Themenspecial: Android-Sicherheit

Mikiya Heise
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In gewissem Sinne sind Datenschutz, Privatsphäre und Informationssicherheit mit einem Smartphone ungefähr so vereinbar wie Lothar Matthäus mit dem Amt des Bundestrainers: Das eine scheint das andere nicht einfach nur auszuschließen, sondern die Daseinsberechtigung des anderen vollständig auszulöschen. Deshalb wollen wir eine kleine Reihe zum Thema „Android und Sicherheit“ starten, in der wir der Frage nachgehen, wie ihr trotzdem halbwegs unbeschadet durch diesen scheinbaren Widerspruch navigieren könnt.

Themenspecial: Android-Sicherheit

Während die meisten PCs längst von oben bis unten mit Firewall, Virenscanner und Security Suite geschützt werden, stehen die meisten Smartphones mit weitgehend heruntergelassenen Hosen da, und das obwohl sie für einen Missbrauch ungleich anfälliger sind.

So sind die nicht gerade billigen technischen Kleinode zu einer mittlerweile recht begehrten Beute für Taschen- und Gelegenheitsdiebe geworden. Neben dem ansehnlichen Wiederverkaufswert auf dem Schwarzmarkt geht es dabei längst auch um die privaten Informationen und sensiblen Zugangsdaten, die sich auf einem artgerecht gehaltenen Smartphone natürlicherweise ansammeln und eine einträgliche Beute für windige Datendiebe darstellen können.

Tatsächlich wachsen Attraktivität und Angriffsfläche für einen Missbrauch der smarten Mobilgeräte umso mehr sie in die Lage versetzt werden, mit Geld oder persönlichen Informationen zu hantieren. Denn schon einfachste Transaktionen – vom Anfruf, der SMS oder dem Kauf von Apps – stellen Dienstleistungen dar, deren Kosten unmittelbar und im Hintergrund abgerechnet werden: ihre Manipulation ist ein leichtes Spiel für Trojaner und sonstige Schädlinge.

Darüber hinaus sind nicht nur bösartige Anwendungen in der Lage, einen erheblichen finanziellen und informationellen Schaden anzurichten, sondern auch und gerade der sorglos-fahrlässige Umgang mit dem mobilen Universalkommunikationsgerät.

Zwar sind PCs immer noch das Hauptziel für Viren und Schadprogramme – gegenüber den ungefähr 40 Mio. bekannten bösartigen Anwendungen für PCs mögen die gerade mal 600 für Smartphones als winzige, zu vernachlässigende Bedrohung erscheinen. Täglich aber erreichen uns Meldungen über wachsende Nutzerzahlen und Märkte, neue Geräte, Anwendungen und Geschäftsmodelle. Und wo immer mehr Geld in ein unübersichtliches Spielgeschehen eintritt, wachsen nicht nur die Begehrlichkeiten von bösen Buben, sondern deren Möglichkeiten, dieses auch abzuschöpfen. Das Android diese Aufmerksamkeit zunehmend auf sich zieht, ist nicht erst seit dem Trojaner „DroidDream“ sicher.

In den folgenden Tagen wollen wir euch deshalb mit den wichtigsten Hinweisen und Tipps versorgen, damit ihr das Thema Sicherheit für euren Androiden offensiv angehen könnt. Natürlich werden wir euch dafür auch nützliche Apps vorstellen. Für den Erfolg dieses Vorhabens hoffen wir natürlich auf eure Erfahrungen und Mithilfe.

Beginnen werden wir unsere kleine Reihe mit dem nicht nur meistgefürchteten, sondern tatsächlich auch dem meistverbreiteten Szenario: Euer Android-Smartphone ist spurlos verschwunden. Wie findet man es wieder oder löscht sensible Daten aus der Ferne?

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