iTry – Das Fazit

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Wie fühlt man sich als Android-Redakteur nach 4 Wochen nur von Apple-Geräten umzingelt? Zwischen App-Store, dem Betriebssystem MacOS und einem für mich viel zu kleinem Smartphone-Display bin ich hin- und hergerissen. Die Qualität der Ware ist enorm gut, das System dahinter nicht in allen Fällen. Hier also das Fazit zu meinem ersten iTry:

iTry – Das Fazit

Windows Rechner, Smartphone von Samsung (Galaxy S3) und gar kein Tablet. So sitze ich 6 Wochen nach Beginn des iTry an meinem Arbeitsplatz und sinniere zwischen CMD und STRG. Mir fehlt das glatte Touchpad und die Gestensteuerung vom MacOS. Dennoch gewöhne ich mich schnell wieder an Windows und seinem eher “erwachsenen”, viel zu ernsten Look. Beim iPhone empfinde ich dagegen keine Spur von Sehnsucht oder Wunschdenken. Die teils wirklich guten Apps werden mir zwar fehlen, dafür gibt es aber elementare Funktionen bei Android, die mir näher liegen.

Wie soll man ein Fazit zwischen zwei so empfindlichen Welten erstellen, ohne jemandem auf den Schlips zu treten? Wie kann ich die andere Seite bewerten, wo ich doch “nur” 4 Wochen Zeit für dieses Projekt hatte? Das iPad kam viel zu kurz, kann ich trotzdem darüber schreiben? Um es kurz zu machen: gar nicht; selbst Schuld; natürlich!

iTry – Fazit zum neuen iPad

Ich brauche die Geräte nicht fachmännisch bewerten, dazu gibt es weitaus fähigere Leute! Ich kann aber meinen Verwendungszweck für das Stück Technik beurteilen und da schneidet das neue iPad gar nicht mal schlecht ab. Apps laufen auf dem Ding absolut rund, das Display ist und bleibt der Hammer, die Akkulaufzeit ist erstaunlich gut (abgesehen von der Ladezeit) und nichts knirscht oder knackt.

Dummerweise merkt man das Gewicht mit der Zeit schon, ein Smart Cover wäre in meinem Test hilfreich gewesen, um mit dem iPad auf Arbeit auch produktiv sein zu können, die Synchronisation aller iOS Apps fand ich praktisch aber auch nervig. Alles in allem ein (zu) großes iPhone, dafür gibt es eine tolle App-Auswahl und es sind hochwertige, edukative Maßnahmen möglich.

Während ich also überwiegend flüssig spielen konnte und mich über eine teilbare Tastatur auf dem iPad freue, hat meiner kleiner Mann Farbspiele, Kinder-Puzzle oder mit Memory Formen, Farben und Tierlaute gelernt. Leider weniger qualitativ sind solche Apps auch für Android verfügbar!

Das neue iPad: Aktuell das beste Tablet auf dem Markt, Apple hat hier wirklich die Muskeln spielen lassen.

iTry – Fazit zum iPhone 4S und iOS

Jetzt geht es schon ans Eingemachte. Das lieblings-Smartphone meiner Apple-Kollegen, das pervers-omnipräsente iPhone hat meinem persönlichen Versuch nicht standgehalten. Ja, es ist wirklich gut. Das System funktioniert in sich geschlossen wunderbar! Doch auch wenn die Apps flüssig liefen und iOS sehr performant ist, hatte das Gesamtpaket immer irgendwie einen fahlen Beigeschmack auf mich.

Das Problem liegt hier nicht bei Apple und meine (vielleicht sogar sehr voreingenommene, negative) Meinung zu der Firma, sondern am Image des Glas-Bombers. Alles funktioniert angeblich so intuitiv, alles ist selbsterklärend: Apple verkauft sein iPhone als ein hochtechnologisches Gerät, dass keine Anleitung benötigt, weil ja alles so einfach sei. Nun werden zwar viele meiner Probleme überwiegend mit meinen Gewohnheiten zusammenhängen, doch über einige Dinge komme ich mit diesem Hintergrund nicht hinweg.

iTry - Screenshots 7

Ich würde iOS grob mit dem Film “Die Insel” vergleichen. Innerhalb seiner Mauern ist die Welt in Ordnung, jeder und alles hat seinen Platz, alle sind zufrieden und glücklich. Doch wenn ich etwas anderes erleben möchte, müssen unmögliche Methoden angewandt werden. Nach meinem Jailbreak war das iPhone wackelig auf den Beinen und etwas störanfälliger. Der Root auf einem Android-Smartphone hatte bei mir bisher keine negativen Folgen, von Custom Roms mal abgesehen.

Mir ist das iPhone zu klein, zu sperrig im Layout und zu herrisch im System. Das mag für viele überhaupt gar kein Problem sein, diese Menschen werden sicher auch kein besseres Smartphone als das iPhone finden! Doch ich für meinen Teil stehe viel zu sehr auf Abwechslung im Handy. Unterschiedliche Tastaturen, Launcher, Widgets, alternative Ansichten von Apps. Apple gibt vor, an welcher Stelle welche Buttons zu liegen haben, dennoch habe ich mich oftmals hilfesuchend vor einer iOS-App wiedergefunden. “Wo ist denn jetzt was?”

Das 4S ist nicht schlecht aber auch nicht perfekt. Vorbildlich ist/war allerdings anfangs das Verhalten von Apple gegenüber Entwicklern. Neben einem Fond erhielten die Coder anfangs regelrechte Geldspritzen um gute und professionelle Apps zu schreiben. Das kam natürlich irgendwann wieder direkt in die eigene Kasse zurück gespült. Wäre Google effektiver im Umgang mit der GEMA und würde einfache, alternative Zahlungsmöglichkeiten im Play Store anbieten, wäre Apple weniger erfolgreich. Hätte – Hätte – Fahrradkette.

Wird das neue iPhone 200 Euro günstiger und das Display größer, könnte ich es mir schon als Zweithandy vorstellen. Vielleicht zum dran herum spielen oder Baden gehen :-)

Auf der nächsten Seite folgt das Fazit zum MacBook

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