Wird Glas zum zukünftigen Speichermedium?

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Kilobyte, Megabyte, Gigabyte, Terabyte – unsere Daten benötigen immer mehr Platz und wir gelangen irgendwann an eine physische Grenze, die wir nicht mehr überwinden können. Aber wo speichern wir unsere Daten ab, wenn Magnetscheiben und  Flash-Speicher nicht mehr ausreichen? Die Zukunft liegt wohl im Glas.

Wird Glas zum zukünftigen Speichermedium?

Wissenschaftler in Southampton arbeiten gerade an einer Möglichkeit Daten in Quarzglas zu platzieren. Der Vorteil: Das Glas eignet sich hervorragend als Datenspeicher, da es Wasserdicht, unanfällig gegen Feuer und Hitze ist (hält bis zu 1000° Celsius aus) und relativ schlagfest sei. Außerdem bleiben die Daten mehrere Millionen Jahre bestehen. Wir sind zwar noch sehr weit von richtigen Datenträgern entfernt, doch erste Erfolge konnten schon erzielt werden.

Jingyu Zhang hat eine 300 kb “große” Textdatei in einem Quarzglas speichern und abrufen können. Mittels eines 5D-Verfahrens (Größe, Ausrichtung und räumliche Position) werden die Informationen als einfache Punkte mit einem Femtosekundenlasers auf drei Schichten geschrieben. Diese haben nur einen Abstand von 5 Mikrometer, eine Größe, die ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen kann.

In Zukunft könnten Kapazitäten von 360 Terabyte auf so ein Medium gesichert werden. In Zeiten von immer größeren Megapixel Kameras und 4-fachem oder 8-fachem Ultra HD sehe ich da auch absoluten Bedarf zu. Der Trend geht zu immer größeren Dateien und die brauchen auch irgendwann irgendwo ihren Platz.

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