Stromschlag statt Vibrationsmotor - MPFF im Smartphone

Jens Herforth
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Es gibt immer wieder kuriose Dinge im Internet zu lesen, Quasi-Stromschläge die anstelle eines Vibrationseffektes Computerspiele realitätsnäher wirken lassen (sollen), sind da keine Seltenheit. Diese Technik in einem Smartphone ist hingegen neu. 

Stromschlag statt Vibrationsmotor - MPFF im Smartphone

Man kennt das Prinzip: Wir fahren im Spiel auf einer Rennstrecke, crashen mit einem anderen Auto zusammen und der Controller vibriert fröhlich vor sich hin. Das wirkt schon ziemlich gut, da im Pad ausreichend Platz für gute Motoren ist. Bei einem Smartphone wirkt das manchmal wie ein Käfer, der auf dem Rücken liegt – Niedlich aber doch irgendwie arm.

Forscher aus Potsdam im Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) haben nun eine Technik entwickelt, die Aufsehe erregt hat. Mittels eines EMS ähnlichen System, MPFF (Muscle-Propelled Force Feedback) genannt, werden kleine elektrische Impulse an die Muskulatur gesendet. Damit wird die Unterarmmuskulatur auf nicht schmerzhafte Art und Weise angeregt.

Mit anderen Worten: Während ihr mit eurem Smartphone spielt bekommt ihr kleine Stromschübe durch die Arme gejagt. Die Wissenschaftler haben es bisher mit 10 Testpersonen durchgespielt, alle behaupten es würde sich sehr realistisch anfühlen. Testumgebung war ein HTC Smartphone, eine eigene Software für das MPFF und eine Flugzeug vs. Windmühlen App.

Natürlich ist dies nur eine Testumgebung, der Kasten hinter dem Smartphone muss so klein werden, dass er in das Smartphone hinein passt, auch die Umsetzung auf die passenden Muskeln im Körper kann nicht über friemelige Pads und Kabel realisiert werden. Dennoch verbraucht diese Art von Feedback weniger Strom als Vibrationsmotoren und könnte irgendwann Standard sein. Was haltet ihr von der Idee?

 

Quelle: HeiseTR via heise

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