Android Custom-ROMs: Infos und Anleitungen

Beschreibung

Mit Custom-ROMs kann man die Software des Smartphones den eigenen Bedürfnissen anpassen und meist tiefergehende Änderungen am Gerät vornehmen als mit dem vom Hersteller gelieferten Betriebssystem. Wir nennen euch Vor- sowie Nachteile und erklären euch, was es überdies zu beachten gibt.

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Was sind Custom-ROMs eigentlich?

Bei Betriebssystemen eines Smartphones spricht man umgangssprachlich von einem ROM (Read Only Memory). Meist wird diese vom Hersteller direkt auf das Gerät aufgespielt, vergleichbar mit dem vorinstallierten Betriebssystem eines Desktop-Computers. Hat man bei einem Computer jedoch einfach die Möglichkeit, dieses auszutauschen, beispielsweise Windows 10 durch Ubuntu, ist dies bei einem Smartphone oder Tablet in der Regel nicht vorgesehen. Dies liegt vor allem daran, dass bei Mobilgeräten die Software stark an das jeweilige Gerät angepasst werden muss, aber auch die Hersteller selbst Interesse daran haben, dass ihr eigenes System genutzt wird. Ein weiterer Grund sind vorinstallierte Anwendungen, aber auch mögliche Software-Fehler, die die Usability bei der Nutzung eines alternativen Betriebssystems trüben kann. Da es sich bei sogenannten Custom-ROMs für Mobilgeräte um keine komplett neuen Betriebssysteme handelt, sondern um welche, die auf den Code des von Google bereitgestellten AOSPs (Android Open Source Code) aufbauen, spricht man von Custom-ROMs. Auf den genannten Code bauen übrigens auch die Smartphone- und Tablet-Hersteller auf, die die Software entsprechend für ihre eigenen Geräte anpassen.

Schwören manche auf die Software ihres Lieblingsherstellers wie Samsung oder LG, so sind manche mit dem von Google gelieferten und weniger aufgeblähten Stock Android zufriedener. Andere wünschen sich mehr Anpassungsmöglichkeiten oder gar ein noch schlankeres System als von Google geliefert; beispielsweise mit rudimentären Google-Anwendungen, um den Akkuverbrauch und Speicherplatzbedarf zu reduzieren. Hält man sich dabei an die Geräte beliebter Hersteller, bleibt bei solchen Wünschen meist nur der Kompromiss, mit der auf dem Smartphone oder Tablet vorinstallierte Software Vorlieb zu nehmen oder sich nach Alternativen umzusehen. Die Lösung nennt sich in letzterem Fall mit besagter „Custom-ROM“. Welche genau man nehmen sollte, hängt – wie bereits erwähnt – stark von den eigenen Bedürfnissen, aber auch dem jeweiligen Gerät ab.

Custom-ROMs: Vorteile und Nachteile

Vorteile Nachteile
Weniger / gar keine „Bloatware“ Möglicher Garantieverlust
Mehr Möglichkeiten mit integrierten Root-Rechten Hersteller-eigene Funktionen fehlen meist
Mehr Anpassungsmöglichkeiten Kamera-Anwendungen liefern meist schlechtere Ergebnisse
Mehr Performance Gefahr durch fehlerhafte Software
Mehr Anpassungsmöglichkeiten Gefahr durch Root-Zugriff
Schnellere Updates (auch Sicherheitsupdates)
Aktualisierungen auch nach der Einstellung der Software-Updates des Herstellers

Communitys schrauben beispielsweise oft an der Original-Software und entschlacken diese, ohne dass rudimentäre Funktionen des jeweiligen Geräts verloren gehen. Verfügbar sind diese meist nur für High-End-Geräte, aber auch für beliebte Mittelklasse- und Low-Budget-Devices. So können weiterhin spezielle Features wie ein Fingerabdrucksensor oder die „Double Tap To Wake“-Funktion ohne Einschränkungen genutzt werden, aber dennoch auf ein schlankeres System zurückgegriffen werden. Geräteübergreifende Custom-ROMs wie beispielsweise CyanogenMod, PAC ROM oder auch Paranoid Android kommen meist mit Einschränkungen wie beispielsweise einer unangepassteren Kamera-Software. Das Resultat: schlechtere Bildergebnisse. Entscheidet man sich für Ersteres, empfiehlt es sich, große englischsprachige Foren wie beispielsweise xda-developers aufzusuchen. Dort kündigen Entwickler ihre Custom-ROMs an, zusätzlich kann man direkt in den nachfolgenden Kommentaren beobachten, welche Fehler auftreten können und wie gut die jeweilige Software läuft. Für CyanogenMod & Co. reicht es, die offizielle Homepage aufzurufen und dort nach dem entsprechenden Download zu suchen.

Bleibt man bei den großen Custom-ROM-Vertretern, kann das Durchstöbern von Fachforen nach etwaigen Problemen ebenso nicht schaden. Der Download und die Installation erfolgt am besten nach der Anweisung für das jeweilige Gerät durch die von den Entwicklern empfohlene Methode, da so Fehler zumindest größtenteils vermieden werden können. Auf folgenden Seiten könnt ihr euch über beliebte Custom-ROMs informieren:

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