iTry – Tag 19

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So knapp vor den 1.000 Followern möchte ich noch mal anmerken, wie überrascht ich doch von den Apple-Produkten bin. Die Verarbeitung überzeugt mich völlig, egal ob iPhone, iPad oder MacBook. Das Mac OS X ist extrem spannend, und das obwohl ich bisher nicht alle Funktionen nutzen konnte. Trotzdem ist Tag 19 des iTry geprägt von wehmütigen Gedanken.

iTry – Tag 19

Mein kleiner Mann (3 Jahre) ist völlig von dem iPad überzeugt. Während ich also telefoniere, koche oder einfach mal entspannen will, lege ich ihm das iPad auf den Schoß und starte Lern- und Kinderbuch-Apps. Diese sind überwiegend kostenfrei, die Spielesammlung von kann ich wirklich empfehlen! Grobmotorik kann damit ganz einfach entgegengewirkt werden, Formen werden schnell erkannt und zueinander geführt. Erschreckend, wie schnell die Kleinen raffen, was da passieren muss. Im Memory hat er mich übrigens schon überholt. Ein Antippen von Karten ist halt bequemer als greifen.

Das iPad wird wohl das Education-Werkzeug der Neuzeit

Auch wenn mir der Gedanke (aufgrund der Firma dahinter) immer noch ein wenig missfällt, sehe ich großes Potential in diesem Feld. Kein Wunder also, dass Apple hochwertige App-Entwicklung förderte und kleinen Firmen Unterstützungs-Fonds (a lá Kickstarter) anbot. Die Programmierer-Umgebung ist komfortabler und schicke Apps lassen sich “schnell” entwickeln. Hat Apple erst den Fuß in der Tür, sitzen sie, neben hochwertigen Hollywood-Titeln, nicht nur bei einem Großteil der Programmierer/Designer, sondern in den elementaren Schichten: Erziehung und Lehramt. Chapeau!

Das Problem mit dem MacBook Pro 2012

Nach den ersten Tagen mit dem MacBook Air hatte ich ja schon schwer mit mir und meiner Euphorie über dieses grandiose Stück Technik zu kämpfen. Gut, dass das MacBook Pro 2012er daher kam. Endlich konnte ich auch die langsamen Seiten von Mac OS X kennenlernen, welche übrigens auf einer “Nerv”-Linie mit Windows stehen. Inkompatibilität mit Chrome und Flash, verschachtelte Menüstrukturen und wenn ich im Spotlight nach “Töne” suche, sollte auch die Einstellung für “Ton” kommen. Da rühmt sich Apple mit diesem System und ist bei einigen Kleinigkeiten doch inkonsequent.

Dennoch ist der Detailreichtum sonst so erschreckend, dass ich anfangs aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Fast alles in Mac OS X ist animiert. Das Dock, der Mülleimer, ein geöffnetes Fenster zoomt ein und aus, alles irre schicke Spielereien!

Mac OS X Zoom out

Das alles lenkt natürlich auch ein wenig ab. Mich als Mini-Gamer hält Mac immer noch aufgrund der Inkompatibilität zu vielen Games fern. Was Microsoft im Tablet PC-Bereich ist, vertritt Apple also auf den mobilen Plattformen. Ich bin gespannt, wie sich das in den kommenden Jahren noch entwickelt. Diablo 3 für Mac macht einen guten Anfang.

Ein I sie zu knechten und (fast) alle zu binden

Das iPhone. Ich weiß selbst nach gut 3 Wochen nicht, was ich von dem Ding halten soll. Mit der Zeit gewöhnt man sich natürlich auch an die Größe des iPhones, dennoch rutscht es mir beim Schreiben im liegen aus den Händen, es ist ständig verschmiert (Glas!) und viele Apps wollen nicht so recht ein zweites Mal starten, außer ich beende sie ordentlich im “Task Manager”. Es ist ja auch ganz toll, dass sich alle Apps auf den iDevices synchronisieren, doch jetzt habe ich die Kinderspiel-Apps vom iPad auf dem iPhone. Nicht schlimm, aber es fällt auf. Das iPhone wird mich nicht erreichen, auch wenn die Apps teilweise wirklich sehr schön gemacht sind. Dafür fehlt ihm noch das gewisse Etwas. Das ist allerdings mein Geschmack und kann unmöglich pauschalisiert werden. Das iPhone 5 werde ich daher definitiv im Auge behalten! Ich melde dann schon mal “the next iTry” an.

So nah und doch so fern

Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich Apps auf dem Galaxy S3 im Vergleich zum iPhone testen möchte. Ich glaube langsam, dass dies mehr mit dem Kontakt zum Android-System als mit dem Test an sich zu tun hat. Auch wenn The Amazing Spiderman ein perfektes Beispiel dafür ist, wie nah sich beide Konkurrenten mittlerweile sind. Würde iOS einige Fähigkeiten der Desktop-Variante besitzen, hätten wir Android-Jünger eine ganze Menge Argumente weniger. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Fazit nach 19 Tagen:

iPad für’s Kind und zum Zocken
MacBook Air zum arbeiten, nicht zum Zocken
und iPhone… ach da warte ich mal noch etwas ab

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Weitere Themen: iPad 3, iPhone 4S, MacBook Pro, iTry


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