind nicht da um die Werbesprüche zu verbreiten, sondern wollen kritisch hinschauen. Derart vorkonfektionierte PCs im Officebereich haben beispielsweise häufig das Problem, dass die Komponenten in puncto Leistung nur noch wenig “Luft nach oben” haben; häufig reicht dann eine Einschalt-Spitze um das bei 95% Dauerauslastung laufende Netzteil zu killen. Konzeptionell wäre das bei Alienware natürlich tödlich, aber warten wirs erstmal ab, so richtig beurteilen können wir das eh erst, wenn das X51-Testsystem bei uns angekommen ist. Hier erstmal nur ein kleines Video, in dem ich meine ersten Eindrücke während der Veranstaltung festhalte:

Alienware X51 Kurzvorstellung

Wurden die höheren Preise in der Vergangenheit also hauptsächlich mit der speziellen Anpassung der Systeme an die jeweiligen Bedingungen begründet, kommt beim neuen X51 noch ein Argument hinzu: sein konsolen-artiger Formfaktor. Vor allem wolle man damit dem Casual Gamer entgegen kommen, da man das System so besser in die verschiedenen Umgebungen integrieren und variabel halten könne…”mobil” ist es mit seinen 5,5 Kilogramm Gesamtgewicht dagegen eher nicht. Im Wohnzimmer, neben dem FullHD-Fernseher stehend könne das X51 genauso gut betrieben werden, wie in einem Rack oder einem Regal, wie der Marketing-Manager ausbreitet. Es hat allerdings auch schon Klagen von Anwendern gegeben, der Aufrecht-Betrieb verursache Leseprobleme beim DVD-Laufwerk.

Bevor es ans Ausprobieren der insgesamt acht X51-Modelle und die Challenges gegen unseren Gastgeber Matthias “Knochen” Remmert gehen konnte, musste den Anwesenden also erstmal das Konzept verständlich gemacht werden, das aber ganz sinnvoll klang: es gebe sehr viele “wie ihn”, einen eigentlich den Casual Gamern zuzuordnenden Spielertypen, der sich aber schon seit 30 Jahren mit Video- und PC-Games beschäftigt und so einen entsprechend hohen Anspruch an die Grafik hat. “Klötzchen” seien eben auch dann nicht hinnehmbar, wenn man nur wenig spielt, was ich voll unterstreichen würde.

Dass man damit auch den anspruchsvolleren Hardcore-Dauer-Gamer und den dazwischen liegenden Bereich der Gelegenheitszocker erreicht, habe man die verschiedenen Serien mit i3-, i5 und i7-Prozessoren und den GeForce-Karten GTX545 und GT555 in jeweils passenden Ausstattungsvarianten ins Angebot genommen (das kleinste Modell aktuell auch für 799,- Euro im Media Markt).
In der Diaschau von unserem Raumschiffaufenthalt…äääh, vom London-Trip bei Alienware sieht man das auch nochmal auf einer Folie, die der Marketing-Mann zeigte:

“Selbst mit dem kleinsten X51-Modell” so lautete wohl das “Wording” für den Abend, “kann man Battlefield 3 immer noch mit 30fps spielen”. Ob das so stimmt war nur leider nicht raus zu bekommen, denn an keinem der Rechner gab es eine Installation des beliebten Shooters. Ganz abgesehen, dass es sich bei den Vorführmodellen schon aus taktischen Gründen nur um die am besten ausgestattete Variante mit i7 CPU gehandelt haben dürfte, ist man bei den Games ganz auf Nummer Sicher gegangen. Harry Potter, StreetFighter und Mahjong mögen ihre Reize haben, reizen aber doch nicht die Leistung solch eines Rechners aus.

Gott (oder besser dem EA-Mitarbeiter vor Ort) sei dank gab es wenigstens an einem der X51-Systeme eine Installation der Demo von Mass Effect 3, wovon ich ein wenig auf Video festgehalten habe. Die Qualität des Spiels guckt ihr euch zwar besser im Gamesbereich mal genauer an, aber in meinem Video sieht man wenigstens, dass alles flüssig läuft.

Demo Mass Effect 3, abgefilmt:

Insgesamt, wegen der Canapés, wegen der Leute die man so kennenlernt und wiedertrifft (schönen Gruß auch von ex-GIGA Nils an alle Leser die es bis hierher geschafft haben), wegen zehn Grad mehr Aussentemperatur in London, wegen der hübschen Bedienungen und des guten Bieres, der schönen Location “The Deck” und dem lustigen Sturz in die Stellwände von dem jungen Typen mit dem Intel-TShirt, aber auch wegen der Rechner und dem netten Support der Verantwortlichen, wars ein gelungener und angenehmer Abend.

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